Staatskanzlei Luzern

Aktion "Keine Gewalt an Kindern"

    Luzern (ots) - "Keine Gewalt an Kindern", Schauen Sie hin! und "Niemand hat das Recht, dir weh zu tun" mit diesen Botschaften treten die Fachstelle Kinderschutz und die Opferberatungsstelle des Kantons Luzern vom 15. Oktober 2007 an mittels VBL-Plakaten, Inseraten, aktivem Versand von Plakaten und mit Cards for free in die Öffentlichkeit.

    Das Thema Gewalt an und unter Kindern und Jugendlichen ist immer
wieder in den Schlagzeilen der Medien. Fachpersonen sind sich einig,
dass ein zunehmender Bedarf an präventiven Massnahmen gegen Gewalt
besteht.        

    Zielsetzung

    Die Präventionskampagne zielt darauf hin, das Thema Gewalt an und unter Kindern und Jugendlichen grundsätzlich zu enttabuisieren und breite Bevölkerungskreise auf diese Problematik hin zu sensibilisieren. Zielpublikum sind einerseits die Kinder und Jugendlichen mit der Botschaft, dass niemand das Recht hat sie physisch, psychisch und sexuell zu verletzen und, sollte dies trotzdem der Fall sein, sie sich Hilfe holen müssen und auch können. Andererseits richten sich die Plakate an die Bezugs- und Fachpersonen mit der Aufforderung, Gewalt an Kindern weder zu praktizieren, noch zu tolerieren, hin zu schauen und Verantwortung zu übernehmen.

    1997 hat die Schweiz die UN-Kinderrechtskonvention unterzeichnet und ratifiziert. Darin wird in Art. 19 Abs. 1 festgehalten, dass die Kinder ein Recht auf Schutz vor Misshandlungen haben.

    Der Alltag zeigt uns ein anderes Bild. Wer mit offenen Augen das Geschehen rund um sich beobachtet, kann bzw. muss feststellen, dass Gewalt zum Alltag vieler Kinder gehört - im Bus, im Einkaufszentrum, in der Schule. Ganz zu schweigen darüber, was sich innerhalb der vier Wände der Privatsphäre Familie ereignet. Auch wenn die Gewalthandlungen vermeintlich folgenlos zu sein scheinen, sie prägen die Kinder und Jugendlichen in ihrem Verhalten und hinterlassen psychische Verletzungen. Kinder lernen durch die erfahrene Gewalt und Demütigung, dass Gewalt als ein Konfliktlösungsmittel gilt und dass Stärkere ganz offensichtlich Schwächeren gegenüber Gewalt anwenden dürfen. Insofern hat jeder Übergriff verheerende Folgen. Kinder lernen Gewalt zu akzeptieren und selber auszuüben.

    Die Fachstelle Kinderschutz und die Opferberatungsstelle Kanton Luzern setzen sich ein für ein JA zur gewaltfreien Erziehung und ein klares NEIN an jegliche Art von Gewaltanwendung, denn Kinder haben ein Recht auf geistige und körperliche Unversehrtheit.

    Hinweis:      
    Bei der Fachstelle Kinderschutz kann eine Mediendokumentation
bestellt werden.

    Anhänge:     http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/5284_DSG_VBL-Plakate.pdf

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Katharina Steiger
Leiterin Fachstelle Kinderschutz Dienststelle Soziales und
Gesellschaft
Tel.:        +41/41/228'58'96
E-Mail:    Katharina.Steiger@lu.ch
Internet: www.kinderschutz.lu.ch

Jeannette Chrétien Merz
Leiterin Opferberatungsstelle Kanton Luzern erreichbar
ab 16. Oktober 2007
Tel.:        +41/41/227'40'60
E-Mail:    Jeannette.ChretienMerz@lu.ch
Internet: www.opferberatung-lu.ch



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