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Gasmobil AG und novatlantis

Vergleichsstudie MAN 313 Erdgasbus versus MAN 313 Dieselbus

Arlesheim (ots)

Zur Vergleichsstudie MAN 313 Erdgasbus versus MAN 313 Dieselbus
des SVGW mit Ergänzungsbericht von novatlantis und Erfahrungsbericht
der Busbetriebe Olten Gösgen Gäu, präsentiert am 18.4.2005 in Bern
Die Busvergleichsstudie des Schweizerischen
Vereins des Gas- und Wasserfaches (SVGW) erscheint vor dem
Hintergrund, dass in westeuropäischen und schweizerischen Städten und
Agglomerationen gemessene Schadstoffgrenzen immer wieder
überschritten werden. Staubpartikel, Stickoxide und Stickstoffdioxide
bilden insbesondere in dichten Siedlungsgebieten eine
Gesundheitsgefährdung, zu der dieselbetriebene Schwertransporter und
Linienbusse erheblich beitragen. In dieser Frage ist die Politik
gefordert.
Linienbusse Teil des Problems
Die Grenzwerte der EU-Richtlinien zur Luftreinhaltung können in
vielen europäischen Städten nicht eingehalten werden. Die neuste
Untersuchung des Umweltministeriums Nordrhein-Westfalen (NRW) zeigt,
dass Linienbusse über 20% der gemessenen Stickstoffdioxide und
Stickstoffoxide verursachen, obwohl sie nur 0.8% des
Verkehrsaufkommens ausmachen. So sind die Standard-Linienbusse nicht
die Lösung sondern Teil des Problems. Frau Dr. Sylke Termath vom
Umweltministerium NRW kommt in ihrem Bericht zum Schluss: Ohne
EEV-Linienbusse (Enhanced Environmentaly-friendly Vehicle, eine
Abgasnorm die Euro 5 Grenzwerte noch unterschreitet) sind die
Grenzwerte der EU-Richtlinie für Luftreinhaltung nicht zu schaffen".
Überschrittene Grenzwerte
In Zentrum der Stadt Bern wird ebenfalls laufend die Luftqualität
gemessen. Die Messungen sind im Internet einsehbar und weisen häufige
Überschreitungen der im Jahresmittel erlaubten Grenzwerte aus,
insbesondere bei Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2). An
warmen Sommertagen steigt zudem die Ozonbelastung an. Im Jahre 2004
wurden 143 Überschreitungen des Ozongrenzwertes festgestellt. Von
Gesetzes wegen tolerierbar wäre nur eine Überschreitung pro Jahr.
Dabei ist Bern kein Einzelfall, auch andere schweizer Städte weisen
ähnliche Überschreitungen der Schadstoff-Grenzwerte auf.
Erdgasbusse sauberer und leiser
Die Resultate aus der aktuellsten Schadstoff-Vergleichsmessung
zwischen einem EEV-Erdgasbus und einem Euro3 Dieselbus mit
Partikelfilter und Oxikat lassen aufhorchen. Die von Martin Seifert
vom SVGW verfasste Busvergleichsstudie basiert auf dem Vergleich
zweier Linienbusse neuster Technik, gleicher Bauart und
Motorisierung. Getestet wurde der reale Fahrbetrieb. Erdgasbusse
emittieren im Vergleich mit modernen, mit schwefelarmem Diesel
betankten Bussen 5-10% weniger CO2, 2-3 mal weniger NOx und nahezu
keine toxischen und karzinogenen Schadstoffe. Wird mit Biogas
gefahren, fällt die Umweltbilanz bezüglich CO2 noch besser aus. Die
deutlichen ökologischen Vorteile und die um bis 50 Prozent geringere
Lärmbelastung sind spürbare Verbesserungen, die gerade in dicht
besiedelten Gebieten wahrgenommen werden. Auch der typische
Dieselgeruch entfällt, Erdgas ist geruchsfrei.
In einem Ergänzungsbericht von novatlantis "Nachhaltigkeit im
