ikr: Hilfe für die notleidende Bevölkerung in Syrien und dessen Nachbarstaaten

   

Vaduz (ots/ikr) - Die Flüchtlingssituation in Syrien und dessen Nachbarstaaten hat sich in den vergangenen Monaten stark verschlechtert. So hat sich die Zahl syrischer Kriegsflüchtlinge gemäss Angaben der Vereinten Nationen innerhalb eines Vierteljahres mehr als verdreifacht. Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) geht davon aus, dass bis Ende Jahr rund 700'000 syrische Flüchtlinge im Ausland auf Nothilfe angewiesen sein werden.

Das Liechtensteinische Rote Kreuz hat einen Spendenaufruf für die notleidende Bevölkerung in Syrien und dessen Nachbarstaaten lanciert, mit welchem bislang rund 110'000 Franken gesammelt werden konnten. Dieses Spendenergebnis wird durch die staatliche Not- und Wiederaufbauhilfe nun um 50'000 Franken aufgestockt. Die Gelder werden dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) für dessen Hilfsprogramm in Syrien zu Gute kommen. Das IKRK versorgt in Syrien über eine Million Menschen mit Nahrung und andern lebensnotwendigen Gütern. Mehr als 1.1 Million Menschen erhalten Zugang zu sauberem Wasser. Bis Ende Jahr sollen rund 1.5 Millionen Menschen direkt oder indirekt vom Programm profitieren.

Die Regierung hat im Rahmen der Not- und Wiederaufbauhilfe im laufenden Jahr bereits ein Projekt der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) mit einem Beitrag von 250'000 Franken unterstützt, welches syrischen Flüchtlingskindern im Nachbarstaat Jordanien zu Gute kommt. Obwohl diesen Kindern freier Zugang zu jordanischen Schulen gewährt wird, müssen viele zurückgewiesen werden, da es an Platz oder Infrastruktur fehlt. Neben der Verbesserung der Infrastruktur von acht Schulen im Norden des Landes erhalten Schüler und Schülerinnen durch das Programm benötigtes Schulmaterial.

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