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Rauchen und Trinken verzögern die Wundheilung

Lausanne (ots) - Vor chirurgischen Eingriffen, bei denen Wunden entstehen, lohnt es sich, rechtzeitig vorher mit dem Rauchen und dem Alkoholkonsum aufzuhören. Tabak und Alkohol können zu Störungen der Wundheilung führen. Darauf weist die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) in Lausanne hin. Ob eine grössere chirurgische Intervention, eine Schönheitsoperation oder nur ein Piercing ansteht: Besser ist es, die alltäglichen Genussmittel Tabak und Alkohol rechtzeitig vorher abzusetzen. Denn Zigarettenrauch, Bier, Wein und Schnaps beeinträchtigen die Wundheilung in Hautgeweben und Knochen. In der renommierten englischen Medizinzeitschrift Lancet ist kürzlich eine Studie veröffentlicht worden, die belegt, dass Patientinnen und Patienten mit einer sechs- bis achtwöchigen Tabakabstinenz vor dem Operationstermin dreimal weniger Wundheilstörungen aufweisen als die vor der Operation permanent Rauchenden. Eine Studie in Deutschland hat ergeben, dass Patienten, die mehr als 10 Zigaretten am Tag rauchen und regelmässig grössere Mengen Alkohol trinken, viermal häufiger Probleme mit der Heilung von Operationswunden haben. Nicht den natürlichen Mechanismus der Wundheilung stören Bei der Wundheilung der Haut wird das verletzte Gewebe durch natürliche Prozesse der Blutgerinnung und der Schorfbildung sowie des Wachstums von neuem Gewebe und der Narbenbildung langsam "repariert". Hinsichtlich des Nikotins zeigen Forschungsergebnisse klar, dass es die Gerinnungsfähigkeit des Blutes reduziert und den Einsatz der "Fresszellen" (Makrophagen) zur Beseitigung von Wundbakterien behindert. Gleichzeitig unterdrückt das Nikotin den Aufbau neuer Gewebezellen. Das Ergebnis sind dann Wundheilungsstörungen, die sich durch rechtzeitigen Rauchstopp vor der Operation wesentlich verringern lassen. Eine in der deutschen Ärztezeitung veröffentlichte Meldung über eine Kölner Studie zu Wundheilungsstörungen hat ausser dem Einfluss des Nikotins auch auf die Rolle des Alkohols hingewiesen. Zahlreiche Kliniken legen ihren Patienten und Patientinnen dann auch nahe, vor Operationen rechtzeitig eine Phase der Tabak- und Alkoholabstinenz einzulegen. Quelle: Moller, A.M. et al: Effects of preoperative smoking intervention on postoperative complications: a randomized clinical trial. In: Lancet 2002;359, 114-117; Rauchen und Trinken halten Wunden offen. In: Ärztezeitung, 04.05.2001 ots Originaltext: SFA/ISPA Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: Sekretariat Prävention und Information Tel. direkt: +41/21/321'29'85 Fax +41/21/321'29'40 E-Mail: dayer@sfa-ispa.ch Internet: http://www.sfa-ispa.ch

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