Staatskanzlei Luzern

Beat Leu, Präsident "Verein Starke Region Sursee": Bewährtes mit Neuem verbinden

Luzern (ots) - Beat Leu ist Präsident des Vereins "Starke Region Sursee" und hat eine Vision: Sursee in 20 Jahren ist eine Stadt mit attraktiven Quartieren. Sie zählt rund 20 0000 Einwohnerinnen und Einwohner, und die sagen: "Es ist schön in dieser Gemeinde zu wohnen." Zu dieser Vision gehört ein vereinigtes Sursee, das eine gute Infrastruktur für Firmen anbietet, die attraktive Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Das Zentrum Sursee hat die verkehrstechnischen Herausforderungen gelöst; ist mit Bahn und öffentlichen Verkehrsmitteln optimal erschlossen. Dank Effizienzsteigerungen, Professionalisierung und Nutzung von Synergien konnten Mehreinnahmen erzeugt werden. Sie werden in grössere Kultur- und Sportvorhaben investiert. Kurz: Das vereinigte Sursee hat Optimales aus sich herausgeholt. Ängste abbauen Für dieses Fernziel setzt sich der Verein "Starke Region Sursee ein". Innerhalb eines Jahr ist die Mitgliederzahl von Null auf 120 Personen angewachsen. Mit dabei sind ganz verschiedene Leute aus allen Parteien, aus vielen Vereinen und aus der Wirtschaft. Im Moment geht es darum, Ängste abzubauen: "Wir wissen, dass die so genannt 'weichen' Faktoren in Fusionsprojekten oft unterschätzt werden", sagt Beat Leu. Dort möchte der Pilot und Familienvater ansetzen mit Veranstaltungen für die Bevölkerung, in denen Themen wie Identität, vermeintlicher Machtverlust, aber auch "gemeinsam weiterkommen", angegangen werden. "Wir möchten den Menschen hier sagen, dass das Erhalten von Bewährtem und Offenheit für Neues kein Widerspruch sein muss, sondern eine Chance darstellt." Zusammen mehr erreichen Der Verein spricht sich klar für das Zusammengehen von Sursee mit den Nachbargemeinden aus. Beat Leu verweist auf das starke Wachstum in den vergangenen Jahren: "Die Gemeinden sind historisch gewachsen, ihre Grenzen heute aber kaum noch wahrnehmbar. Nach wie vor scheidet jede Gemeinde eigene Industrie- und Wohnzonen aus. Das könnte in einem grösseren Raum sehr viel besser gemacht werden." Er nennt die Schulen, die Kultur, den Sportbereich und ist überzeugt, dass mit einer Einwohnerzahl von 20 000 Personen sehr viel Grösseres realisiert werden könnte: Ein Konzertsaal, z.B. Projekte für die Naherholung und sogar im Strandbad läge noch mehr drin. Unverbindliche Zusammenarbeit Der Vereinspräsident lobt die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden der vergangenen Jahre. Bei der Feuerwehr und beim Zivilschutz sei gute Arbeit geleistet worden. "Zusammenarbeit hat aber ein Problem: Sie bleibt stets sehr unverbindlich. Die Vertreter haben keine Entscheidungskompetenz, und so müssen enorme Energien aufgewendet werden, um gemeinsame Lösungen zu finden." Er spricht die Umfahrung der Region Sursee an, bei der Schenkon, Geuensee, Knutwil/St. Erhard und Mauensee mit von der Partie sein müssten. "Ein solches Projekt liesse sich im fusionierten Zustand um Jahre rascher lösen." Ein anderes Projekt wäre die Bahnhofüberbauung. Heute gibt es im Bahnhof Sursee 20 00 Bewegungen pro Tag. 9 500 Personen arbeiten in Sursee, die Stadt selber zählt 8 500 Einwohnerinnen und Einwohner: "Bei einer Einwohnerschaft von 20 000 Personen, sind grosszügigere Lösungen möglich." 6 oder 8 Gemeinden? Im Moment werden in der Region Sursee Analysen zur Fusion von 6 oder 8 Gemeinden erstellt. Beat Leu weiss, dass so grosse Vorhaben auf Anhieb schwer zu realisieren sind. Er freut zeigt er sich über die positiven Signale aus Schenkon bezüglich einer Fusion. Der Familienvater aus Sursee ist sich aber bewusst, dass die heutige Praxis der finanziellen Unterstützung von Fusionen durch den Kanton die Diskussion zusätzlich erschwert. Hier erwartet er neue Vorschläge vom Kanton, damit auch Fusionen mit grösseren Steuerfussunterschieden eine Chance erhalten: "Das Problem Schenkon ist nicht gelöst, nur aufgeschoben. In ein paar Jahren wird sich diese Frage erneut stellen." Start mit zwei oder drei Für den Moment schwebt ihm ein eher pragmatischer Weg mit Sursee und einer oder zwei Gemeinden vor, die ein Pilotprojekt starten. Die anderen Gemeinden sollen sukzessive überzeugt werden. Auch bei diesem Vorgehen erwartet er konstruktive Vorschläge vom Kanton. Denn der Steuerfussunterschied zwischen den übrigen Gemeinden und Sursee ist zum Teil so gering, dass der finanzielle Fusionsanreiz kaum vorhanden ist. Beat Leu und der Verein "Starke Region Sursee" wollen am Ball bleiben und die Vision eines starken vereinigten Sursee sukzessive in die Realität umsetzen: "Wir möchten, dass sich eine Mehrheit von Sursee und der Nachbargemeinden unserem Verein anschliesst. Damit würde eine Abstimmung quasi überflüssig." Bernadette Kurmann Hinweise an die Medien: Diesem Bericht voraus gingen Artikel mit den Fraktionspräsidenten Guido Graf, CVP und Albert Vital, FDP; Guido Müller, SVP; Felizitas Zopfi, SP und Nino Froelicher, Grüne;§ dem Vorsitzenden des Wirtschaftsforums, Bernard Kobler und dem Gemeindepräsidenten von Escholzmatt, Gody Studer. Weitere Texte mit Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Kultur erscheinen in loser Folge. Ein Foto von Beat Leu kann bezogen werden unter: afg@lu.ch ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Bernadette Kurmann Beauftragte Oeffentlichkeitsarbeit Amt für Gemeinden Bundesplatz 14 6003 Luzern Tel.: +41/41/228'51'48 E-Mail: bernadette.kurmann@lu.ch

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