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Alpen-Initiative

Sanierung Gotthard-Strassentunnel: Verladelösung im Sinne der Regionen und der Verlagerung optimieren

Altdorf (ots)

Die Alpen-Initiative betrachtet die Vorschläge des
Bundesrats für eine Sanierung des Gotthard-Strassentunnels als gute 
Gesprächsgrundlage. Das Konzept mit Verlademöglichkeiten für 
Personen- und Lastwagen enthält ein hohes Optimierungspotential im 
Sinne der Interessen der direkt betroffenen Alpenkantone. Es bietet 
zusätzlich die Chance, gleichzeitig die vom Volk 1994 beschlossene 
Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs auf die Schiene 
umzusetzen.
Die mit dem vorgeschlagenen Autoverlad Göschenen-Airolo  
einhergehenden möglichen wirtschaftlichen Nachteile der betroffenen 
Regionen können vermieden werden, wenn entweder die Kapazität auf 800
Fahrzeuge pro Stunde und Richtung erhöht wird oder die Bauarbeiten im
Sommer länger als geplant unterbrochen werden. Eine Umleitung des 
Verkehrs über die Passtrasse ist unnötig. Wird der LKW-Verlad im 
Basistunnel auf drei statt nur zwei Züge pro Stunde und Richtung 
ausgelegt, so kann er den Gotthard-Anteil der dann noch erlaubten 
650'000 alpenquerenden Lastwagenfahrten vollständig übernehmen. Damit
entfallen Umwegfahrten über andere Pässe. Falls den betroffenen 
Regionen trotzdem wirtschaftliche Nachteile entstehen, sind diese zu 
entschädigen.
"Die technisch bedingte Beschränkung des Schwerverkehrs bietet 
eine einmalige Chance für die von der Bundesverfassung verlangte 
Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene und bringt Uri und 
Tessin zusätzliche Arbeitsplätze", sagt Alf Arnold, Geschäftsführer 
der Alpen-Initiative. Notwendig dafür sind die Aufrechterhaltung des 
Lastwagenverlads nach der Sanierung und ein Lastwagenverbot im 
renovierten Strassentunnel; nur regionaler Schwerverkehr soll noch 
erlaubt sein. Die Fahrten auf der Rola im Basistunnel (ca. 500'000) 
können über eine Alpentransitbörse zugeteilt werden, die auch die 
andern Alpenpässe (ca. 150'000) einschliesst.
Diese Regelung erlaubt es, den Strassentunnel weniger aufwändig zu
sanieren und die Fahrtrichtungen im Tunnel mit einer Mittelleitplanke
zu trennen. Eine Sanierung nur für Personenwagen kostet weniger, 
dauert weniger lang und bringt mehr Sicherheit nicht nur im 
Strassentunnel, sondern auch auf dem Steilrampen davor und dahinter. 
Durch den Wegfall des Schwerverkehrs wird der Personenwagenverkehr 
verflüssigt. Die notwendige Umleitung einiger Güterzüge durch den 
alten Scheiteltunnel ist ein Beitrag zur Erhaltung der Bergstrecke. 
Die Leventina und das Urner Reusstal werden von Emissionen entlastet.

Kontakt:

Alf Arnold, Geschäftsführer, 079 711 57 13
Fabio Pedrina, Präsident 079 249 29 42

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