Fürstentum Liechtenstein

pafl: Opferhilfe-Tagung in Bern

      (ots) - Vaduz, 18. März (pafl) - "10 Jahre Opferhilfe in der
Schweiz" - zu diesem Thema veranstaltete das Bundesamt für Justiz in
Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Verbindungsstellenkonferenz
OHG am 13. und 14. März 2003 im Kursaal Bern eine Fachtagung, an der
auch der Rechtsdienst der Regierung vertreten war.

    Mehr als 200 Expertinnen und Experten, insbesondere Personal der kantonalen Opferhilfe-Beratungsstellen, der Untersuchungs-, Justiz und Polizeibehörden, Fachpersonen aus den Bereichen Psychologie, Psychotherapie, Sozialarbeit und Medizin sowie anwaltliche Vertreterinnen und Vertreter der Opfer, trafen sich mit dem Ziel, den fachlichen Dialog zu fördern und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu verstärken. In Vorträgen und Diskussionen wurden die aktuellen Probleme, die internationalen Entwicklungen und die Zukunft der Opferhilfe mit Blick auf die bevorstehende Revision des schweizerischen Opferhilfegesetzes beleuchtet.

    Der Rechtsdienst der Regierung, der zur Zeit mit der Ausarbeitung eines Vernehmlassungsentwurfes für ein liechtensteinisches Opferhilfegesetz befasst ist, war durch die Leiterin, Marion Frick- Tabarelli, und Michael Amann vertreten. Das liechtensteinische Gesetz wird sich am schweizerischen System orientieren und soll den Opfern eine wirksame Hilfe bieten. Die Teilnahme an der Tagung ermöglicht es, die neuesten Erkenntnisse in die laufenden Arbeiten einzubeziehen. So können diejenigen Bereiche, die sich in der Schweiz als verbesserungsbedürftig erwiesen haben, von Beginn an berücksichtigt werden. Die Leiterin des Rechtsdienstes zieht abschliessend Bilanz: "Der Zeitpunkt der Tagung und der schweizerischen Gesetzesrevision ist für unser Projekt ideal. Wir sind mit vielen Fragen nach Bern gefahren und mit zahlreichen Antworten, Anregungen und wertvollen Kontakten zurückgekommen." Es werde derzeit intensiv an einer guten Vernehmlassungsvorlage gearbeitet und man plane, sie in den nächsten Monaten der Regierung zu unterbreiten.

Kontakt:
Marion Frick-Tabarelli
Tel.:  +423/236 60 16



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