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Verzerrte Risikowahrnehmung: Mehrheit der Schweizer Bevölkerung beurteilt Nikotinalternativen als ebenso gefährlich wie Rauchen

Verzerrte Risikowahrnehmung: Mehrheit der Schweizer Bevölkerung beurteilt Nikotinalternativen als ebenso gefährlich wie Rauchen
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Bern/Stockholm (ots)

  • Nikotinbeutel und E-Zigaretten werden mehrheitlich als gleich riskant oder riskanter als Zigaretten eingestuft
  • Mehr als jeder Zweite schreibt Nikotin eine krebsauslösende Wirkung zu
  • Rauchen gewinnt bei Erwachsenen wieder an Akzeptanz

Die Schweizerinnen und Schweizer verfügen über ein hohes Bewusstsein für die Gesundheitsrisiken des Rauchens. Wenn es jedoch um die Beurteilung alternativer Nikotinprodukte geht, offenbaren sich erhebliche Wissenslücken. Das ist das Ergebnis des „Nicotine Product Harm Perception Reports 2026“, einer repräsentativen Umfrage unter 1.500 Erwachsenen in der Schweiz und jeweils 2.000 in Deutschland, den USA und Großbritannien. Die Befragung wurde von Censuswide 2026 im Auftrag von SnusMarkt durchgeführt.

Die Ergebnisse des Reports zeigen einen deutlichen Widerspruch zwischen wahrgenommenem und faktischem Wissensstand: Zwar ordnen rund 89 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer Zigaretten korrekt als gesundheitsschädlich ein, doch bei der Einschätzung von Tabakalternativen wie E-Zigaretten oder Nikotinbeuteln offenbaren sich Wissenslücken.

Dies wird besonders beim Vergleich der Risiken sichtbar: 72,9 Prozent der Befragten aus der Schweiz bewerten E-Zigaretten als gleich gefährlich oder gefährlicher im Vergleich zu konventionellen Zigaretten – ein Ergebnis, das dem US-amerikanischen (73%) und deutschen (74,7%) Niveau entspricht, aber signifikant über dem britischen Wert liegt (59%). Nikotinbeutel werden von 67,5 Prozent der Schweizer ähnlich kritisch gesehen – deutlich mehr als in den USA (60,6%) und Großbritannien (45%). In Deutschland sind es 69,4 Prozent.

Zudem sind 52,6 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass Nikotin selbst Krebs verursacht – ein Wert, der zumindest unter den Zahlen aus Deutschland (73,5%), den USA (64,9%) und Großbritannien (60%) bleibt.

Nach heutigem wissenschaftlichem Stand ist genau diese Annahme aber falsch“, kommentiert Markus Lindblad von SnusMarkt. „Nicht das Nikotin verursacht Krebs, sondern der beim Verbrennen von Tabak entstehende Rauch mit seinen vielen tausend Chemikalien, darunter zahlreiche krebserregende Stoffe.“

Rauchfreie Alternativen wie E-Zigaretten oder Nikotinbeutel sind zwar keineswegs risikofrei, werden aber von Gesundheitsbehörden und wissenschaftlichen Einrichtungen als weniger gesundheitsschädlich eingestuft als herkömmliche Zigaretten, da bei ihnen kein Verbrennungsvorgang stattfindet und somit ein Großteil der besonders gefährlichen Inhaltsstoffe entfällt.

Wenn das gefühlte Wissen täuscht

Bemerkenswert ist die Kluft zwischen dem eigenen Informationsgefühl und dem tatsächlichen Kenntnisstand: 81,2 Prozent der Befragten schätzen ihr Wissen über Nikotinprodukte als gut oder zumindest ausreichend ein. Dennoch geben sie auf wesentliche Sachfragen häufig inkorrekte Antworten.

Fast die Hälfte (49,2%) ist beispielsweise überzeugt, dass beim Vaping mehr chemische Stoffe freigesetzt werden als beim Rauchen. Etwas mehr als die Hälfte (50,5%) geht davon aus, dass Nikotinbeutel oder Snus Mundkrebs auslösen. Selbst medizinisch anerkannte Nikotinersatztherapien werden vielfach fehlinterpretiert: Ein beachtlicher Anteil stuft Nikotinkaugummis oder -pflaster als ebenso riskant oder riskanter ein als Zigaretten.

