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migros museum für gegenwartskunst präsentiert vom 19. November 2011 bis 15. Januar 2012: Florian Germann: The Poltergeist Experimental Group (PEG) Applied Spirituality and Physical Spirit Manifestation

migros museum für gegenwartskunst präsentiert vom 19. November 2011 bis 15. Januar 2012:

Florian Germann: The Poltergeist Experimental Group (PEG) Applied Spirituality and Physical Spirit Manifestation
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Zürich (ots)

Mit seinen grossangelegten Werkzyklen, die sich thematisch jeweils einem Narrativ widmen, schafft der Schweizer Künstler Florian Germann (*1978, lebt und arbeitet in Zürich) komplexe Verweissysteme und spielt dabei mit der Rolle des Künstler-Forschers. Als Ausgangspunkte dieser individuellen Versuchsanordnungen dienen Germann historische Figuren wie Napoleon oder mythologisch-fantastische Motive wie das der Lykanthropie (von griechisch «lykos», «Wolf», und «anthropos», «Mensch», also dem Werwolf-Motiv), die er einer Um- und Neuschreibung unterwirft, wobei er faktische und fiktive Momente miteinander verwebt. Für seine erste institutionelle Einzelausstellung schafft Germann einen neuen, umfangreichen Werkzyklus, der erstmals im migros museum für gegenwartskunst gezeigt wird und auf der Beschäftigung mit Geistererscheinungen und deren Stofflichkeit, dem sogenannten Ektoplasma, basiert.

Florian Germanns neuer Werkzyklus "The Poltergeist Experimental Group (PEG) Applied Spirituality and Physical Spirit Manifestation" beruht auf dem Phänomen des Poltergeists und dem des Ektoplasmas. Germann: «Das Ektoplasma ist ein synästhetisches Material. Es reagiert auf körperliche Stimmungen. Das war für mich ein interessanter Ausgangspunkt, um Körper zu schaffen, die auf ihr Umfeld mit physikalischen Mitteln reagieren. Ektoplasma kommt natürlich im Film Ghostbusters (1984) vor und spielt dort eine Protagonistenrolle, ist aber generell in der Parapsychologie ein wichtiges 'Untersuchungsmaterial'. Es findet sich zudem in der Zellbiologie, wo es die gleichen Eigenschaften aufweist: Es handelt sich auch dort um ein Material, das sich durch sein Umfeld verändert.»

Nebst seinem Interesse für literarische, filmische, historische, aber auch wissenschaftliche Figuren, Motive und Wissensfelder, die er mit seinen skulpturalen Anordnungen aufgreift, kann die Transformation von Energien als eines der Leitmotive in Germanns Schaffen bezeichnet werden. Dies zeigt sich nicht nur auf der Erzähl- und Metaebene, sondern auch in der Haptik seiner Werke. Germanns Objekte und Skulpturen - oftmals dienen ihm Metalle wie Messing oder Silber als Material - durchlaufen in Form von «Aktionen» häufig einen (Aktivierungs-)Prozess, der für den Betrachter nur noch als Spur an den Objekten ablesbar ist. So werden auch die im migros museum für gegenwartskunst gezeigten Arbeiten einige Tage vor der Ausstellungseröffnung «aktiviert» - wobei dies unter Ausschluss des Publikums geschieht. Germanns Werkzyklen siedeln sich zudem stets im Spannungsfeld von Kunst und Wissenschaft an, in welchem Fakten und Fiktionen miteinander verschmelzen. Er schafft jedoch keine linearen Erzählungen, sondern Erzählstrukturen, die als flächig-zirkuläre bezeichnet werden können. In diesem Sinne beschreibt Germann seine Arbeitsmethode folgendermassen: «Was ich mache, entspricht keiner klassisch-wissenschaftlichen Vorgehensweise, sondern vielmehr einer intuitiven. Meine Triebfeder für die Projekte ist die Frage, wieso etwas so ist, wie es ist, und eben nicht anders. Zudem arbeite ich prozesshaft und additiv. Ich beginne an einem Punkt und gehe von diesem zum nächsten. Am Schluss ergibt sich jeweils eine Art Schaltungsschema wie bei einem Stromkreislauf. Dieses erzeugt die geistigen Energien zwischen den einzelnen Teilen. Am Anfang des Arbeitsprozesses weiss ich jedoch noch nicht, wohin es läuft und wie dieses Schaltungsschema aussehen wird.»

