Tous Actualités
Suivre
Abonner CARE Deutschland e.V.

CARE Deutschland e.V.

CARE: Ehrliches Scheitern der Kopenhagener Konferenz besser als fauler Kompromiss - Statement von CARE-Vorstandsvorsitzendem Heribert Scharrenbroich

Bonn (ots)

Ehrliches Scheitern der Kopenhagener Konferenz besser
als fauler Kompromiss
Der Vorsitzende von CARE Deutschlan-Luxemburg e.V., Staatssekretär 
a.D. Heribert Scharrenbroich, zum Konferenzabschluss von Kopenhagen:
"Die von der Klimakatastrophe besonders betroffenen 
Entwicklungsländer haben gut daran getan, dem gestern von 25 Staats- 
und Regierungschefs erarbeiteten Vorschlag nicht zuzustimmen, sondern
das Papier nur mit Empörung zur Kenntnis zu nehmen", erklärte der 
Vorsitzende von CARE Deutschland-Luxemburg Heribert Scharrenbroich. 
Ein ehrliches Scheitern sei hilfreicher und zielführender als ein 
Verkleistern des Problem durch einen faulen Kompromiss.
Das Scheitern solle als ein starkes Signal an die Regierungen und 
Bevölkerungen der Hauptverhinderer einer verantwortlichen Lösung, 
namentlich China, Indien, Japan und die USA verstanden werden "Den 
Entwicklungsländern kommt jetzt eine wichtige Rolle zu, China klar zu
machen, dass es sein Ansehen als angeblicher Verteidiger 
afrikanischer Interessen bei Beibehaltung dieser Position verspiele."
Der Konferenzverlauf führe zu berechtigter Hoffnung, dass die anderen
Behinderer einer verantwortbaren Lösung einlenkten, wenn China eine 
kontrollierbare konstruktive Klimapolitik betreibe.
Auch dürften die Industrieländer nicht die Augen davor verschließen, 
dass die in dem Kompromisspapier anvisierten  Ziele völlig 
unzureichend seien, um die Menschenleben und Staaten zu retten, die 
bei einer verantwortlichen Politik gerettet werden könnten. "Die 
desaströsen Auswirkungen des Klimawandels auf die Ärmsten der Armen 
können effektiv nur bekämpft werden", so Scharrenbroich, "wenn man 
sich  mit dem 2-Grad-Ziel nicht zufrieden gibt, sondern sich zum Ziel
setzt, die Erderwärmung bis 2050 auf 1,5 Grad zu beschränken. Um das 
zu erreichen, muss der CO-2 Ausstoß bis 2020 um 40% gegenüber 1990 
reduziert werden. Eine Reduzierung um 20% ist völlig unzureichend."
Bis zu der für den Sommer geplanten Minister-Konferenz müssten die 
Hauptverhinderer einer verantwortlichen Lösung jetzt innerhalb der 
G-20-Gruppe und in bilateralen Gesprächen unter Druck gesetzt werden,
ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Dabei kämen der EU und dem 
Ansehen, das Bundeskanzlerin Merkel in dieser Frage erreicht haben, 
eine wichtige Rolle zu.
Scharrenbroich forderte außerdem  die Industriestaaten auf, jetzt 
schon einen verbindlichen Fahrplan aufzustellen, wie, mit welchen 
Beträgen und von wem den Entwicklungsländern ab 2010 geholfen wird, 
den jetzt schon katastrophalen Schäden des Klimawandels zu begegnen. 
"Das darf nicht von verbindlichen Beschlüssen zur CO-2 Reduktion 
abhängig gemacht werden, denn die Hilfe muss jetzt beginnen, da die 
Schäden schon längst offenkundig sind."

Pressekontakt:

Rückfragen bitte an:
CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
Thomas Schwarz
Mobil: 0160 / 745 93 61
E-Mail: schwarz@care.de