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HKB: Literarisches Schreiben und Übersetzen

Bern (ots)

Das Projekt Schweizerisches Literaturinstitut bietet
am 10. und 24. September in Biel Schreib- und Übersetzungswerkstätten
für Deutsch- und Französischsprachige an. Angesprochen sind alle, die
das künftige Literaturinstitut arbeitend kennen lernen möchten.
Unter der Leitung von vier erfahrenen Autorinnen und Autoren und
zwei Übersetzerinnen, werden dreissig bis vierzig Teilnehmende in
Gruppen von maximal 10 Personen zusammen arbeiten und ihre Texte und
Leseeindrücke austauschen können. In den Werkstätten haben junge
Leute, die sich aktiv fürs literarische Schreiben interessieren, und
werdende Übersetzerinnen und Übersetzer die Gelegenheit, ihre
literarischen Erfahrungen zu erweitern und einen ersten Einblick in
die Ausbildung im literarischen Schreiben oder Übersetzen zu
gewinnen. Sie diskutieren über ihre Projekte und setzen sie dem
kritischen und zugleich wohlwollenden Blick professionell
Schreibender und Übersetzender aus.
Die Schreibwerkstätten werden von literarisch anerkannten
Schreibenden geleitet und sind als Mini-Module konzipiert, die
individuelles Arbeiten mit der Arbeit in der Gruppe verbinden. Am
Morgen leiten Verena Stössinger die deutschsprachige und Antoine
Jaccoud die französischsprachige Werkstatt und geben für das
Schreiben vor Ort Themen vor. Der Nachmittag ist der kritischen
Kommentierung von Texten der Teilnehmenden gewidmet. Unter der
Leitung von Beat Sterchi und Jean-Luc Benoziglio diskutiert eine
deutsch- und eine französischsprachige Gruppe die eingebrachten
Textprojekte.
Die Übersetzungswerkstätten werden von Yla Margrit von Dach
(Zielsprache Deutsch) und Claire de Oliveira (Zielsprache
Französisch) geleitet. Die beiden Übersetzerinnen legen den
Teilnehmenden verschiedene Texte zur Übersetzung vor, beraten sie bei
der Überarbeitung und lassen sie an ihrer reichhaltigen Erfahrung im
Übersetzen teilnehmen.
Zum Abschluss beider Tage treffen sich die Teilnehmenden, die
Übersetzerinnen, die Autorin und die Autoren zu einem zweisprachigen
Forum des Austauschs und der Diskussion. Der Zeitraum zwischen den
beiden Samstagen erlaubt es den Teilnehmenden ihre Texte individuell
zu überarbeiten.
Am 22. Oktober 2005, ein Jahr vor der geplanten Eröffnung des
Schweizerischen Literaturinstituts, werden die Ergebnisse des
Pilotkurses öffentlich vorgestellt.
Das Projekt Schweizerisches Literaturinstitut
Im Rahmen der Hochschule der Künste Bern HKB, einem Departement
der Berner Fachhochschule, werden bis Ende 2005 Profile für die
Bachelor- und Master-Studiengänge literarisches Schreiben und
Übersetzen erarbeitet. Die Co-Leitung des Projekts, das von der
Gebert Rüf Stiftung finanziert und vom Bundesamt für Berufsbildung
und Technologie (BBT) mitfinanziert wird, bilden Marie Caffari und
Daniel Rothenbühler. Ihr Ziel ist es, eine Ausbildung im Bereich der
literarischen Produktion aufzubauen, die es jungen Autorinnen und
Autoren erlaubt, individuelle Projekte zu entwickeln, ihre
literarischen Kenntnisse zu erweitern und sich mit praktischen Fragen
der Veröffentlichung und Vermittlung von Literatur vertraut zu
machen. Das Institut wird eine zweisprachige Plattform bilden, die es
werdenden und anerkannten deutsch- und französischsprachigen
Autorinnen und Autoren ermöglicht, ihre Beziehungsnetze zu erweitern
