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Corona-Studie: Grosse Sorgen in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich - Folgen und Krisenpolitik werden in jedem Land unterschiedlich bewertet

Corona-Studie: Grosse Sorgen in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich - Folgen und Krisenpolitik werden in jedem Land unterschiedlich bewertet
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St. Gallen (ots)

SINUS-Studie zur COVID 19-Pandemie in der deutschsprachigen Schweiz, Deutschland und Österreich.

Die Corona-Krise stellt die ganze Welt vor große Herausforderungen. Schweizer, Deutsche und Österreicher sind gleicher Meinung: Die Gefahr durch Corona ist sehr groß. Doch welche positiven und negativen Folgen erwartet man aufgrund der Corona-Krise? Und wie wird die Arbeit der jeweiligen Regierungen bewertet? Das beantwortet eine repräsentative Online-Umfrage des SINUS-Instituts unter Beteiligung seines Schweizer Partners Künzler-Bachmann Directmarketing.

Die detaillierte Studienpräsentation steht in den nächsten Tagen zum hier zum Download bereit: https://kbdirect.ch/dach-studie-zu-corona-und-den-sinus-milieus/

Selten zuvor war man sich so einig: Über 90% der Deutschen, Österreicher und der deutsch-sprachigen Schweizer sind der Meinung, man müsse die Bedrohung durch das Corona-Virus ernst nehmen. Etwa 60% der Befragten in jedem der drei Länder sagen sogar, dass man die Bedrohung sehr ernst nehmen müsse. Weiters zeigt sich ein Alterseffekt in allen Ländern: Je älter die Befragten, desto ernster wird die Bedrohung genommen. Das ist das Ergebnis von repräsentativen Online-Umfragen des SINUS-Instituts in Zusammenarbeit mit seinen Partnern INTEGRAL und KünzlerBachmann Directmarketing.

Grosse soziale Unterschiede in Gefahrenwahrnehmung in der Schweiz: Nicht alle Schweizer nehmen die Corona-Krise gleich ernst, zeigen die Ergebnisse im Gesellschaftsmodell der Sinus-Milieus®. Eine besonders starke Bedrohung erkennt das Milieu der Arrivierten, so nehmen 71% dieser Gruppe die Gefahr durch das Corona-Virus sehr ernst. "Die souveräne gesellschaftliche Elite erkennt sehr deutlich die Auswirkung der Corona-Krise auf die gesamte Gesellschaft und ist über soziale Auswirkungen besorgt", erläutert Roger Muffler, Head of Group Data & Marketing bei KünzlerBachmann. Mit einem Top-Wert von 45% am wenigsten ernst nimmt das Milieu der Digitalen Kosmopoliten die Corona-Gefahr. "Die weltoffene, digital geprägte Avantgarde hat eine optimistische Grundhaltung. Die Gefahr durch Corona wird zwar erkannt, aber weniger bedrohlich wahrgenommen", erklärt Muffler. Das zweite bedeutende Zukunftsmilieu der Adaptiv-Pragmatischen, also die Mitte der Zukunft, liegen im Schweizer Durchschnitt. Positive Auswirkungen auf die Organisation des Berufslebens erwartet, aber negative Folgen für das Reiseverhalten - deutliche Länderunterschiede in der Schweiz, Deutschland und Österreich Die Corona-Krise wird zweifellos Spuren in der Gesellschaft hinterlassen, es werden positive wie negative Auswirkungen erwartet. Mit den stärksten positiven Folgen rechnet man in der Organisation des Berufslebens, wie etwa der Möglichkeit zu Home-Office. 85% der Österreicher, 81% der Deutschschweizer und 66% der Deutschen erwarten in diesem Bereich positive Auswirkungen. Auch auf das Gesundheitsbewusstsein erwartet man einen positiven Einfluss, am stärksten in Österreich (77%), gefolgt von der Schweiz (69%) und Deutschland (64%). Hingegen vermutet man die deutlichsten negativen Auswirkungen im Reiseverhalten, insbesondere in Deutschland und in Österreich (je 53%); in der Schweiz erwarten dies nur 44%. Österreicher bewerten die Krisenarbeit der Regierung am besten, gefolgt von den Schweizern - Deutsche am kritischsten

Um die umfassenden Auswirkungen abzufedern und die Corona-Krise zu bewältigen, hat die Politik in den vergangenen Wochen weitreichende Maßnahmen getroffen. In Österreich und der Schweiz ist man deutlich zufriedener mit der Krisenpolitik als in Deutschland: So bewerten 81% der Österreicher die aktuellen Maßnahmen ihrer Regierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz als sehr oder eher gut. Die Schweizer stellen ihrer Regierung ebenfalls ein gutes Zeugnis aus: 70% bewerten die bisherige Krisenarbeit des Bundesrates sehr oder eher gut. In Deutsch-land beurteilt zwar immer noch die Mehrheit die bisherige Arbeit der Regierung im Zusammenhang mit der Corona-Krise sehr oder eher positiv (52%), dennoch äussern sich die Deutschen im Ländervergleich am zurückhaltendsten.

