Bundesamt für Berufsbildung und Technologie

BBT: BBT: BBT: Der Lehrstellenmarkt bleibt weiterhin stabil

      Bern (ots) - Bern, 18. Oktober 2002, BBT: Das Bundesamt für
Berufsbildung und Technologie (BBT), rechnet auf Grund der jüngsten
Lehrstellenerhebung für das Jahr 2002 mit einer weiteren
Stabilisierung des Lehrstellenmarktes. Die Ergebnisse des
Lehrstellenbarometers 2002 zeigen bis Ende August 2002 auf, dass
bereits 70'000 Lehrstellen vergeben sind (August 2001: 68'500). Laut
Hochrechnung werden bis Ende Jahr insgesamt 72'500 Jugendliche einen
Lehrvertrag abschliessen. Das sind 2% mehr Lehrverträge, als 2001
(70'947). Das Angebot an Lehrstellen stieg nach dem letztjährigen
Rückgang mit 76'500 Lehrstellen wieder leicht an (2001:76'000, 2000:
79’500).

    Die leichte Erhöhung des Lehrstellenangebotes bedeutet jedoch nicht, dass Ende 2002 alle offenen Lehrstellen vergeben werden, denn bis zum 31. August 2002 waren 8% (6’500) der verfügbaren Lehrstellen noch nicht besetzt (2001: 10%). Die anbietenden Unternehmen erwarten laut Lehrstellenbarometer, knapp zwei Fünftel dieser offenen Stellen in diesem Herbst noch vergeben zu können. Damit würden Ende 2002 voraussichtlich 72'500 Lehrverträge abgeschlossen (2001: 70'947). Offene Stellen verzeichnet vor allem das Baugewerbe (21%) und das Gastgewerbe (11). Insgesamt kann von einer recht stabilen Lage auf dem Lehrstellenmarkt gesprochen werden. Auch wenn die Unternehmen damit rechnen, einen Teil der offenen Stellen noch besetzen zu können, dürfte die Anzahl der bis zum Jahresende abgeschlossenen Lehrverträge auch in diesem Jahr nicht allzu sehr ansteigen und um die Zahl 71'000 einpendeln.

    Im Vergleich zu den Vorjahren ging die Nachfrage nach einer Lehrstelle bei den Jugendlichen leicht zurück. Lediglich 48% der vor der Berufswahl stehenden Jugendlichen im Alter von 14 bis 20 Jahren haben bis am Stichtag der Erhebung (31. August 2002) einen Lehrvertrag abgeschlossen und in diesem Herbst eine Berufslehre begonnen (2001: 50%, 2000: 53%). Die meisten der vor der Berufswahl stehenden befragten Jugendliche, haben jedoch eine zumindest vorübergehende Lösung gefunden: Während 48% eine Lehre beginnen (55 % aller männlichen Jugendlichen, 40% aller weiblichen Jugendlichen), bleiben 26% im Schulsystem (Maturitätsschule, 10. Schuljahr, andere weiterführende Schulen). Weitere 20% absolvieren Zwischenlösungen wie Sprachaufenthalt, Praktikum, Sozialjahr oder treten direkt ins Arbeitsleben ein (F 25%, M: 14%), 1% macht eine Anlehre und 5 % haben noch keine Lösung gefunden. Auf die gesamte Stichprobe der befragten Jugendlichen bezogen, streben knapp 16% - das sind hochgerechnet knapp 19'500 Jugendliche - an im Jahr 2003 wieder auf den Lehrstellenmarkt zurückzukehren. Damit wird sich die Warteschlange bei den Lehrstellensuchenden für das Jahr 2003 erstmals seit 1998 wieder vergrössern.

    Bezogen auf ihr Berufsweg-Interesse verfügen 77% aller an einer Berufslehre interessierten Jugendlichen dieses Jahr über einen Ausbildungsplatz. Dieser Anteil ist seit 1999 recht stabil geblieben (1999: 79%, 2000: 78%, 2001: 79%). Aufgeteilt nach Geschlecht stehen hier die jungen Männer mit 79% vor den jungen Frauen mit 75 %. Im Nationalitätenvergleich fällt auf, dass 80% der SchweizerInnen (2001: 82%, 2000: 82 %) über eine Lehrstelle verfügen, während es bei den interessierten AusländerInnen nur 64 % sind (2001: 68 %, 2000: 58%).

    Im regionalen Vergleich ist eine Vergrösserung des Stadt-Land- Unterschiedes erkennbar. Der Anteil der an einer Lehrstelle interessierten Jugendlichen mit Lehrstelle stieg auf dem Land von 80% (2001) auf 82% (2002), während er in der Stadt von 78% (2001) auf 74% (2002) sank.

Auskünfte: Dr. Ursula Renold, stv. Direktorin BBT, Tel. 031 323 76 12, mail: ursula.renold@bbt.admin.ch Helen Stotzer, Kommunikation BBT, Tel. 031 322 83 63, mail: helen.stotzer@bbt.admin.ch Internet: www.bbt.admin.ch/berufsbi/projekte/d/ (Lehrstellenbarometer)



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