Die Schweiz besitzt ein fundiertes Verständnis über die Gefahren des Rauchens – doch bei den Nikotinalternativen bestehen deutliche Informationsdefizite“, so Lindblad. „Das wirkt kontraproduktiv, denn ohne realistische Risikoeinschätzung fehlt der Anreiz zum Umstieg. Das ist eine zentrale Gefahr für die öffentliche Gesundheit."

Wachsende Akzeptanz: Rauchen wird wieder salonfähig

Die Umfrage macht auch deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen sichtbar. Insbesondere Erwachsene im Alter von 35 bis 44 Jahren zeigen ausgeprägte Fehleinschätzungen. Parallel dazu empfinden sie Rauchen häufiger als gesellschaftlich toleriert. So stimmt mehr als die Hälfte der Schweizer (52,3%) der Aussage zu, dass Rauchen wieder „in Mode" sei – ein Wert, der weit über denen aus den USA (16,6%), Großbritannien (22%) und Deutschland (26,4%) liegt.

In den Altersgruppen zwischen 25 und 44 Jahren fällt die Zustimmung noch höher aus: Hier liegen die Schweizer Werte bei 57,2 beziehungsweise 60,2 Prozent. In Deutschland zeigen sich ähnliche Entwicklungen, wenn auch deutlich weniger ausgeprägt – hier sind es nur 36,8 und 27,5 Prozent in den entsprechenden Altersgruppen.

Lindblad: „Hier überlagern sich zwei besorgniserregende Trends: Rauchen erlebt eine Renaissance in der öffentlichen Wahrnehmung, während gleichzeitig das Risikobewusstsein für alternativer Produkte verzerrt ist."

Woher stammt das Wissen über Nikotinprodukte

Als zentrale Informationsquellen nennen die Befragten in der Schweiz vor allem Freunde und Familie (28,6%) sowie öffentliche Gesundheitsbehörden und -institutionen (28%), gefolgt von medizinischen Websites und Nachrichtenmedien (jeweils 25,9%). In Deutschland, den USA und Großbritannien werden dagegen Nachrichtenmedien als primäre Quelle angegeben. Trotz dieser Vielfalt an Informationskanälen mangelt es in allen untersuchten Märkten an einem differenzierten Verständnis relativer Risiken. Dies legt nahe, dass nicht die Informationsmenge, sondern vielmehr die Aufklärungsqualität und kontextuelle Einordnung den Unterschied machen.

Fazit: Risiken müssen besser vermittelt werden

Die Studienergebnisse zeichnen ein eindeutiges Bild: In der Schweiz herrscht ein hohes Bewusstsein für die Gefahren des Rauchens – allerdings fehlt es an Klarheit über die Unterschiede zwischen den verschiedenen Nikotinprodukten. Für eine wirksame Gesundheitskommunikation bedeutet dies: Es braucht nicht nur Aufklärung über die Risiken des Rauchens, sondern vor allem ein fundiertes Verständnis der relativen Risiken verschiedener Produkte. Nur auf dieser Basis können Menschen informierte Entscheidungen über das Rauchen und dessen Alternativen treffen.

Methodik

Die Ergebnisse des „Nicotine Product Harm Percepion Report 2026“ basieren auf einer quantitativen Online-Befragung von 1.500 Personen ab 18 Jahren in der Schweiz sowie jeweils 2.000 Personen in Deutschland, den USA und Großbritannien. Die Studie wurde im März 2026 von Censuswide im Auftrag von SnusMarkt durchgeführt und ist bevölkerungsrepräsentativ nach Alter, Geschlecht und Region.

Über SnusMarkt.ch

SnusMarkt.ch ist Teil der Haypp Group. Die Haypp Group ist Vorreiter beim globalen Übergang vom Rauchen zu risikoärmeren Produktalternativen. Mit ihren Ursprüngen in Skandinavien und ihrer umfassenden Erfahrung aus wegweisenden Märkten für rauchfreie Alternativen nutzt Haypp sein regulatorisches Fachwissen und seine Führungsposition im E-Commerce, um über 1,1 Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher einen überzeugenden Mehrwert zu bieten. Mit elf verschiedenen E-Commerce-Marken ist die Gruppe in sechs Ländern in Europa und den USA vertreten.

Pressekontakt:

Lisa Hottes
Head of PR & External Affairs DACH
Tel.: +49 151 41253176
E-Mail: lisa.hottes@hayppgroup.com