Bundesamt für Landwirtschaft

Workshop zur Verwendung von Abfalldüngern in der Landwirtschaft

    Bern (ots) - Welche Auswirkungen haben Abfalldünger auf Umwelt und Gesundheit? Soll die Landwirtschaft derartige Stoffe noch verwerten? Diese und andere Fragen werden die Bundesämter für Landwirtschaft (BLW), Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal), Gesundheit (BAG) und Veterinärwesen (Bvet) auf der Grundlage einer neuen Studie im Spätsommer diskutieren. Die interessierten Kreise werden eingeladen.

    Aufgrund verschiedener Fragen zum Thema Abfallverwertung in der Landwirtschaft hat das BLW im Dezember letzten Jahres der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau in Zürich Reckenholz (FAL) eine Studie Risikoanalyse Abfalldünger" in Auftrag gegeben. Ziel der Studie war abzuklären, ob die Landwirtschaft unter Abschätzungen aller vorhanden Risiken in Zukunft noch Abfalldünger verwerten soll und wenn ja, unter welchen Bedingungen.

    Abfalldünger wie Klärschlamm, Kompost und andere werden in der Landwirtschaft seit Jahrzehnten verwendet. Der Einsatz von Klärschlamm und anderen schont begrenzte Rohstoffe und schliesst natürliche Kreisläufe. Die Volkswirtschaft spart dadurch Entsorgungs- und die Landwirtschaft Düngerkosten in Millionenhöhe. Mit den Abfällen können aber auch Schadstoffe auf die Böden gelangen.

    Die Studie der FAL ist jetzt soweit abgeschlossen, dass die betroffenen Bundesämter fachlich Stellung nehmen können. Im Anschluss daran soll ausgelotet werden, ob und wo Handlungsbedarf besteht. Es zeigt sich aber bereits heute, dass der Entscheid, ob die Landwirtschaft auch in Zukunft Abfalldünger verwerten soll, nicht allein aufgrund der in der vorliegenden Studie gemachten naturwissenschaftlichen Abklärungen gefällt werden kann. Das BLW wird darum im Spätsommer 2001 eine Tagung organisieren, zu der alle interessierten Kreise zur aktiven Mitarbeit eingeladen werden. Das weitere Vorgehen wird nach der Tagung beschlossen.

ots Originaltext: BLW
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Kontakt:
Jürg Jordi, Sektion Information, Tel. +41 31 322 81 28

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