Tous Actualités
Suivre
Abonner Städteinitiative Sozialpolitik

Städteinitiative Sozialpolitik

Städteinitiative Sozialpolitik: Sozialhilfe in 13 Schweizer Städten - uneinheitliche Entwicklungen im Jahr 2009

Zürich (ots)

Die Sozialhilfezahlen in 13 Schweizer Städten lagen
2009 insgesamt leicht tiefer als im Vorjahr. Doch in den einzelnen 
Städten, die an einem jährlich durchgeführten Kennzahlenvergleich der
Städteinitiative Sozialpolitik beteiligt sind, entwickelten sich die 
Zahlen unterschiedlich.
So waren die Fallzahlen in Zürich, Basel, Luzern, Schaffhausen und
Uster rückläufig. In Winterthur, St. Gallen und Wädenswil blieb der 
Fallbestand praktisch gleich oder erhöhte sich nur geringfügig. 
Hingegen wiesen die Städte Bern, Lausanne, Biel, Zug und Schlieren 
eine merkliche Fallzunahme aus, am deutlichsten Schlieren mit 6.2%.
Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit
Die längerfristige Entwicklung der Fallzahlen zeigt eine deutliche
Differenz zwischen den Städten der Deutschschweiz und jenen der 
Westschweiz. So weisen Biel und Lausanne seit 2004 praktisch 
durchgehend steigende Fallzahlen auf, während diese in den übrigen 
Städten - zumindest zwischenzeitlich - gesunken sind. Die 
Arbeitslosigkeit in diesen beiden Städten ist denn auch deutlich 
höher als in den meisten anderen Vergleichsstädten. Einzig Schlieren 
weist ähnlich hohe Arbeitslosenraten aus - und ebenso eine starke 
Fallzunahme in der Sozialhilfe. Dies zeigt den Zusammenhang zwischen 
Arbeitslosenquote und Sozialhilfezahlen.
Aktuelle Trends 2010
Ein Blick auf das laufende Jahr 2010: Als mögliche, zeitlich 
verzögerte Folge der Wirtschaftskrise ist der Anteil neuer Fälle seit
Herbst 2009 in vielen Städten im Steigen begriffen, und seit 
Jahresbeginn können eher weniger Fälle abgeschlossen werden. 
Verschiedene am Kennzahlenvergleich beteiligte Sozialdienste 
beobachten ausserdem eine Zunahme an Working Poor; so berichten 
Winterthur, Basel und Schaffhausen, dass viele Neuzugänge als 
Eintrittsgrund "zu wenig Lohn" angeben. Unter den Erwerbslosen, die 
sich bei der Sozialhilfe anmelden, finden sich zudem erneut mehr 
Personen, die keine Berechtigung auf Arbeitslosenentschädigung haben.
Zusätzliche Städte und neue Datenbasis
Am Kennzahlenvergleich beteiligten sich bis anhin acht Städte: 
Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Schaffhausen, Uster, Winterthur und 
Zürich. Neu dabei seit dem Berichtsjahr 2009 sind Biel, Lausanne, 
Schlieren, Wädenswil und Zug. Ferner basiert der Vergleich erstmals 
auf den Zahlen der schweizerischen Sozialhilfestatistik des 
Bundesamtes für Statistik (BFS).
Der vollständige Bericht steht zum download zur Verfügung unter: 
www.staedteinitiative.ch / Aktuell

Kontakt:

Patrik Müller
Leiter Arbeitsgruppe Kennzahlenbericht
Stellenleiter Sozialamt St. Gallen
Tel.: +41/71/224'54'55

Plus de actualités: Städteinitiative Sozialpolitik
Plus de actualités: Städteinitiative Sozialpolitik
  • 07.05.2010 – 13:15

    Martin Waser ist neuer Präsident der Städteinitiative Sozialpolitik

    Luzern (ots) - Die Städteinitiative Sozialpolitik hat an ihrer Frühlingskonferenz den Zürcher Stadtrat und Sozialvorsteher Martin Waser zum neuen Präsidenten gewählt. Waser will in seiner Funktion, die er am 1. Juli antritt, die sozialpolitischen Anliegen der Städte und ihre Lösungskompetenzen auf Bundes- und Kantonsebene verstärkt einbringen. Das ...

  • 29.04.2010 – 10:00

    Städteinitiative Sozialpolitik: Frühförderung - wichtiger Beitrag zur Chancengerechtigkeit

    Bern/St. Gallen (ots) - Die Städteinitiative Sozialpolitik macht in ihren jüngst verabschiedeten Thesen die Bedeutung und den Nutzen von Frühförderung deutlich. Alle Kinder im Vorschulalter können davon profitieren. Überdurchschnittlich gross ist aber der Gewinn für Kinder sozial benachteiligter Familien. Sie erhalten dank früher Förderung bessere ...

  • 13.11.2009 – 11:30

    Städteinitiative Sozialpolitik - Armutsprävention: Soziales Gebot und wirtschaftliche Vernunft

    Winterthur (ots) - Die Städteinitiative Sozialpolitik hat die Armutsprävention schon vor Jahren auf die politische Agenda gesetzt. Im Alltag freilich sind viele Ressourcen gebunden mit ebenso wichtigen anderen Aufgaben: Zum Beispiel, mittels professioneller Sozialhilfe bestehende Armut zu lindern. Eine präventive Sozialpolitik - alles tun, damit Armut nicht ...