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PwC-Studie "PwC IPO Watch Europe 2009, Q1" - Europäischer IPO-Markt: erneut massiver Einbruch

Zürich (ots)

Im ersten Quartal 2009 fiel die Zahl der
Börsengänge (Initial Public Offerings - IPO) auf 18 (Q1 2008: 72 
IPO). Das Gesamtvolumen der Kapitalaufnahme durch Börsengänge brach 
auf 9 Mio. EUR (Q1 2008: 1'942 Mio. EUR) ein. Mit sechs Börsengängen 
führt die Warschauer Börse den europäischen IPO-Markt an, vor London 
und Luxemburg. Die grösste Kapitalaufnahme in Verbindung mit einem 
IPO verzeichnete ebenfalls Warschau mit dem Listing des 
Produktionsunternehmens Hydrapres SA im Volumen von 4 Mio. EUR. Die 
Schweizer Börse SIX konnte mit Athris Holding AG einen Börsengang 
verzeichnen. Dies sind die Resultate des "IPO Watch Europe 2009, Q1" 
von PricewaterhouseCoopers (PwC).
Im ersten Quartal 2009 registrierten die europäischen Börsen 
lediglich 18 Börsengänge (Q1 2008: 72 IPO). Elf Neuemissionen 
generierten Neugeldzufluss. Die durchschnittliche Höhe des 
Neugeldzuflusses sank auf weniger als 1 Mio. EUR (Q1 2008: 34 Mio. 
EUR). Das Gesamtvolumen von insgesamt 9 Mio. EUR sank um mehr als 99 
Prozent (Q1 2008: 1'942 Mio. EUR). Das Emissionsgeschehen steht damit
praktisch still. Philipp Hofstetter, Partner Wirtschaftsberatung von 
PricewaterhouseCoopers Schweiz, sieht in naher Zukunft keine 
Besserung: "Der Zustand verschlechterte sich signifikant gegenüber 
dem Vorjahr. Mit einer Erholung der IPO-Märkte in Europa rechnen wir 
nicht vor dem Jahr 2010. Als Erstes werden jene Unternehmen 
profitieren, welche über grosse Cashflows und überzeugende 
Businesspläne verfügen."
Warschau an der Spitze
Mit drei IPO und einem Emissionsvolumen von 2 Mio. EUR (Q1 2008: 
22 IPO, 975 Mio. EUR) verlor die Londoner Börse ihren Spitzenplatz an
die Warschauer Börse. In Warschau wickelten sich sechs IPO mit einem 
Emissionsvolumen von 6 Mio. EUR (Q1 2008: 18 IPO, 43 Mio. EUR) ab. 
Den grössten IPO verzeichnete ebenfalls Warschau mit dem Listing des 
Produktionsunternehmen Hydrapres SA im Volumen von 4 Mio. EUR. Die 
Börse in Luxemburg verzeichnete einen IPO mit einem Emissionsvolumen 
von 1 Mio. EUR (Q1 2008: fünf IPO, 196 Mio. EUR), die NYSE Euronext 
generierte mit drei IPO keinen Erlös (Q1 2008: 17 IPO, 620 Mio. EUR).
Die Osloer Börse, die Deutsche Börse, die ISE, die Borsa Italiana, 
die BME, die Wiener Börse und die Athener Börse konnten im ersten 
Quartal 2009 keine IPO melden.
Schweizer Börse SIX steht still
Die Schweizer Börse SIX verzeichnete wie im Vergleichsquartal des 
Vorjahres einen Börsengang - jedoch ohne Neugeldzufluss: Die Athris 
Holding AG eröffnete den Handel Ende März 2009.
Aussereuropäische Unternehmen rückläufig
Auch der in den letzten Jahren steigende Anteil von 
aussereuropäischen Unternehmen an europäischen Börsen ging stark 
zurück. Die Zahl aussereuropäischer Emittenten sank auf drei (Q1 
2008: 18 IPO). Das Volumen an Neugeldzufluss liegt dabei bei 1 Mio. 
EUR (Q1 2008: 1'484 Mio. EUR). Die Unternehmen wählten die Börsen in 
London und Luxemburg.
Bankensektor aktiver
Die aktivsten Sektoren im vergangenen Quartal waren der 
Technologiesektor mit insgesamt fünf IPO (Q1 2008: 10 IPO) und der 
Industriesektor mit vier IPO (Q1 2008: 18 IPO), wobei in allen 
Sektoren Rückgänge zu verzeichnen waren. Die Branche der 
Investmentgesellschaften erlitt einen starken Einbruch (Q1 2009: 2 
IPO, Q1 2008: 12 IPO). Eine Ausnahme bildet der Bankensektor: Mit 
zwei Börsengängen von aussereuropäischen Instituten wurden die 
Vorjahreszahlen übertroffen.

Kontakt:

Dr. Philipp Hofstetter
Partner Wirtschaftsberatung
PricewaterhouseCoopers Schweiz
E-Mail: philipp.hofstetter@ch.pwc.com

Nadja Wigger
Communications Manager
PricewaterhouseCoopers Schweiz
E-Mail: nadja.wigger@ch.pwc.com

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