Fürstentum Liechtenstein

pafl: Gemeinsame "Zug-kunft" im Grenzraum

    Vaduz (ots) - Vaduz, 5. Mai (pafl) - Liechtenstein hat in den vergangenen 30 Jahren ein starkes Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum durchlaufen und verfügt heute über eine moderne Gesellschaft sowie eine erfolgreiche Wirtschaft. Für die Zukunft wird auch weiterhin ein deutliches Wachstum prognostiziert. Auf lange Sicht sind deshalb weit reichende Massnahmen erforderlich, welche insbesondere auch den Verkehrsbereich betreffen.

    Täglich pendeln über 32'000 Personen in und nach Liechtenstein zur Arbeit, davon fahren über 15'000 Zupendler aus der Schweiz, Österreich und dem deutschen Bodensee-Raum zu ihrem Arbeitsplatz in Liechtenstein. Die Liechtensteinische Regierung setzt dabei schwerpunktmässig auf die Förderung des öffentlichen Verkehrs. Mit der Errichtung einer regionalen S-Bahn im Rheintal soll im Grenzraum Schweiz, Liechtenstein, Vorarlberg ein Rückgrad für einen attraktiven öffentlichen Verkehr mit Bus und Bahn geschaffen werden.

    Im Rahmen einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung in Gamprin werden Landesrat Manfred Rein aus Vorarlberg, Andreas Bieniok aus St Gallen und Regierungsrat Martin Meyer über die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in der Region Liechtenstein, Schweiz und Österreich diskutieren. "Für uns ist es wichtig, dass der ganze Pendlerstrom nach Liechtenstein eine attraktive Alternative zum Auto geboten bekommt. Die künftige S-Bahn bildet einen Schwerpunkt unseres Verkehrskonzeptes 'Mobiles Liechtenstein 2015'", so Regierungsrat Martin Meyer.

    Mehr als verkehrspolitische Forderung und Pflichtübung

    Der Vorarlberger Landesrat Manfred Rein wird in seinen Ausführungen auf die Chancen im öffentlichen Verkehr eingehen. In der Vorarlberger Verkehrspolitik wurden vor mehr als zehn Jahren die Weichen gestellt, den öffentlichen Verkehr als Instrument zukunftsorientierter Verkehrsplanung zu nutzen. Die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs ist seitdem nicht mehr nur eine verbale verkehrspolitische Forderung und Pflichtübung. Sie wurde in den Grundsätzen und Zielen fest im Vorarlberger Verkehrskonzept verankert und wird sehr erfolgreich, inzwischen sogar mit internationaler Beachtung, in die Praxis umgesetzt.

    Entwicklungsperspektiven im öffentlichen Verkehr

    Verkehrsfachmann Andreas Bieniok wird als Leiter des Amtes für öffentlichen Verkehr des Kantons St Gallen über die "Entwicklungsperspektive ÖV 2013 in der Agglomeration Werdenberg" referieren. Der Kanton St. Gallen realisiert bis 2013 ein neues Angebot im öffentlichen Verkehr, das auch im Rheintal eine deutliche Verbesserung bringt. Hierfür haben die SBB, die Südostbahn (SOB) und Thurbo bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet. Grundsätzlich wird neu ein Halbstundentakt zwischen Sargans und St. Gallen, zwischen Sargans und Uznach, sowie ein Viertelstundentakt in der Agglomeration St. Gallen (Wil - St. Margrethen / Herisau - Wittenbach) angeboten. Die SBB investiert zu diesem Zweck einen Betrag zwischen 49 und 60 Millionen Franken; weitere rund 18 bis 20 Millionen kommen von der SOB.

    Marktplatz Öffentlicher Verkehr

    Neben den drei Referenten können sich die Besucher in Gamprin auch auf einen bunten Marktplatz zum Thema öffentlicher Verkehr freuen. Die ÖBB werden dabei unter anderem ihren neuen Hochgeschwindigkeitszug "Railjet" präsentieren. Zudem informieren die LBA, der Verkehrsverbund Vorarlberg, Landbus Oberes Rheintal und Stadtbus Feldkirch mit Infoständen und Bussen über das perfekte Angebot im grenzüberschreitenden Verkehr.

    Diskussionsveranstaltung "Gemeinsame Zug-kunft" 6. Mai 2008, 17.00 Uhr, Gemeindehaus Gamprin - Eintritt frei

Kontakt:
Ressort Verkehr und Kommunikation
Markus Amann, Mitarbeiter der Regierung
Tel.: +423 236 63 06



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