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SVV Schweizerischer Versicherungsverband

SVV: Privatassekuranz befürwortet Privatisierung der SUVA

Zürich (ots)

Der Schweizerische Versicherungsverband SVV spricht
sich grundsätzlich für eine Privatisierung der Suva aus. Dies ist die
notwendige Voraussetzung für die Aufhebung des Teilmonopols.
Die Universität St. Gallen hat im Auftrag des Bundes eine
Kosten-Nutzen-Analyse zur obligatorischen Unfallversicherung
erarbeitet. Die Analyse kommt zum Schluss, dass auf dem
Unfallversicherungsmarkt kein Marktversagen vorliegt und dass
folglich die Voraussetzungen für ein natürliches Monopol der Suva aus
ökonomischer Sicht nicht gegeben sind. Weiter wird ausgeführt, dass
auf einem funktionsfähigen Markt wirksamer Wettbewerb langfristig zu
einer wohlfahrtsmaximierenden Lösung führt und dynamische
Effizienzgewinne generiert.
Als Dachorganisation der privaten Versicherungswirtschaft bekennen
sich der SVV und seine Mitgliedgesellschaften zum Prinzip des freien
Marktzutritts und zum Wettbewerb. Sie haben die Resultate der
Kosten-Nutzen-Analyse mit Genugtuung zur Kenntnis genommen. Die
privaten Unfallversicherer versichern heute in der Schweiz rund 70
Prozent aller Unternehmungen. Sie haben in der Vergangenheit
bewiesen, dass sie die obligatorische Unfallversicherung effizient
durchführen.
Die Suva erfüllt heute verschiedene zusätzliche Aufgaben in der
Unfallversicherung, namentlich im Bereich der Förderung der
Arbeitssicherheit. Zu Recht kommt die Analyse zum Schluss, dass diese
Aufgaben ebenso gut an eine unabhängige Stelle übertragen werden
könnten.
Eine privatisierte Suva muss mit dem notwendigen Eigenkapital
ausgestattet werden. Dieses beträgt aus Sicht des SVV maximal 40
Prozent ihres jährlichen Prämienvolumens. Richtigerweise wird in der
Kosten-Nutzen-Analyse darauf hingewiesen, dass auch der Risikoschutz
durch das Monopol nicht kostenlos ist, sondern vom Steuerzahler
getragen wird. Insoweit entstehen aus einer Privatisierung keine
volkswirtschaftlichen Mehrkosten.
Eine Privatisierung würde auch dem Finanzleitbild des Bundesrates
entsprechen. Danach sind Staatsbetriebe, die keine öffentliche
Aufgabe mehr zu erfüllen haben, im Anschluss an eine
Marktliberalisierung zu privatisieren. Sollte aus anderen politischen
Überlegungen auf diesen Schritt verzichtet werden, so lehnt der SVV
jede weitere Ausdehnung des Tätigkeitsfeldes der Suva ab.

Kontakt:

SVV-Medienstelle
Tel.: +41/1/208'28'28
oder: +41/1/208'28'72
E-Mail: info@svv.ch

Diese Medienmitteilung finden Sie auch auf www.svv.ch

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