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Roland Berger Strategy Consultants: In der Krise stehen die Suche nach neuen Wachstumsfeldern sowie Flexibilität ganz oben auf der Agenda der militärischen und zivilen Luft- und Raumfahrtbranche

Hamburg (ots)

- Umfrage unter 100 Top-Managern aus vier Ländern 
   - 90 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Krise noch 
     mindestens ein bis zwei Jahre andauern wird 
   - Verkehrs- und Firmenjets sind die von der Krise am stärksten 
     betroffenen Segmente 
   - Bei den meisten Luft- und Raumfahrtunternehmen haben daher neben
     Ausbau der globalen Marktpräsenz und Marketing & Vertrieb, 
     Programmmanagement und Steigerung der Flexibilität höchste 
     Priorität im Jahr 2009
Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch die Luft- und 
Raumfahrt erfasst. Die zivile Luftfahrt trifft es dabei am härtesten.
Bei den meisten Luftfahrtunternehmen genießen folglich 2009 der 
Ausbau der globalen Marktpräsenz, Marketing & Vertrieb, 
Programmmanagement sowie die Steigerung der Flexibilität höchste 
Priorität. Das ist eines der Kernergebnisse einer Studie von Roland 
Berger Strategy Consultants, der führenden Strategieberatung im 
europäischen Luft- und Raumfahrtsektor. Die Berater haben in einer 
Umfrage unter 100 Entscheidern der europäischen Luftfahrt die 
Top-Zukunftsthemen der Branche ermittelt und unter dem Titel 
"European Aerospace & Defense Industry - Top-Management Issues Radar 
2009" zusammengefasst.
"In einer Krise müssen Luft- und Raumfahrtunternehmen vor allem 
die Themen Flexibilität sowie Marketing & Vertrieb ins Visier 
nehmen", erläutert Manfred Hader, Partner im europäischen 
Kompetenzteam Aerospace & Defence bei Roland Berger Strategy 
Consultants. Flexibilität gilt als einer der wichtigsten 
Erfolgsfaktoren in der Branche, besonders angesichts hoher 
Unsicherheiten auf Kunden- und Lieferantenseite. 
Auftragsverschiebungen und -stornierungen zwingen die Manager, 
zunehmend auf den Bereich Marketing & Vertrieb zu fokussieren. Zu 
diesem Ergebnis kommt die Roland Berger Untersuchung "European 
Aerospace & Defense Industry Top Management Issues Radar 2009". Dazu 
haben die Berater 100 Top-Manager aus Frankreich, Deutschland, 
Italien und Großbritannien zu ihren strategischen Prioritäten 
befragt. Die Teilnehmer repräsentieren Unternehmen aus allen 
Teilbranchen und Segmenten der Wertschöpfungskette. Ein Drittel von 
ihnen sind Firmenchefs von Unternehmen aus den Bereichen ziviler 
Flugzeugbau, Sicherheit sowie Raumfahrt und Verteidigung. Aus den 
Ergebnissen der Umfrage haben die Experten von Roland Berger die 
Zukunftsthemen der Branche ermittelt.
Firmenjets, Kurzstrecken- und Verkehrsflugzeuge besonders unter 
Druck Den befragten Entscheidern zufolge leiden die Sparten Verkehrs-
und Firmenjets am stärksten unter der Krise. Vor allem Hersteller im 
Firmenjetsegment haben mit massiv rückläufigem Auftragseingang und 
mit Auftragsstorni zu kämpfen. Als etwas weniger krisenanfällig 
erweisen sich derzeit noch Hubschrauberhersteller, da sie neben dem 
Zivilgeschäft auch über signifikante Anteile im Militär- sowie im 
Servicegeschäft verfügen, die bisher nur wenig von der Krise 
betroffen sind. Die Segmente Verteidigung und Raumfahrt hat die Krise
bislang noch weitgehend verschont; dies kann sich mittelfristig 
jedoch noch ändern - etwa durch Kürzungen der Verteidigungsetats, um 
die ausufernde Staatsverschuldung zu bremsen.
