Tous Actualités
Suivre
Abonner Travail.Suisse

Travail.Suisse

Lieber keine Revision des Bürgerrechtsgesetzes als die Version des Nationalrats!

Bern (ots)

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, bedauert die Verschärfungen, die der Nationalrat im Rahmen der Revision des Bürgerrechtsgesetzes vorgenommen hat. Diese widersprechen dem gesunden Menschenverstand und behindern die Integration. Falls die Version des Ständerats nicht in allen strittigen Punkten obsiegt, ist es ratsamer, ganz auf diese Gesetzesrevision zu verzichten.

Travail.Suisse hätte erwartet, dass im Gegenzug zur Neuerung, nur Personen mit C-Bewilligung zum Einbürgerungsverfahren zuzulassen, die restlichen Einbürgerungsbedingungen gelockert werden, d.h. die erforderliche Aufenthaltsdauer, die Vereinheitlichung der kantonalen Fristen und die Integrationskriterien. Die Version des Nationalrats übernimmt nun aber nicht nur die Anforderung einer C-Bewilligung, sondern sieht gleichzeitig eine Verschärfung aller übrigen Voraussetzungen vor. Dadurch ist die Revision unannehmbar geworden.

Die Schweiz sieht sich zunehmend mit einem Arbeitskräftemangel und den Auswirkungen einer alternden Bevölkerung konfrontiert. Deshalb ist es sowohl für die Gesellschaft als auch für die Wirtschaft absolut kontraproduktiv, die Einbürgerungsbedingungen in diesem Ausmass zu verschärfen.

Die Version des Ständerats für das Bürgerrechtsgesetz ist gerade noch akzeptabel, da sie ein gewisses Gleichgewicht wahrt. Weil es jedoch unwahrscheinlich ist, dass der Nationalrat bei den wichtigsten Differenzen zum Ständerat auf seine Entscheidungen zurückkommen wird, sollte der Ständerat konsequent an seinen Positionen festhalten. Denn im Endeffekt ist ein Scheitern der Revision einem revidierten Bürgerrechtsgesetz, das auf der Linie des Nationalrats liegt, vorzuziehen. Andernfalls wäre der Erwerb des Schweizer Bürgerrechts viel zu restriktiv geregelt, zudem würden die Benachteiligungen von Bewerberinnen und Bewerbern je nach Aufenthaltsstatus und Nationalität weiter verstärkt.

Kontakt:

Denis Torche, Leiter Migrationspolitik, Tel. 031 370 21 11 oder 079
846 35 19

Plus de actualités: Travail.Suisse
Plus de actualités: Travail.Suisse
  • 04.06.2014 – 17:51

    Finanzielle Entlastung für Familien am richtigen Ort

    Bern (ots) - Heute hat der Nationalrat einem Postulat der Wirtschaftskommission des Nationalrates und dessen Sprecher, Jacques-André Maire, Vize-Präsident von Travail.Suisse, zugestimmt. Der Bundesrat wird darin beauftragt, verschiedene Massnahmen zur finanziellen Entlastung von Familien hinsichtlich Kosten, Nutzen und Zahl der Betroffenen zu vergleichen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ...

  • 03.06.2014 – 11:43

    Nationalrat muss endlich gegen überhöhte Risikoprämien bei Versicherern vorgehen

    Bern (ots) - Morgen, 4. Juni, steht der Nationalrat in der Pflicht, ein klares Zeichen gegen überhöhte Erträge der Lebensversicherer zu setzen. Die Lebensversicherer kassieren seit Jahren auf dem Buckel der Versicherten doppelt so viel an Risikoprämien ein, wie benötigt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert den Nationalrat auf, ...