Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero - TCS

Unfallentwicklung 2006: Positiver Trend hält an Rund 9 Prozent weniger Unfalltote auf Schweizer Strassen

      Bern (ots) - Gemäss TCS-Erhebungen sank die Zahl der im
Strassenverkehr tödlich Verunfallten im Jahr 2006 auf rund 370, was
im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von zirka 9 Prozent
entspricht. Hält dieser Trend weiter an, kann die von Via Sicura
geforderte Absenkung auf 300 Unfalltote ohne Einführung drastischer
Massnahmen erreicht werden.

    Der Rückgang der Unfallopfer von 409 im Jahr 2005 auf 370 im Jahr 2006 bestätigt einen europäischen Trend. So betrug der Rückgang in Frankreich rund 12, in Spanien 9,5 und in Deutschland über 6 Prozent.

    Nach Auffassung des TCS ist die Verbesserung der Verkehrssicherheit auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter:

    - Sicherheitsbewusstsein: Bei den Verkehrsteilnehmern ist eindeutig ein höheres Sicherheitsbewusstsein festzustellen. Nationale Kampagnen (Schulanfang, Gurtenkampagne, 0,5 Promille am Steuer) haben ihre positive Wirkung nicht verfehlt.

    - Fahrzeugsicherheit: Auf diesem Gebiet sind grosse Fortschritte erzielt worden. So verfügen heutzutage auch Kleinwagen serienmässig über elektronische Sicherheitssysteme wie ESP und ABS. Ausserdem sind auf den Schweizer Strassen immer weniger Fahrzeuge ohne Airbag anzutreffen.

    - Strasseninfrastruktur: Für den TCS trägt die Beseitigung von Unfallschwerpunkten zur Hebung der Verkehrssicherheit bei. Im letztjährigen TCS-EuroRAP-Strassentest wurden 76 der risikoreichsten Strassenabschnitte von nationaler Bedeutung untersucht. Der Test zeigte, dass noch grosser Handlungsbedarf bezüglich der Verbesserung der Schutzwirkung am Strassenrand besteht. Konkret kann dies u.a. durch die Installation von Leitplanken und die Abtrennung von Bahnlinien, Wasserläufen und Felswänden erreicht werden.

    Die erfreuliche Entwicklung des Unfallgeschehens lässt sich nicht mit Einzelmassnahmen allein begründen. So sind in einigen Kantonen trotz Einführung der 0,5 Promille-Grenze die alkoholbedingten Unfälle wieder angestiegen.

    Im Übrigen muss man bis in das Jahr 1929 zurückgehen, um eine ähnlich tiefe Zahl von 370 Unfalltoten zu finden. Damals zirkulierten allerdings rund 25 Fahrzeuge pro 1000 Einwohner auf den Schweizer Strassen, währenddessen heute rund 520 Fahrzeuge auf 1000 Einwohner kommen.

Medienkontakt: Stephan Müller, Mediensprecher TCS, Telefon: 031 380 11 44

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