und ihre Erfahrungen auszutauschen.
Alle Informationen über das Projekt Schweizerisches
Literaturinstitut, die Schreib- und Übersetzungswerkstätte sowie die
Unterlagen für die Anmeldung sind ab dem 15. Juni auf
www.hkb.bfh.ch/literaturinstitut.html abzurufen. Für allfällige
Rückfragen sind die Projekt-Verantwortlichen über die E-Mail-Adresse 
lit@hkb.bfh.ch oder Tel. 031/990'06'75 erreichbar.
Kurze bio-bibliographische Angaben zu den Werkstatt-Leiterinnen
und -Leiter:
Literarische Übersetzung:
Yla Margrit von Dach hat zahlreiche literarische Texte aus dem
Französischen übersetzt, unter anderem Die Umkehr von Catherin
Safonoff (1986), Drei Hochzeiten von Janine Massard (1999) und Die
Natur der Dinge von Michel Beretti (Theaterstück, 2003). Sie wurde
mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem "Prix
lémanique de la traduction" (2000). Seit 1990 arbeitet sie
regelmässig mit dem Centre de traduction littéraire an der
Universität Lausanne zusammen und leitet Übersetzungsateliers in
Boswil. Sie lebt in Paris und Biel.
Claire de Oliveira hat zahlreiche Texte aus dem Deutschen
übersetzt, unter anderem Le dîner de moules von Birgit Vanderbeke
(1995), Le renard était déjà le chasseur  von Herta Müller (1996) und
Avidité von Elfriede Jelinek (2002). Sie übersetzt auch aus dem
Rumänischen und ist Maître de conférences an der Universität Sorbonne
(Paris IV). Claire de Oliveira hat mehrere Preise erhalten, unter
anderem den "Prix Gérard Nerval pour la traduction littéraire"
(2004).
Literarisches Schreiben:
Antoine Jaccoud, Autor, Drehbuchautor und Dramaturg ist unter
anderem Co-Autor des Dokumentarfilms La bonne conduite von
Jean-Stéphane Bron (1998), der den Europa-Preis Berlin (1999)
erhalten hat, Co-Autor des Kurzfilms Viandes von Bruno Deville (2003)
und Autor der Theaterstücke Je suis le mari de... (1999) und On
liquide (2004). Er unterrichtet an der Haute École de Théâtre de la
Suisse romande, ist Gastprofessor an der School of screenwriting in
Tel Aviv (Mai 2005) und begleitet die Entwicklung von Filmdrehbüchern
als script doctor.
Jean-Luc Benoziglio ist Autor zahlreicher bekannter Romane und hat
mehrere Preise erhalten. Er hat unter anderem Cabinet portrait
(1981), Tabelau d'une ex (1989), Peinture avec pistolet (1993), Le
feu au lac (1998) und Louis Capet, suite et fin (2005) geschrieben.
Für seinen jüngsten Roman wurde er mit dem Prix Dentan ausgezeichnet.
Er ist in de Schweiz geboren, hat da studiert und lebt seit mehr als
dreissig Jahren in Paris.
Verena Stössinger ist Autorin, unter anderem der Romane Die
Königin im Vorgarten (1997) und Spielzeit Nummer zwölf (2004) und des
Hörspiels Die Eisjungfrau nach H. C. Andersen (2005). Sie hat
Nordistik studiert und an der Universität Basel gelehrt. Sie arbeitet
ebenfalls als Kulturjournalistin und Leiterin von Schreibwerkstätten.
Verena Stössinger hat mehrere Preise und Werkpreise erhalten.
Beat Sterchi ist Autor zahlreicher Texte, unter anderen des Romans
Blösch (1983), des Hörspiels Vom Elend in den Chefetagen (1992), der
Kurzprosa Auch sonntags etwas Kleines, lange Listen, kurze
Geschichten (1999), des Theaterstücks Nach Addis Abeba

Kontakt:

Marion Ebinger
Kommunikation
Fellerstrasse 15a
CH-3027 Bern
Tel. +41/31/990'06'71 (Direkt)
+41/31/990'06'60 (Französisch)
E-Mail: kommunikation@hkb.bfh.ch

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