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Swissgas AG an zukunftsweisendem Projekt für erneuerbare Energien in Norddeutschland beteiligt

Falkenhagen/Zürich (ots)

Die schweizerische Erdgas-Wirtschaft setzt auf erneuerbare Energien und die Speicherung von überschüssigem Strom aus Sonne oder Wind im Gasnetz (Power to Gas). Dem Projekt im norddeutschen Falkenhagen, das durch die Schweizer Gaswirtschaft in kooperativer Zusammenarbeit mit dem Energieversorger E.ON entwickelt wird, kommt dabei ein zentraler Stellenwert zu. Die Lösung des Speicherproblems ist der Schüssel zu einer Energiezukunft, die vermehrt auf erneuerbaren Energien basiert. Die Anlage wurde heute in Anwesenheit von viel politischer Prominenz eröffnet.

Mit einem feierlichen Festakt wurde heute Mittwoch das Leuchtturmprojekt von E.ON/Swissgas in Falkenhagen von Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, eingeweiht und die Power to Gas-Anlage in Betrieb genommen. In seiner Ansprache wies der Vizekanzler darauf hin, dass die Integration von Sonnen- und Windenergie eine der grossen Herausforderungen der Energiewende ist. "Um die Versorgungssicherheit langfristig sicherzustellen brauchen wir innovative Lösungen wie Power to Gas", hielt er fest. Jean-Christoph Füeg, Auslandverantwortlicher des Bundesamtes für Energie, der die offizielle Schweiz vertrat, zeigte sich stolz über die Beteiligung eines Schweizer Unternehmens an einem derart wegweisenden Projekt.

In Falkenhagen soll durch Elektrolyse Wasserstoff (H) aus erneuerbarer Energie produziert und ins Gasnetz eingespeist werden. Die Anlage, die als Pilotanlage ausgelegt ist, wird im Jahr bis zu 8 Millionen Kilowattstunden (kWh) Gas produzieren. Das entspricht etwa dem Gasverbrauch für Heizung und Warmwasser von 400 Einfamilienhäusern. Im Vordergrund steht dabei nicht die kommerzielle Gaserzeugung, sondern die Weiterentwicklung und Demonstration der Power to Gas-Technologie.

Lösungen, um Strom aus Sonne und Wind zu speichern, stellen eine zentrale Voraussetzung für einen erfolgreichen Umbau des Energiesystems dar. Immer mehr Energieversorger, die neben Gas auch Strom anbieten, investieren im In- und Ausland in Photovoltaik und Windkraft. Solche Anlagen sind heute schon davon betroffen, dass Strom aus Sonne und Wind nur sehr unregelmässig anfallen und nicht notwendigerweise der Nachfrage entsprechen. Damit können dort, wo Anlagen in grösserem Ausmass gebaut werden und nicht genügend Leitungs- und Pumpspeicherkapazität zur Verfügung stehen, Probleme auf dem Stromnetz entstehen und die Energie kann nicht verbrauchsgerecht zum Kunden gelangen. Überschüsse regenerativer Energie im Stromnetz lassen sich durch "Power to Gas" effektiv ausgleichen.

Erdgas als leitungsgebundene Energie, mit seiner Transport- und Speicherinfrastruktur, der einzigartig hohen Energiedichte und den günstigen CO2-Emissionswerten, bietet dafür schon heute Lösungen. Wenn in Zukunft mit der Power to Gas-Technologie CO2-neutrales Gas im grösseren Ausmass kommerziell produziert wird, kann die Erneuerbarkeit parallel auf dem Strom- und dem Gasnetz sich ergänzend weiterentwickelt werden. Das ist eine grosse Chance nicht nur für die Gasindustrie, sondern die gesamte Energiewirtschaft und vor allem für ihre Kunden.

Um diese Chance nutzen zu können, engagiert sich die Swissgas AG stellvertretend für die schweizerische Erdgas-Wirtschaft als Projektpartner im Power to Gas-Projekt der E.ON in Falkenhagen mit einem Beitrag von 20 Prozent an die Anlageninvestition und dem Kauf eines Teils des erzeugten regenerativen Gases. Dieses Projekt eignet sich sehr gut, um mit den auch aus schweizerischer Sicht wichtigen Fragen der Optimierung des Prozesses, von der Nutzung des erneuerbaren Windstromes bis zur Einspeisung des damit CO2-neutral produzierten H2-Gases und dem Transport des Gases in die Schweiz zu sammeln. Technische und ökonomische Fragestellungen werden dabei ebenso behandelt wie Fragen rund um die gegenseitige Anerkennung der Erneuerbarkeit von Energie.

Swissgas verspricht sich einen grossen Erkenntnisgewinn davon, das Thema gemeinsam mit dem Partner E.ON anzugehen und damit einen Beitrag zum Umbau des Energiesystems in Richtung eines grösseren Anteils an erneuerbaren Energien am Energiemix zu leisten.

Die Swissgas AG

beschafft als nicht gewinnorientiertes Unternehmen Erdgas im Auftrag der vier regionalen Schweizer Gasverteilgesellschaften Gasverbund Mittelland, Erdgas Ostschweiz, Gaznat und Erdgas Zentralschweiz. Diese bündeln den Erdgas-Bedarf der rund 100 lokalen Erdgas-Versorger in der Schweiz und beliefern sie ebenfalls nicht gewinnorientiert. Swissgas betreibt eigene Hochdruckleitungen in der Schweiz, ist an der Transitleitung durch die Schweiz beteiligt und verfügt über Transportrechte im Ausland. Über eine Beteiligung an der Bayerngas Norge AS ist Swissgas zudem in der Erdgas-Förderung in Norwegen engagiert.

Kontakt:

Ruedi Rohrbach, CEO
Telefon: +41 44 288 34 00
E-Mail: rohrbach@swissgas.ch

Dr. Heinrich Schwendener, Leiter Energie
Telefon +41 44 288 34 30
E-Mail: schwendener@swissgas.ch

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