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Petition "Meine Gesundheit - Meine Wahl!": Mehr als 10'000 Personen und 86 Organisationen fordern einen verbesserten Zugang zur Abtreibung in der Schweiz

Bern (ots)

SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ (SGCH) macht sich gemeinsam mit der Zivilgesellschaft für die Streichung der Abtreibung(1) aus dem Strafgesetzbuch und den verbesserten Zugang zu diesem Grundrecht in der Schweiz stark. Am Vorabend des 20-jährigen Bestehens der Fristenregelungsenden wir eine starke Botschaft an das Schweizer Parlament. Die am 12. September 2022 lancierte Petition "Meine Gesundheit - Meine Wahl!" wurde von 10'000 Personen und 86 Organisationen unterstützt.

Die starke Unterstützung der Zivilgesellschaft am Vorabend des 20-jähriges Bestehen der neuen gesetzlichen Regelung zur Abtreibung (Fristenregelung) zeigt, dass die Frage in der Schweiz zentral ist. Es ist jetzt an der Zeit, den Schwangerschaftsabbruch vollständig zu entkriminalisieren, indem er aus dem Strafgesetzbuch gestrichen wird. Es müssen aber auch konkrete Massnahmen ergriffen werden, um die bestehenden Hürden zu beseitigen und den Zugang zur Abtreibung zu verbessern.

Die Petition (die bis am 1. Oktober läuft) wurde von mehr als 10'000 Personen und 86 Organisationen unterstützt, die gemeinsam mit SGCH fordern, dass:

  • der Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch gestrichen und in erster Linie als Frage der Gesundheit behandelt wird;
  • die Selbstbestimmung der betroffenen Personen garantiert wird, damit sie das Recht haben, ihre eigenen Entscheidungen über ihre Gesundheit zu treffen.

"Die grosse Anzahl Unterschriften von Organisationen und Privatpersonen in nur 3 Wochen zeigt den klaren Willen, unser Rechtssystem in der Abtreibungsfrage zu modernisieren: Damit die Menschenrechte und die Bedürfnisse der betroffenen Personen besser berücksichtigt werden", erklärt Barbara Berger, Geschäftsleiterin von SGCH.

Diese Petition unterstützt die parlamentarische Initiative, die am 2. Juni 2022 von Léonore Porchet, Nationalrätin der Grünen Waadt und Präsidentin SGCH eingereicht wurde. Das Ziel der parlamentarischen Initiative: Die Fristenregelung soll in ein Gesundheitsgesetz integriert werden, um die Selbstbestimmung der Menschen im Bereich der Gesundheit zu fördern und die Hindernisse bei deren Ausübung zu beseitigen. "Eine Abtreibung soll nicht mehr als "Straftat mit Ausnahme" betrachtet werden, sondern ausschliesslich als eine Frage der Gesundheit", sagt Léonore Porchet.

Aktuellste Zahlen der Petition "Meine Gesundheit - Meine Wahl!"

Eine Petition in Partnerschaft mit Campax.

Weitere Informationen zu der Kampagne von SGCH.

[1] Wir nutzen "Schwangerschaftsabbruch" als Fachbegriff und "Abtreibung" als feministischen und politischen Kampfbegriff, der die Rechte der Betroffenen auf Selbstbestimmung und Gesundheit ausdrückt.

SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ ist die Dachorganisation der Beratungsstellen, Fachorganisationen und Fachpersonen, die im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und der Sexualaufklärung in der Schweiz tätig sind. Sie ist Partnerin vom Bundesamt für Gesundheit bei der Umsetzung des Nationalen Programms HIV und andere sexuell übertragbaren Infektionen (NPHS). SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ engagiert sich auf nationaler sowie auf internationaler Ebene für eine umfassende Sexualaufklärung und die Promotion und Einhaltung der sexuellen Rechte. SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ ist akkreditiertes Mitglied der International Planned Parenthood Federation (IPPF).

Pressekontakt:

SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ
Nadia Ben Said
Verantwortliche Kommunikation
nadia.bensaid@sante-sexuelle.ch

Weitere Informationen: www.sante-sexuelle.ch

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