Bundesamt für Ausländerfragen

Neues Informationssystem im Ausländer- und Asylbereich

Der Bundesrat verabschiedet Botschaft     Bern (ots) - Der Bundesrat hat am Mittwoch die Botschaft zum Gesetz über das Informationssystem für den Ausländer- und den Asylbereich (Ausländer 2000) verabschiedet. Mit dem vorliegenden Gesetzesentwurf soll die notwendige rechtliche Basis für das neue System «Ausländer 2000» geschaffen werden.       Das Bundesamt für Ausländerfragen (BFA) und das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) haben zur Unterstützung ihrer Kernprozesse Informatiksysteme im Einsatz, die in den vergangenen Jahren laufend umgebaut wurden. Das zentrale Ausländerregister (ZAR) besteht seit 1982, das automatisierte Personenregistratursystem (AUPER) wurde 1985 eingeführt. Beide Systeme sind veraltet und genügen den heutigen Anforderungen weder in technischer noch in datenschutzrechtlicher Hinsicht. Aus diesem Grund wurde die Schaffung eines neuen Systems für beide Ämter vorgeschlagen. Das Projekt mit dem  Arbeitstitel «Ausländer 2000» wurde im Auftrag des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes am 9. November 1998 gestartet.       Grundzüge der Vorlage «Ausländer 2000» ist ein amtsübergreifendes EDV-Projekt, welches

    - die bestehenden Systeme ZAR und AUPER durch ein neues,
        gemeinsames System ablösen soll. Das neue System soll flexibel
        und modular aufgebaut sein: gewisse Module sind für das BFA
        (z.B. im Bereich Bürgerrecht), andere für das BFF (z.B. im
        Bereich Asylverfahren) bestimmt;

    - die Erstellung von spezifischen Zugriffsprofilen für die
        verschiedenen Benutzer gemäss ihrer Funktion ermöglichen soll;

    - die EDV-mässige Unterstützung der wichtigsten Funktionen und
        Tätigkeiten der am System beteiligten Behörden von der Einreise
        der ausländischen Person über den Aufenthalt bis zum Verlassen
        der Schweiz ermöglichen soll;

    - die einmalige und einheitliche Erfassung der Daten zur Identität
        der registrierten Personen ermöglichen soll;

    - statistische Auswertungen ermöglichen soll, die vielfältigen
        Anforderungen genügen.

    In «Ausländer 2000» sollen besonders schützenswerte Personendaten
im Sinne des Bundesgesetzes über den Datenschutz (SR 235.1)
bearbeitet werden. Bei den laufenden Projektarbeiten wird der
Beachtung der Datenschutz- und Informatiksicherheitsbestimmungen ein
grosser Stellenwert beigemessen.  

ots Originaltext: BFA
Internet: www.newsaktuell.ch

Kontakt:
Simone Bischoff
Bundesamt für Flüchtlinge
Tel. +41/31/325'92'09

Claudio Hayoz
Bundesamt für Ausländerfragen
Tel. +41/31/325'95'31



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