Hauptsorge bereitet den meisten Befragten die Auswirkungen der 
Krise auf die Auftragslage. 73 Prozent der Befragten beobachten einen
zum Teil starken Nachfragerückgang. Für 85 Prozent sind 
Auftragsverschiebungen seitens der Kunden bereits Realität und 54 
Prozent mussten im Zuge der Krise schon Auftragsstornierungen 
hinnehmen. Neben der Auftragslage wird vor allem die Stabilität der 
Lieferkette mit Sorge betrachtet - für 61 Prozent der Befragten 
mussten bereits Insolvenzrisiken auf Lieferantenseite managen.
Rückgang der Akquisitonsaktivitäten
Für die Hälfte der Befragten kam die Krise trotz Warnsignalen 
überraschend, stellt aber ihre Unternehmensstrategie nicht 
grundsätzlich in Frage. So wollen die Unternehmen an den meisten 
strategischen Maßnahmen, wie z.B. der Verlagerung des Footprints in 
Niedriglohnländer oder in die Dollarzone, auch in der Krise 
festhalten. Kurzfristig wird es jedoch zu einem signifikanten 
Rückgang der Akquisitionsaktivitäten kommen. 52 Prozent der Befragten
gaben an, dass sie bis auf weiteres ihre Akquisitionsaktivitäten 
gestoppt hätten. In der Branche war bereits 2008 ein Rückgang des 
M&A-Transaktionsvolumens von 31,2 auf 24,8 Milliarden US-Dollar zu 
verzeichnen.
Unternehmen rechnen frühestens in ein bis zwei Jahren mit Ende der
Rezession
In der Krise liegen den Top-Entscheidern zufolge aber auch 
Chancen. Sie ermögliche eine Verschlankung der Strukturen, eröffne 
günstige Übernahmegelegenheiten und erleichtere die Einstellung 
ansonsten kaum verfügbarer Experten, wie z.B. Ingenieuren. Auch 
bestehende Verträge ließen sich unter Umständen zu günstigeren 
Konditionen neu aushandeln. "Einen weiteren Vorteil der Krise sehen 
die Befragten darin, dass sie Unternehmen zu mehr Kundenorientierung 
zwingt", sagt Hader.
Für die Top-Manager steht zudem fest, dass die Krise noch nicht 
vorbei ist. 52 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die 
Rezession noch ein bis zwei Jahre anhält, 42 Prozent gehen sogar von 
mehr als zwei Jahren aus. Nach Auftragsrückgängen, die sich vielfach 
im zweistelligen Prozentbereich bewegen werden, wird die darauf 
folgende Erholung nach Einschätzung der Befragten mit Wachstumsraten 
von fünf bis zehn Prozent eher moderat ausfallen.
"Flexibilität in der Fertigung und entlang der 
Wertschöpfungskette" wird in diesem Zusammenhang als einer der 
zentralen Erfolgsfaktoren während der Krise und in der anschließenden
Erholung genannt. Ein innovatives Produkt- und Service-Portfolio 
sowie Kostenführerschaft halten viele im neuen Aufschwung ebenso für 
unverzichtbar. "Um die direkten oder indirekten Kosten zu senken, 
zieht deshalb das Gros der befragten Unternehmen Kostensenkungen in 
Betracht oder hat diese bereits eingeleitet", meint Luftfahrtexperte 
Hader.
Die vollständige Studie können Sie kostenfrei bestellen: 
www.rolandberger.com/pressreleases
Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der 
weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 36 Büros in 25 Ländern 
ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Mehr als 
2.100 Mitarbeiter haben 2008 einen Umsatz von rund 670 Mio. EUR 
erwirtschaftet. Roland Berger Strategy Consultants ist eine 
unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 180 
Partnern.

Pressekontakt:

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Sebastian Deck
Roland Berger Strategy Consultants
Tel.: +49 (0) 89-9230 8190
Fax: +49 (0) 89-9230 8599
E-Mail: press@de.rolandberger.com

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