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comparis.ch zum 10-Rappen-Takt bei Swisscom und M-Budget Mobile - Plötzlich ist fairer Sekundentakt möglich

Zürich (ots)

Die Kunden von M-Budget Mobile und Swisscom werden ungleich
behandelt. Nach öffentlicher Kritik rechnet Swisscom bei M-Budget
Mobile ab 3. Oktober sekunden-genau ab. Bei den eigenen Kundinnen und
Kunden dagegen rundet Swisscom nach wie vor auf die nächsten 10
Rappen auf. Nach Schätzungen des Internet-Vergleichsdiensts
comparis.ch zahlen die Kunden von Swisscom Mobile so 100 Millionen
Franken jährlich zu viel.
Der auf den ersten Blick attraktive Minutenpreis
von M-Budget Mobile hat einen Haken: Bis gestern existierte er nur
auf dem Papier. Bei der Abrechnung hat die M-Budget-Partnerin
Swisscom bisher immer auf die nächsten 10 Rappen aufgerundet. Nach
Berechnungen des Internet-Vergleichsdiensts comparis.ch bezahlte man
bei einer durchschnittlichen Gesprächsdauer von 64 Sekunden1 4,7
Rappen pro Minute zu viel. Damit kostete M-Budget Mobile nicht 44
Rappen wie in der Werbung angepriesen, sondern knapp 49 Rappen pro
Minute in der Praxis. Coop Mobile dagegen rechnet sekundengenau ab -
ohne versteckte Kosten und ist mit 46 Rappen pro Minute günstigste
Prepaid-Anbieterin.
Migros gibt sich in der Prepaid-Preisschlacht nicht mit dem zweiten
Platz zufrieden. Darum muss Swisscom bei M-Budget Mobile seit heute
auf die nächsten 10 Rappen abrunden. Dies bedeutet, dass das
Durchschnittsgespräch 4,7 Rappen pro Minute weniger kostet als die
publizierten 44 Rappen. M-Budget ist damit auf dem Papier und in der
Praxis die günstigste Anbieterin: Der Minutenpreis kommt bis zum 2.
Oktober rein rechnerisch auf 39 Rappen zu stehen.
Das für Konsumentinnen und Konsumenten vorteilhafte Abrunden ist
aber nur eine Notlösung. Swisscom braucht eine gewisse Zeit, um den
Sekundentakt zu programmieren. Ab 3. Oktober werde fair abgerechnet,
hiess es bei Swisscom. Erst dann entsprechen die publizierten
günstigsten 44 Rappen auch tatsächlich 44 Rappen pro Minute. "Schade
eigentlich, die Konsumenten hätten die 39 Rappen gefreut. M-Budget
Mobile wäre damit ein echtes Budget-Angebot", bedauert Ralf Beyeler,
Telekom-Experte bei comparis.ch.
Treue Swisscom-Kunden zahlen zu viel
Bei M-Budget scheint die Umstellung auf die kundenfreundliche
sekundengenaue Taktung in kurzer Zeit möglich zu sein. Aber was ist
mit all den treuen Swisscom-Mobile-Kunden? Swisscom ist die einzige
Mobile-Anbieterin in der Schweiz, die im 10-Rappen-Takt abrechnet.
Andere Anbieter kennen den kundenfreundlichen Sekundentakt.
Schätzungen von comparis.ch zeigen, dass Swisscom durch das Aufrunden
auf die nächsten 10 Rappen über 100 Millionen verdeckt, auf Kosten
ihrer Kundinnen und Kunden, pro Jahr verdient. Nicht nur im
Mobile-Bereich generiert Swisscom durch den 10-Rappen-Takt
zusätzliche Einnahmen. Schätzungsweise weitere 100 Millionen Franken
jährlich nimmt Swisscom dadurch auch im Bereich Festnetz ein.
"Versteckte Gebühren wie der 10-Rappen-Takt sind für den Anbieter
eine gute Möglichkeit, zusätzliche Einnahmen zu generieren. Die
Kunden schauen - wenn überhaupt - nur auf die gross angepriesenen
Minutenpreise. Zusätzliche Gebühren sind für viele Kunden zu gut
versteckt", kritisiert Beyeler.
1 Gemäss offizieller BAKOM-Fernmeldestatistik (provisorische Zahlen
für 2004) dauert der durchschnittliche Anruf aus dem Schweizer
Handynetz in die Schweizer Telefonnetze 64 Sekunden. Gegenüber
comparis.ch wollte Swisscom Mobile keine Auskunft über die
Durchschnittsgesprächsdauer ihrer Kunden (Prepaid und Abo) geben. Für
Abo-Kunden gibt das Unternehmen lediglich eine längere Gesprächsdauer
als 64 Sekunden an.

Kontakt:

Ralf Beyeler
Bereichsleiter Telecom
Tel.: +41/79/467'07'81
E-Mail: info@comparis.ch
Internet: www.comparis.ch

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