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PwC sieht Chancen für Detailhandels- und Konsumgüterfirmen in Zentral- und Osteuropa

Zürich (ots)

Studie "From Beijing to Budapest: Winning Brands, Winning Formats"
Die Märkte in Mittel- und Osteuropa sowie Asien bieten enorme
Wachstumspotenziale für die Detailhandels- und Konsumgüterbranche.
Als besonders aussichtsreiche Märkte für europäische Unternehmen
gelten neu Rumänien, Russland und Bulgarien sowie weiterhin China,
Indien, Vietnam und die Türkei. Nur Unternehmen, die mit dem
richtigen Sortiment-Mix sowie neuen Produkten auf die sich rasant
ändernden Konsumgewohnheiten der Kunden in diesen Regionen reagieren
können, werden hier erfolgreich sein. Zu diesen Ergebnissen kommt die
Studie "From Beijing to Budapest: Winning Brands, Winning Formats"
von PricewaterhouseCoopers (PwC). Die Länderstudie analysiert 20
Länder in Mittel- und Osteuropa sowie Asien und liefert Prognosen zur
weiteren Entwicklung.
Für Unternehmen, die ihre Filialen in
Schwellenländern etablieren möchten, sind Partnerschaften mit
einheimischen Unternehmen äusserst sinnvoll. "Eine Expansion in einen
oder mehrere dieser rasch wachsenden Märkte ist für europäische
Einzelhandels- und Konsumgüterunternehmen aus strategischer Sicht
unerlässlich", sagt William Wright, Leiter des Branchensektors
Einzelhandel und Konsumgüter von PricewaterhouseCoopers Schweiz. Der
Eintritt in Schwellenländer verlangt von ausländischen Einzelhandels-
und Konsumgüterunternehmen die Entwicklung von neuen Produkten, die
auf die Verbraucher dieser Märkte zugeschnitten sind. Laut Studie
hängt in Schwellenländern eine erfolgreiche Entwicklung eines
Markennamens von der richtigen Kombination der Produkte ab. William
Wright meint dazu: "Das Image einer weltweiten Marke muss mit viel
Feingefühl für den lokalen Geschmack ausbalanciert werden. Die
sorgfältige kulturelle Anpassung sowie die richtige Mischung
traditioneller und moderner Produkte sind unerlässlich. Luxusmarken,
Privatlabel und Billigprodukte haben in gleichem Masse gute
Erfolgsaussichten. Der Trend zur Polarisierung der Formate,
Discounter auf der einen Seite und teure Geschäfte auf der anderen
ist sowohl in Asien als auch in Zentral- und Osteuropa zu
beobachten."
Indien - rasantes Wachstum prognostiziert
Indien ist als zweitgrösster Konsumentenmarkt nach China
hochinteressant. Die Einkommen steigen kräftig, wenn auch auf
niedrigem Niveau. Bis zum Jahr 2008 sollen die Konsumausgaben
durchschnittlich um 7,3 Prozent pro Jahr wachsen. Indien kann zudem
auf einen hervorragend entwickelten IT-Sektor zurückgreifen, der den
Aufbau moderner Handels- und Logistiksysteme unterstützen könnte.
Indiens Einzelhandel ist stark fragmentiert, 98 Prozent der Umsätze
werden von familiengeführten Einzelhandelsgeschäften erwirtschaftet.
Das schafft Raum für Hypermärkte oder Supermarktketten. Durch die
steigende Preissensibilität bieten sich aber auch Chancen für
Discounter und Märkte, die günstige Handelsmarken führen. Ein Engpass
für ausländische Investitionen ist, neben der zu geringen Öffnung des
Marktes und hohen Importzöllen, der Mangel an grossen Verkaufsflächen
in innerstädtischen Lagen.
China - Run auf Städte der zweiten und dritten Reihe
China ist mit 1,23 Milliarden Einwohnern der grösste
Konsumentenmarkt der Welt und hat das höchste Wirtschaftswachstum in
der Region - auch wenn es sich im laufenden Jahr und in den kommenden
Jahren verlangsamt. Im Jahr 2004 hat die chinesische Regierung viele
Investitions-beschränkungen für ausländische Handelsunternehmen
beseitigt. Die fortschreitende Öffnung des Landes hat jedoch keine
weiteren Einzelhandelskonzerne angezogen, da die wichtigsten 50
längst in China vertreten sind. Nach der erfolgreichen Etablierung in
den grossen Städten der Küstenregion folgen nun verstärkt
Aktivitäten im bislang wenig erschlossenen Westen und im
Landesinnern. Die langsam entstehende Konsumentenschicht mit
mittlerem Einkommen bietet besondere Chancen. Sie wird derzeit auf
100 Millionen Menschen geschätzt und soll sich bis zum Ende des
Jahrzehnts vervierfachen. Diese Käufer sind markenbewusst, und sie
schauen auf Qualität und Service. Sorgen bereiten Investoren die
verbreitete Markenpiraterie, die ineffiziente Logistik und der Mangel
an qualifizierten Mitarbeitern, besonders im mittleren Management.
Türkei - Trend zu Einkaufszentren
Die Türkei verfügt über eine junge und schnell wachsende
Bevölkerung, das Durchschnittsalter liegt bei 25 Jahren. Fallende
Inflationsraten und steigende Kaufkraft kurbeln den Konsum an. Nur
noch ein Drittel der Konsumausgaben fliesst in Lebensmittel und
Getränke. Mit zunehmendem Wohlstand steigt die Bedeutung von
langlebigen Konsumgütern. Dank der wachsenden Bevölkerung bietet die
Türkei ein grosses Absatzpotenzial. Aufholbedarf besteht noch bei der
Effizienz der Betriebe, dem Einsatz von Informationstechnologie und
beim Kundenbeziehungsmanagement.
Ungarn - Chancen dank liberaler Ladenschlusszeiten
Ungarn ist nach dem EU-Beitritt zu einer logistischen Drehscheibe
in Mitteleuropa geworden. Der Einkommenszuwachs liegt mit 6,5 Prozent
über dem EU-Durchschnitt und wird sich in Zukunft auch in steigenden
Handelsumsätzen niederschlagen. Shopping wird von den Ungarn immer
stärker als Freizeitbeschäftigung angesehen. Populär sind, dank
langer Öffnungszeiten, Abendeinkäufe oder Shoppingausflüge mit der
ganzen Familie als Wochenenderlebnis. Beste Aussichten haben
Geschäfte, die rund um die Uhr geöffnet haben, sowie
Tankstellenshops, Einkaufszentren in besten Innenstadtlagen,
Megastores und Factory Outlet Center.
Die Studie "From Beijing to Budapest: Winning Brands, Winning
Formats" kann als PDF bei Claudia Steiger bestellt werden.

Kontakt:

William Wright
PricewaterhouseCoopers AG
Partner, Wirtschaftsprüfung
E-Mail: william.wright@ch.pwc.com

Claudia Steiger
PricewaterhouseCoopers AG
Public Relations
E-Mail: claudia.steiger@ch.pwc.com

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