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Roland Berger Studie zur Nutzfahrzeugindustrie: Kundenbedürfnisse und Anforderungen gleichen sich weltweit an
Der Markt der Zukunft ist global

München (ots)

- Umfrage unter 50 Top-Managern von Herstellern und Zulieferern 
     weltweit 
   - Nutzfahrzeugindustrie besonders von Finanz- und 
     Wirtschaftskrise betroffen: Einbruch bei Neubestellungen im   
     vierten Quartal 2008 von bis zu 98 Prozent 
   - Kundenbedürfnisse und regulatorische Vorgaben nähern sich 
     weltweit immer weiter an / Globale Produktplattformen und 
     -konzepte werden möglich 
   - Etablierte Hersteller können ihre Fahrzeuge für Wachstumsmärkte 
     "abspecken", Hersteller in den Schwellenländern mit günstigen 
     Produkten andere Schwellenländer erobern und so schrittweise den
     Eintritt in die etablierten Märkte vorbereiten
Die etablierten Hersteller von Nutzfahrzeugen leiden besonders 
unter der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Ordereingänge gingen im 
vierten Quartal um bis zu 98 Prozent zurück, weil die Nachfrage etwa 
nach Lastkraftwagen deutlich nachgelassen hat und die Finanzierung 
von Nutzfahrzeugen immer schwieriger wird. Die Originalhersteller 
(OEM) der Triademärkte Europa, USA und Japan suchen daher 
Wachstumschancen in Schwellenländern wie China, Indien, Brasilien und
Russland. Die dortigen Anbieter weiten ihrerseits ihre Absatzmärkte 
weltweit aus: Die Roland Berger Studie "Truck industry 2020: The 
future is global" zeigt, dass sich die Kundenbedürfnisse ebenso wie 
die regulatorischen Vorgaben weltweit immer weiter angleichen. Das 
bietet Chancen sowohl für etablierte Hersteller als auch für 
Produzenten aus den Schwellenländern. Mit globalen Produktplattformen
und klaren Strategien können beide von der Globalisierung 
profitieren.
"Während das Geschäft der etablierten Hersteller in ihren 
Heimatmärkten Ende 2008 und zu Jahresbeginn fast vollständig 
zusammengebrochen ist, wachsen die Märkte in Schwellenländern wie 
Brasilien oder China weiter", sagt Norbert Dressler, Principal im 
Kompetenzzentrum Automotive bei Roland Berger Strategy Consultants. 
"Daher drängen die etablierten Hersteller mit Macht auf diese 
Märkte". Chinesische und indische OEM verzeichnen seit 2005 
zweistellige Wachstumsraten. "Immer größere Transportvolumen, das 
starke Wirtschaftswachstum und immer bessere Straßen werden die 
Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in den Schwellenländern auch weiter 
steigen lassen", sagt Dressler. In den kommenden Jahren rechnen die 
Experten von Roland Berger in diesen Ländern mit einem jährlichen 
Wachstum um 30 Prozent.
Die Zukunft ist global - die Märkte nähern sich an
"Umgekehrt haben aber auch lokale Hersteller in den 
Schwellenländern ihre Chancen auf dem Weltmarkt erkannt ", sagt 
Roland Berger Partner Jochen Gleisberg. Unterstützt wird der Trend 
zur Globalisierung dadurch, dass sich die rechtlichen 
Rahmenbedingungen sowie die Kundenbedürfnisse in der Europäischen 
Union, den USA, Indien und China, immer stärker annähern." Egal ob 
bei Qualität, Service, Finanzierung oder Komfort - die Prioritäten 
der Kunden werden bis 2020 auf der ganzen Welt sich weiter annähern",
sagt Gleisberg. Für die Hersteller bietet das die Chance, langfristig
den Markt mit globalen Konzepte und Kompponenten beliefern zu können.
"Bis es soweit ist, sollten die Unternehmen ihre Produkte gezielt an 
die noch bestehenden Unterschiede in den einzelnen Märkten anpassen",
sagt Gleisberg. Die OEMs müssen sich eindeutig positionieren und 
organisatorisch zielgerichtet aufstellen. "Eine unklare Ausrichtung 
führt zu ineffizienten Strukturen", sagt Gleisberg. "Maßnahmen wie 
der Bezug von Komponenten oder Fertigung vor Ort (local sourcing) 
ermöglichen weitere Einsparungen."
Strategien für den Eintritt in Schwellenländer
Der Markt besteht aus den drei Segmenten Premium, Budget und 
Low-cost. Das Low-cost segment wird in Indien und China verbreitet 
bleiben. Allerdings findet eine Verschiebung in das Budget- Segment 
statt. Die Autoren sehen drei strategische Optionen für den Eintritt 
etablierter Hersteller in Schwellenländer:
1. Konzentration auf das höhere Budget-Segment (oder auf den 
      niedrigen Premium-Bereich): Dabei müssen existierende 
      Premium-Produkte an die lokalen Kundenwünsche angepasst und 
      abgespeckt werden. In sich noch entwickelnden Ländern haben 
      etablierte Anbieter technologische Startvorteile.
   2. Konzentration auf das Low-cost-Segment: Entscheidend ist 
      hierbei, sich an die Bedürfnisse des Markts anzupassen und mit 
      dem Markt zu wachsen.
   3. Ausweitung der Strategie 2 durch Export in andere 
      Schwellenländer.
Strategien für den Eintritt in den Weltmarkt
Für Hersteller aus den Schwellenländern gilt umgekehrt:
1. Export eines aktuell erfolgreichen Low-Cost Trucks in andere 
      Schwellenländer: So lassen sich Mengenvorteile erzielen und 
      Risiken verteilen.
   2. Wachstum mit dem jeweiligen Heimatmarkt im Hinblick auf 
      Technologie und Vorstoß in das Budget-Segment: Dieses Modell 
      verfolgen momentan die meisten Hersteller in den 
      Schwellenländern.
   3. Erweiterung der Strategie 2 durch Ausbau und Expansion in höher
      entwickelte Märkte
"Egal, aus welchem Blickwinkel man den Markt für 
Nutzfahrzeugindustrie betrachtet", sagt Dressler, "der Schlüssel für 
künftigen Erfolg liegt in der Globalisierung."
Die vollständige Studie können Sie kostenfrei bestellen unter: 
www.rolandberger.com/pressreleases
Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der 
weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 36 Büros in 25 Ländern 
ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Mehr als 
2.100 Mitarbeiter haben 2008 einen Umsatz von rund 670 Mio. EUR 
erwirtschaftet. Roland Berger Strategy Consultants ist eine 
unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 180 
Partnern.

Pressekontakt:

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Sebastian Deck
Roland Berger Strategy Consultants
Tel.: +49 (0) 89-9230 8190
Fax: +49 (0) 89-9230 8599
E-Mail: press@de.rolandberger.com

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