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Vatertag: Ein Konsumpsychologe erklärt, warum Geschenke für Männer so schwierig sind

Vatertag: Ein Konsumpsychologe erklärt, warum Geschenke für Männer so schwierig sind
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Zürich (ots)

Der Vatertag ist für viele Menschen der ideale Anlass, Väter und Vaterfiguren mit einem persönlichen Geschenk zu überraschen. In der Praxis erweist es sich jedoch als deutlich schwieriger, ein Geschenk für Männer auszuwählen, als eines für Frauen. YourSurprise hat dies untersucht, gemeinsam mit dem Konsumpsychologen Tom van Bommel. Seiner Meinung nach liegt das nicht an einem Mangel an Kreativität bei den Verbrauchern, sondern an der Art und Weise, wie Geschenkkategorien kulturell geprägt sind.

Kulturell gesehen weniger "geschenktaugliche" Kategorien

Van Bommel weist darauf hin, dass es für Frauen mehr Kategorien gibt, die automatisch als geeignet für Geschenke angesehen werden. "Denke zum Beispiel an Schmuck, Pflegeprodukte, Blumen, Duftkerzen, Accessoires, Wellness und Einrichtungsgegenstände."

Für Männer sei das Angebot seiner Meinung nach hingegen deutlich begrenzter. "Dort dreht sich oft alles nur um Bier, Grillen, Gadgets, Socken, Whiskygläser, Werkzeug oder Sport. Dadurch wirkt die Auswahl begrenzter", so Van Bommel.

Auch YourSurprise erkennt dieses Muster im Kundenverhalten. "Wir stellen eindeutig fest, dass Kunden bei Präsenten für Männer häufiger auf eine kleinere und überschaubarere Auswahl an Produkten zurückgreifen. Beliebte Optionen sind beispielsweise personalisierte Schlüsselanhänger, Schokolade, Mauspads und Bücher", sagt Gerbrand Verton, Mitbegründer von YourSurprise.

Laut Van Bommel liegt das größtenteils an dem Image, das diese Produktkategorien im Laufe der Jahre aufgebaut haben. "Wenn Parfümwerbung, Modekampagnen und Pflegemarken jahrelang vor allem Frauen zeigen oder ansprechen, wird eine solche Kategorie in der öffentlichen Wahrnehmung weiblicher", erklärt er. "Obwohl das Angebot für Männer dort wächst, macht es oft immer noch nur einen kleinen Teil des Gesamtsortiments aus."

Technische Hobbys machen Geschenke schwer erkennbar

Darüber hinaus spielt laut Van Bommel auch die Art der Hobbys eine wichtige Rolle. Männer haben in der Regel Interessen, die technischer oder körperlicher Natur sind. "Man denke an Radsport, Gaming, Audio, Kaffee, Fitness, Fotografie, Uhren oder Grillen. Das sind Hobbys, bei denen die Fans oft genau wissen, welche Produkte gut und welche schlecht sind", sagt er.

Gerade deshalb wird es für den Schenkenden schwieriger, die richtige Wahl zu treffen. "Diese Kategorien setzen stark auf das Fachwissen des Nutzers und sind daher für jemanden, der ein Präsent kauft, kaum zu durchschauen", so Van Bommel. "Wer selbst wenig Ahnung von einem solchen Hobby hat, hat schneller Angst, die falsche Wahl zu treffen."

Seiner Meinung nach spielt dieses Gefühl bei Geschenkideen, die dekorativ, sinnlich oder symbolisch sind, wie etwa Blumen oder Schmuck, eine kleinere Rolle. "Hier gibt es weniger ein eindeutiges 'gutes' oder 'schlechtes' Produkt, wodurch der Schenkende automatisch mehr Möglichkeiten hat", erklärt er.

Zudem sind viele technische oder sportliche Artikel relativ teuer, wodurch Verbraucher innerhalb eines bestimmten Budgets weniger Spielraum zum Experimentieren haben. "Dadurch kann jeder schneller danebenliegen, was das Gefühl verstärkt, dass es schwieriger ist, ein Geschenk für einen Mann auszuwählen", schließt Van Bommel.

Pressekontakt:

https://www.yoursurprise.com/