PRESSEKONFERENZ: Freitag, 18. November 2011, 11.30 Uhr

ERÖFFNUNG: Freitag, 18. November 2011, 18 Uhr

AUSSTELLUNG: Für seine erste institutionelle Einzelausstellung hat Florian Germann (*1977, lebt und arbeitet in Zürich) einen neuen Werkzyklus erarbeitet, der erstmals im migros museum für gegenwartskunst gezeigt wird und auf dem Phänomen der Geistererscheinungen und deren Stofflichkeit - dem Ektoplasma - beruht. Die Arbeiten von Florian Germann waren u. a. im Kunsthaus Glarus (GA, 2010), im Centre Culturel Suisse, Paris (GA, 2010) und in der Galerie BolteLang, Zürich (EA, 2010) zu sehen.

AUSSTELLUNGSKATALOG: Zum Ausstellungsende erscheint bei JRP|Ringier eine Monografie zu Florian Germanns Werk mit Beiträgen von Alexandra Blättler und Raphael Gygax und einem Künstlergespräch.

AKTION UND BUCHPRÄSENTATION: Am Mittwoch, 11. Januar 2012, um 19 Uhr findet eine Aktion von Florian Germann in der Ausstellung statt. Im Anschluss wird der Ausstellungskatalog vorgestellt.

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN: Das migros museum für gegenwartskunst bietet öffentliche Führungen in Deutsch, Englisch und Französisch an. Die Führungen sind kostenlos. Deutsch: Sonntag, 20. und 27. November, 18. Dezember sowie 8. und 15. Januar, 15 Uhr. Englisch: Sonntag, 4. Dezember, 15 Uhr sowie Donnerstag, 5. Januar, 18.30 Uhr. Französisch: Sonntag, 11. Dezember, 15 Uhr sowie Donnerstag, 12. Januar, 18.30 Uhr.

FAMILIENFÜHRUNGEN: Sonntag, 11. Dezember und 15. Januar, 13.30 Uhr. Die Führungen dauern 1,5 Stunden und beinhalten einen praktischen Teil; sie sind inhaltlich auf Familien ausgerichtet und kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

PRESSE: Für Bildmaterial sowie weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: presse@migrosmuseum.ch.

FEIERTAGE: Am 24. / 25. / 26. Dezember bleibt das Museum geschlossen. Am 31. Dezember sowie 1. und 2. Januar ist das Museum von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

BESUCHERADRESSE: migros museum für gegenwartskunst / Hubertus Exhibitions, Albisriederstrasse 199a, CH-8047 Zürich

Di / Mi / Fr 12-18, Do 12-20, Sa / So 11-17 Uhr. Donnerstags 17-20 Uhr freier Eintritt.

hubertus-exhibitions.ch / migrosmuseum.ch

KONTAKTADRESSE: migros museum für gegenwartskunst, Postfach 1766, CH-8031 Zürich, T +41 44 277 20 50, F +41 44 277 62 86, info@migrosmuseum.ch

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Das migros museum für gegenwartskunst ist eine Institution des Migros-Kulturprozent. Das Migros-Kulturprozent ist ein freiwilliges, in den Statuten verankertes Engagement der Migros für Kultur, Gesellschaft, Bildung, Freizeit und Wirtschaft. www.migros-kulturprozent.ch

Kontakt:

Barbara Salm, Leiterin Kommunikation, Direktion Kultur und Soziales,
Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich, Tel. 044 277 20 79,
barbara.salm@mgb.ch

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Kurator der
Ausstellung: Raphael Gygax (raphael.gygax@mgb.ch).

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