ETH-Bereich" werden die Schlussfolgerungen der SVGW Studie gestützt
und mit Ergebnissen zur Akzeptanz von Erdgasbussen und deren
Wirtschaftlichkeit ergänzt. In diesem Bericht nimmt Christian Bach
von der EMPA Stellung zur Busvergleichsstudie und kommt zum Schluss,
dass "Erdgasbusse niedrigere Emissionen vor allem auch bei den
toxischen, vom Gesetzgeber jedoch nicht direkt limitierten Emissionen
wie Formaldehyd, Acetaldehyd, 1.3-Butadien und Benzol haben". Diese
Aussagen werden auch durch Rollenprüfstandmessungen, welche der
Finnische Staat durchführen liess, bestätigt. Zweitens präsentiert
die sustainserv GmbH Ergebnisse von novatlantis-Forschungsarbeiten zu
Akzeptanz und Wirtschaftlichkeit:
Erdgasbusse sind beliebt
Die Akzeptanzstudien von novatlantis in der Pilotregion Basel im
Zusammenhang mit der 2000 Watt-Gesellschaft belegen anhand von
vertieften Diskussionen in vier Fokusgruppen und einer
repräsentativen Umfrage von 600 Befragten in der Region, dass
öffentliche Verkehrsbetriebe eine Schlüsselrolle für nachhaltige
Mobilität spielen. Mit Erdgas oder Biogas betriebene Linienbusse
geniessen eine weit stärkere Zustimmung als Dieselbusse und sind eine
kurzfristig umsetzbare Lösung für einen umweltverträglichen
Öffentlichen Verkehr. Wie am Beispiel der Stadt Augsburg
demonstriert, haben Erdgasbusse im öffentlichen Verkehr
Vorbildfunktion und motivieren andere Verkehrsteilnehmer, auf
schadstoffärmere Autos umzusteigen. So haben 50 Erdgas-Linienbusse
zusammen mit mehreren Erdgas-Kehrichtfahrzeugen über 1200 private
Autofahrer zum Umsteigen auf Erdgasfahrzeuge gebracht. Damit weist
Augsburg einen etwa gleich hohen Bestand an Erdgasfahrzeugen auf wie
die Schweiz insgesamt.
Erdgasbusse täglich im Einsatz
In der novatlantis-Studie wurden auch Praxiserfahrungen der
Busbetreiber in den  Kantonen Glarus und Olten untersucht. In beiden
Fällen war die Luftreinhalteverordnung die Hauptmotivation,
Erdgasbusse einzuführen. Der Vergleich der beiden Beispiele zeigt,
dass zwischen Erdgasbussen der 3. Generation (in Glarus) und
modernsten EEV-Erdgasbussen (in Olten) erhebliche technologische
Fortschritte erzielt wurden, die auch die Mehrkosten signifikant
reduzieren. Dank des günstigen Erdgaspreises ist in Olten ein
kostenneutraler Normalbetrieb mit Erdgasbussen möglich. Erwin Jundt
vom Busbetrieb Olten Gösgen Gäu (BOGG) rechnet die Treibstoffkosten
auf 100km vor, die mit Erdgas rund ein Drittel geringer ausfallen als
mit Diesel. Die Unterhaltskosten sind zirka 10% höher, was allerdings
in Bezug auf den unterschiedlichen Emissions-standard zwischen der
bestehenden Diesel- und Erdgasbusflotte relativiert werden muss.
Fahrerinnen und Fahrer erfreut die angenehme Fahrdynamik, und die
erheblich leiseren Erdgas-Motoren werden besonders im Nachtbetrieb
von Fahrgästen als auch von Anwohnern sehr geschätzt. In den nächsten
Wochen wird die Linienflotte um einen weiteren Erdgasbus ergänzt.
Weitere Erdgasbusse der neusten Generation sind im mittelfristigen
Beschaffungsbudget vorgesehen.

Kontakt:

Hans Wach
gasmobil ag
Untertalweg 32
4144 Arlesheim
Tel. +41/(0)61/706'33'33
E-Mail: hans.wach@gvm-ag.ch

Detaillierte Unterlagen finden Sie ab 18. April 2005 ab 18.00 Uhr
unter www.gvm-ag.ch / Aktuell