Staatskanzlei Luzern

Kantonale Kulturförderung: Kultur auf der Landschaft und in der Stadt stärken

Luzern (ots) - Der Regierungsrat verfolgt drei grosse kulturpolitische Ziele: die Verbesserung der Produktionsbedingungen für Kulturschaffende, flächendeckend eine vielfältige Kulturlandschaft sowie punktuell ein international wettbewerbsfähiges Angebot. Um diese Ziele zu erreichen, will er u.a. regionale Kulturfonds auf der Landschaft initiieren, kantonale Auszeichnungen vergeben und mit der «Vision Theater Werk Luzern» die Theaterinfrastruktur in der Stadt Luzern weiterentwickeln. Der entsprechende Planungsbericht geht jetzt in die breite Vernehmlassung.

Der Luzerner Regierungsrat will die Kulturschaffenden, die Kulturlandschaft und die Spitzenkultur stärker fördern. Er setzt deshalb künftig vier Schwerpunkte in der Kulturförderung:

- die Weiterentwicklung der grossen Kulturinstitutionen,

- die Stärkung der freien Szene,

- den Austausch zwischen Kultur, Wirtschaft, Politik, Bildung und Tourismus

- die Zusammenarbeit der Partner (Kanton, Stadt, Gemeinden, Landschaft etc.).

In diesen vier Schwerpunktsbereichen hat der Regierungsrat zahlreiche Massnahmen erarbeitet.

Mehr Engagement auf der Landschaft

«Kultur gehört zum Leben», sagte Regierungsrat Reto Wyss bei der Vorstellung des Planungsberichts über die Kantonale Kulturförderung, «und zwar in urbanen Gebieten genauso wie auf der Landschaft.» Deshalb habe der jetzt vorgelegte Planungsbericht eine doppelte Zielsetzung: «Wir wollen die grossen Kulturanbieter, die sich vor allem in der Stadt befinden, stärken, genauso werden wir uns aber auf der Landschaft finanziell und ideell stärker engagieren. Denn der Luzerner Regierung ist es wichtig, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner des Kantons Luzern die Möglichkeit der Mitgestaltung von Kultur und Gesellschaft sowie den Zugang zu Kultur haben.

Kultur im Dialog mit der Wirtschaft

Regierungsrat Reto Wyss bezeichnete die Kultur als wichtigen Standortfaktor des Kantons Luzern - sowohl für die Lebensqualität wie auch für die Wirtschaft. Deshalb ist ihm der Dialog zwischen Kultur und Wirtschaft, wie auch gegenüber der Bildung und Wissenschaft ein grosses Anliegen.

«Wir beginnen nicht beim Punkt Null», sagte Nathalie Unternährer, seit Februar Leiterin der Kulturförderung im Bildungs- und Kulturdepartement. Angesichts des starken kulturellen Profils von Luzern verfüge der Kanton heute über eine breite Palette von Instrumenten zur Kulturförderung. Dennoch gibt es Handlungsbedarf. «Neben der Weiterentwicklung im Bereich der grossen Kulturinstitutionen setzen wir auf Fördermassnahmen bei der Freien Szene. Und bei der Kulturförderung ist der Kulturdialog und die künftige Aufgabenentwicklung zwischen Kanton - Stadt- Gemeinden zentral», betonte Unternährer.

Finanzielle Mehrbelastung vertretbar

Der Planungsbericht zeigt auch die finanzielle Entwicklung im Bereich Kulturförderung auf. In den letzten Jahren haben die Ausgaben der Kulturförderung des Kantons zugenommen. Dies in erster Linie nicht aufgrund eines Angebotsausbaus, sondern wegen der Umverteilung der Kulturlasten von den Gemeinden, insbesondere der Stadt und Agglomeration Luzern, auf den Kanton. In vielen Bereichen (z.B. Förderung auf Gesuch hin, Filmförderung, Werkbeiträge) hat hingegen kein nennenswerter Ausbau stattgefunden, der den gestiegenen Gesuchszahlen der letzten Jahre und den heutigen Bedürfnissen der Kulturschaffenden entsprechen würde.

Eine Weiterentwicklung gemäss den vorgeschlagenen Massnahmen benötigt daher finanzielle Ressourcen. Bis ins Jahr 2017 ist im Bereich des freien Kulturschaffens und der Kulturförderung auf der Landschaft mit einer Mehrbelastung von rund 1,3 Millionen Franken jährlich zu rechnen. Eine Neuverteilung der Kosten zwischen Kanton und Stadt Luzern bei den grossen Kulturinstitutionen führt zu Mehrausgaben von 1,1 Millionen Franken. Der Regierungsrat ist überzeugt, dass eine finanzielle Mehrbelastung des Kantons aufgrund der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und bildungspolitischen Bedeutung der Kultur und im Interesse einer zukunftsgerichteten Kulturpolitik vertretbar ist. Die kantonalen Beiträge von 10 Millionen Franken an die Investitionen des KKL Luzern in den nächsten 15 Jahren werden aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung ausserhalb des Kulturetats finanziert. Zusätzlich gewährt der Kanton ein rückzahlbares Darlehen von 9 Millionen Franken zur Sicherstellung der Liquidität für die Korrekturarbeiten am Dach des KKL Luzern.

Der Planungsbericht geht nun bis zum 12. Juli in eine breite schriftliche Vernehmlassung. Zudem werden drei grössere Rahmenveranstaltungen mit Kulturschaffenden durchgeführt. Anschliessend werden die Ergebnisse ausgewertet und verarbeitet, so dass der Bericht im Januar 2014 im Kantonsparlament beraten werden kann.

Theater Werk Luzern

Bereits vor zwei Wochen hatte der Zweckverband Neue Theaterinfrastruktur Luzern - in gemeinsamer Trägerschaft des Kantons, der Stadt sowie der grossen Kulturpartner - die Konsens-Vision "Theater Werk Luzern" vorgestellt. Diese Vision, die den Theaterstandort Luzern auf völlig neue Grundlagen stellen will, ist eine der Massnahmen im Planungsbericht über die Kantonale Kulturförderung.

Anhang:

Die Massnahmen im Überblick

Anhang:

http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/10869_20130429_KF-Mass.pdf

Strategiereferenz

Diese Botschaft dient der Umsetzung der folgenden Schwerpunkte in der Luzerner Kantonsstrategie:

Innovations- und Wissenstransfer

Perspektiven für die Landschaft

Solidarische Gesellschaft

Kontakt:

Regierungsrat Reto Wyss 
Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Luzern
Tel.: +41/41/228'52'03 (erreichbar Montag, 29. April 2013 von 14 bis
15 Uhr)
E-Mail: reto.wyss@lu.ch

Nathalie Unternährer
Leiterin Kulturförderung des Kantons Luzern
Tel.: +41/41/228'52'05 (erreichbar Montag, 29. April 2013 von 14 bis
15 Uhr)
E-Mail: nathalie.unternaehrer@lu.ch


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