Krisenpolitik wird nicht von allen sozialen Milieus gleichermaßen unterstützt Doch nicht alle Schweizer sind gleichermaßen zufrieden mit der Krisenpolitik, zeigen erneut die Ergebnisse im Gesellschaftsmodell der Sinus-Milieus®. Besonders positiv - nämlich mit 83% Zustimmung - bewertet das Milieu der Gehoben-Bürgerlichen die Regierungsarbeit. "Diese statusbewusste Mitte mit traditionell-bürgerlichem Lebensstil hat eine hohe Akzeptanz für Verordnungen, die dem Gemeinwohl dienen, auch wenn dies aktuell starke Einschränkungen mit sich führt", erläutert Manfred Tautscher, Geschäftsführer des SINUS-Instituts. Deutlich weniger positiv, also mit 57% Zustimmung, fällt die Bewertung im Milieu der Eskapisten aus. "Die junge, spass- und freizeitorientierte untere Mitte fühlt sich durch die Massnahmen verhältnismässig stark eingeschränkt", erklärt Tautscher. Vertrauen in Gesundheitswesen, Regierung und Armee stark gewachsen Grosser Vertrauensgewinner der Corona-Krise ist das Gesundheitswesen, denn für 61% der Deutschschweizer genießen Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal mehr Vertrauen als vor der Krise. An zweiter Stelle liegt das Bundesamt für Gesundheit (59%). Etwas dahinter folgt der Bundesrat (51%) und die Schweizer Armee (48%).

Der Blick zu den Nachbarn verrät: In jedem Land haben andere Akteure federführend in der Krise agiert. "Unsere Daten zeigen eindeutig: Nur wer in einer Krise präsent handelt und Verantwortung übernimmt, der gewinnt das Vertrauen der Menschen", erklärt Manfred Tautscher, Geschäftsführer des SINUS-Instituts. So gewinnen in Deutschland besonders Gesundheits- (44%) und Sozialwesen (40%), Polizei (37%) und Regierungen (33% Bundesregierung, 32% Landesregierungen) an Vertrauen, in Österreich sind es hingegen Regierung (64%), Ge-sundheitswesen (62%) und humanitäre Organisationen (60%). Methodische Hinweise

In der deutschsprachigen Schweiz wurde eine standardisierte Onlinebefragung in der Zeit vom 27.03.-01.04.2020 im Online-Access-Panel der respondi AG durchgeführt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Deutschschweizer Bevölkerung zwischen 18 und 69 Jahren. In Deutschland wurde eine standardisierte Onlinebefragung in der Zeit vom 27.03.-30.03.2020 im Online-Access-Panel der respondi AG mit n=1.014 Sinus-Milieu-verorteten Männern und Frauen im Alter von 18-69 Jahren durchgeführt. In Österreich wurde eine standardisierte Onlinebefragung in der Zeit vom 27.03.-30.03.2020 im Online-Access-Panel der INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung durchgeführt. Die Er-gebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung zwischen 18 und 69 Jahren.

Über das SINUS-Institut

Die SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH mit Standorten in Heidelberg und Berlin, ist seit über 40 Jahren Spezialist für psychologische und sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung. Das Institut entwickelt Strategien für Unternehmen und Institutionen, die den soziokulturellen Wandel als Erfolgsfaktor nutzen.

Ein zentrales Tool dafür sind die Sinus-Milieus® - ein Gesellschafts- und Zielgruppenmodell, das Menschen nach ihren Lebenswelten in "Gruppen Gleichgesinnter" zusammenfasst. Die Sinus-Milieus® zählen seit Jahrzehnten zu den bekanntesten und einflussreichsten Segmentationsansätzen und sind mittlerweile für über 40 Länder verfügbar.

SINUS kooperiert eng mit dem Schwesterunternehmen INTEGRAL Marktforschung in Wien, Österreich.

Weitere Informationen über SINUS unter www.sinus-institut.de und auf Facebook.

Über KünzlerBachmann Directmarketing

Der Name KünzlerBachmann Directmarketing steht seit über 40 Jahren für Kompetenz im Dialogmarketing. Heute zählt das zur KünzlerBachmann Gruppe gehörende Unternehmen mit Standorten in St. Gallen und Winterthur zur Schweizer Daten-Avantgarde. Es bietet sei-nen Kunden eine umfassende Produkt- und Dienstleistungspalette rund um das Dialogmar-keting - von der Selektion der richtigen Zielgruppe über die Mailingproduktion bis zur Ent-wicklung von eigenen CRM-Systemen.

Seit über 15 Jahren verbindet KünzlerBachmann Directmarketing und das Sinus-Institut eine enge Partnerschaft und das Bestreben, Zielgruppen greifbar zu machen und sie mit Leben zu füllen. Die Sinus Geo Milieus® verknüpfen das bewährte Zielgruppenmodell der Sinus-Milieus® mit der Mikrogeografie und machen so die Milieus nutzbar für das Dialogmarketing. KünzlerBachmann Directmarketing vertreibt die Sinus Geo Milieus® exklusiv für die Schweiz.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kbdirect.ch.

Kontakt:

KünzlerBachmann Directmarketing
Roger Muffler
Telefon +41 71 314 04 04
r.muffler@kbdirect.ch

Sinus Markt- und Sozialforschung GmbH
Susanne Ernst
Telefon +49 6221 8089 0

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