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"Ein Grounding ist genug!" - Kundgebung und Informationsveranstaltung der IG Flughafen Zürich und des Komitees Pro Flughafen

"Ein Grounding ist genug!" - Kundgebung und Informationsveranstaltung der IG Flughafen Zürich und des Komitees Pro Flughafen
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Zürich (ots)

- Hinweis: Bildmaterial steht zum kostenlosen Download bereit  
     unter: http://www.presseportal.ch/de/pm/100013522/ -
Eine Annahme der Plafonierungs-Initiative "Für eine
realistische Flughafenpolitik" kommt einem Grounding der Zürcher
Wirtschaft gleich - so lautet das Fazit der
Informationsveranstaltung, die die IG Flughafen Zürich und das
Komitee Pro Flughafen heute auf dem Gelände des Flughafens
durchgeführt haben. Denn die Forderungen der Plafonierungs-Initiative
degradieren den Flughafen Zürich zum Regionalflughafen. Damit würde
der Kanton Zürich seinen wichtigsten Standortvorteil verlieren.
Der Zeitpunkt der Veranstaltung war nicht zufällig gewählt: Der 2.
Oktober 2007 ist der sechste Jahrestag des Swissair-Groundings, das
eine tiefe Krise in der Zürcher Wirtschaft verursacht und Tausenden
von Frauen und Männern ihre Arbeit gekostet hat. Doch kaum hat sich
die Wirtschaft von den Folgen des Groundings erholt, scheint schon
fast wieder vergessen, welche gravierenden Folgen der Rückgang der
Flugbewegungen und Passagierzahlen auf dem Flughafen Zürich hatte.
"Als international gültige Faustregel gilt, dass eine Million
Flugpassagiere Tausend Arbeitsplätze direkt am Flughafen schaffen.
Dazu kommen Hunderte von weiteren Stellen bei Zulieferern und im
Tourismus", erklärte Thomas Isler, Präsident der Vereinigung
Zürcherischer Arbeitgeberorganisationen. Das Swissair-Grounding
bestätigt diese Rechnung: Von 2000 bis 2003 brachen die
Passagierzahlen am Flughafen Zürich um beinahe sechs Millionen ein;
in derselben Zeit gingen am Flughafen über 6'000 Vollzeitstellen
verloren.
Die Plafonierungs-Initiative, die am 25. November 2007 im Kanton
Zürich zur Abstimmung kommt, fordert eine Begrenzung der jährlichen
Flugbewegungen auf 250'000 und eine Ausdehnung der Nachtflugsperre
von sechs auf neun Stunden. Die Konsequenzen wären verheerend, wie
Josef Felder, CEO der Flughafenbetreiberin Unique, ausführte: "Eine
Begrenzung der Flugbewegungen auf 250'000 und neun Stunden Nachtruhe
würden einen Hubbetrieb verunmöglichen. Die Folge wäre ein
Verkehrseinbruch und damit würde es massiv weniger Verbindungen in
die Welt geben. Wir haben bereits einmal erlebt, was das heisst, wir
müssen es nicht nochmals erleben." Die Initianten nehmen in Kauf,
dass bei den Flughafenbetrieben, bei Zulieferern und beim Tourismus
mehrere Tausend Arbeitsplätze vernichtet werden und die Chance auf
die Schaffung neuer Stellen leichtfertig aus der Hand gegeben wird.
Der Fluglärm war eines der Hauptthemen der Kundgebung und der
Informationsveranstaltung, an der zahlreiche Angestellte der
Flughafenbetriebe und Vertreter aus Politik und Wirtschaft
teilgenommen haben. Wiederholt wurde darauf hingewiesen, dass der
Fluglärm in den letzten 20 Jahren trotz starker Zunahme der
Flugbewegungen massiv abgenommen hat. Der wahre Grund des Lärmstreits
liege deshalb nicht im Fluglärm an sich, erklärte Felder: "Nach dem
Zweiten Weltkrieg baute man in Zürich einen Flughafen ausserhalb der
Stadt. Nun hat man eine Stadt um den Flughafen gebaut. Die
Plafonierungs-Initiative ist das Ergebnis dieser Entwicklung. Sie ist
nicht mit der realen Lärmsituation zu begründen, sondern ist wohl zu
einem guten Teil auf das Empfinden von freiwillig zugezogenen
sogenannten UeBetroffenen› zurückzuführen."
In der Podiumsdiskussion kamen Vertreterinnen und Vertreter aus
Wirtschaft und Tourismus zu Wort. Karin Lenzlinger, CEO Lenzlinger
AG, erinnerte sich, dass ihre Firma als Folge des Groundings 20
Prozent weniger Mitarbeitende beschäftigen konnte und eine noch
massivere Umsatzeinbusse verzeichnete. Die Flugfrachtfirma Cargologic
musste nach dem Grounding 200 Mitarbeitende entlassen, wie
VR-Präsident Peter Widmer sagte. Widmer warnte vor einer Abwanderung
des Flugfrachtgeschäfts ins Ausland, falls die Plafonierungs-
Initiative angenommen würde. Raymond Bär, VR-Präsident der Bank
Julius Bär, ist überzeugt, dass ein Teil des Private-Banking-
Geschäfts ins Ausland, z.B. nach London, abwandern würde, denn
"unsere internationalen Kunden sind nicht gewillt, über andere
Flughäfen nach Zürich zu reisen". Franz Türler, Bijoutier und
Präsident der Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse, wies darauf hin,
dass Touristen in Zürich doppelt so viel ausgeben wie in anderen
Orten der Schweiz. Ein Ausbleiben der Touristen aus Amerika und
Asien, so Türler, wäre für Zürich ein schwerer Schlag.
IG Flughafen Zürich
Die 1990 gegründete IG Flughafen Zürich setzt sich für die
Erhaltung und Förderung des Flughafens Zürich ein. Dem Verein gehören
rund 3'000 Privatpersonen und 100 Unternehmen an.
www.ig-flughafen.ch
Pro Flughafen
Das Komitee Pro Flughafen engagiert sich seit über 60 Jahren für
den Flughafen Zürich. Mitglieder von Pro Flughafen sind
Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft.
www.pro-flughafen.ch

Kontakt:

Christian Bretscher
Geschäftsführer Pro Flughafen
E-Mail: cb@pro-flughafen.ch
Tel.: +41/43/244'55'88
Mobile: +41/78/744'55'88

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  • 01.10.2007 – 16:00

    Ein Grounding ist genug: "NEIN zur Plafonierungs-Initiative"

    Zürich (ots) - Reminder: Informationsveranstaltung und Kundgebung Dienstag, 2. Oktober 10.30 bis 12.00 Uhr Flughafen Zürich, Halle Airport Shopping, vor der Migros Die Auswirkungen der Plafonierungs-Initiative, welche am 25. November 2007 zur Abstimmung gelangt, werden unterschätzt. Eine Annahme hat ähnliche Auswirkungen wie ein Grounding. Diesmal wäre die Zürcher und Schweizer Wirtschaft ...