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Repräsentative Demoscope-Umfrage zur Senkung des Mindestumwandlungssatzes: Deutlicher Vorsprung für das NEIN-Lager aber noch keine Mehrheit

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Bern (ots)

- Hinweis: Hintergrundinformationen können kostenlos im pdf-Format
     unter http://presseportal.ch/de/pm/100003695 heruntergeladen 
     werden -
Wenn am letzten Sonntag abgestimmt worden wäre, hätten 40 Prozent 
der Stimmberechtigten zur Senkung des Umwandlungssatzes Nein gesagt. 
Lediglich 12 Prozent hätten der Vorlage von Bundesrat und Parlament 
zugestimmt. 39 Prozent der befragten Stimmberechtigten wussten noch 
nicht, wie sie abstimmen wollen.
Das ist das Resultat einer repräsentativen Befragung des 
Meinungsforschungsinstituts Demoscope bei 1002 Stimmberechtigten 
(exkl. Tessin). Die Umfrage wurde im Auftrag des Schweizerischen 
Ge-werkschaftsbundes und der Gewerkschaft Unia in der Zeit vom 25. 
Januar bis 1. Februar durchgeführt. Die Messgenauigkeit beträgt +/- 
3,1 Prozent.
Nein-Lager liegt bei allen Parteien vorne
Die Senkung des Umwandlungssatzes, über die wir am 7. März 
abstimmen werden, wird gegenwärtig von den Sympathisanten aller 
Parteien deutlich abgelehnt. So sagen 49 Prozent der Anhänger der SP,
46 Prozent der Grünen, 42 Prozent der CVP und 41 Prozent der SVP 
Nein. Selbst die Anhänger der FDP lehnen die Vorlage deutlich (40 
Prozent) ab.
Trotz des Vorsprungs des Nein-Lagers ist die Abstimmung noch nicht
entschieden. 39 Prozent der Stimmberechtigten wissen im Moment noch 
nicht, ob sie am 7. März Ja oder Nein stimmen wollen. Die 
Unsicherheit ist in der französischsprachigen Schweiz (48 Prozent 
unentschlossene) etwas höher als in der Deutschschweiz (36 Prozent). 
Auch die Frauen sind etwas unsicherer (44 Prozent) als die Männer (32
Prozent). Am unsichersten sind die jüngeren Stimmberechtigten bis zum
34. Altersjahr: Auch sie sagen zwar mehrheitlich Nein (24 Prozent zu 
8 Prozent Ja). 51 Prozent dieser Alterskategorie haben sich 
allerdings noch keine definitive Meinung gebildet.
Tausende von aktiven Gewerkschaften gegen die Propagandamillionen 
der Versicherungen
Die Gewerkschaften wollen die Abstimmung und nicht die Umfragen 
gewinnen und werden daher in den kommenden Wochen alles daran 
setzten, die Unentschlossenen von einem Nein zum Rentenklau zu 
überzeugen. Die finanziellen Mittel in der Abstimmungskampagne sind 
dabei sehr ungleich verteilt. Während der Befürworterseite ein Betrag
von 8 bis 12 Millionen zur Verfügung steht, der zu einem grossen Teil
von den Versicherungsgesellschaften stammt - bezeichnenderweise legt 
das Komitee seine Finanzen nicht offen - haben die Gegner der 
Rentensenkung insgesamt gerade mal 800'000 Franken zur Verfügung. 
Darum setzen die Gewerkschaften auf die Handlungsbereitschaft ihrer 
Mit-glieder. Rund eine viertel Million Rentenklau-Rechner und mehrere
hunderttausend Flugblätter gegen Rentenklau werden in den kommenden 
Wochen von Gewerkschaftsmitgliedern an Arbeitsplätzen und auf der 
Strasse verteilt.
Umfrage steht allen zur Verfügung
Die repräsentative Demoscope-Umfrage stellen wir allen Medien, 
Parteien und auch dem gegnerischen Komitee transparent zur Verfügung.
Die Detailresultate sowie eine durch uns erstellte Grafik sind im 
Anhang oder unter www.sgb.ch/rentenklau/umfrage.pdf bzw. 
www.sgb.ch/rentenklau/umfrage_grafik.pdf zu finden.

Kontakt:

Pietro Cavadini, Leiter SGB-Kampagnen, Tel. 079-353 01 56

Nico Lutz, Co-Leiter Abteilung Kommunikation und Kampagnen Unia, Tel.
076-330 82 07

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