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KPMG: Grenzüberschreitendes Geschäft stellt europäische Banken vor Herausforderungen

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Zürich (ots)

Hinweis: Die Studie "Banking beyond borders: will European consumers
         buy it?" kann im pdf-Format unter www.newsaktuell.ch/d 
         kostenlos heruntergeladen werden.
Gemäss einer neuen Studie von KPMG haben Banken mit
Herausforderungen zu kämpfen, wenn sie von den Vorteilen des
Binnenmarktes für Finanzdienstleistungen, dessen Umsetzung die EU bis
2005 vorsieht, profitieren wollen.
Eine von YouGov im Auftrag von KPMG durchgeführte Umfrage bei über
2'300 Konsumenten in zehn europäischen Ländern ergab, dass beinahe
zwei von drei Bankkunden lieber mit ihrer eigenen als mit einer
ausländischen Bank zu tun haben, und dass zudem deutliche Widerstände
gegen das Aufkommen von europaweit tätigen "Superbanken" bestehen.
Anhand dieser unter Konsumenten in Tschechien, Frankreich,
Deutschland, Italien, Niederlande, Polen, Spanien, Schweden, Schweiz
und in Grossbritannien durchgeführten Umfrage sollten das Interesse
für grenzüberschreitende Bankgeschäfte sowie die aktuelle
Zufriedenheit mit dem Bankgeschäft beurteilt werden. Die Ergebnisse
werden in der  Studie Banking beyond borders: will European consumers
buy it? publiziert.
Einige der Ergebnisse dürften die Banken zuversichtlich stimmen.
Insgesamt sprachen sich 68 Prozent der Bankkunden für die Idee eines
Binnenmarktes für Finanzdienstleistungen aus, während 60 Prozent
angaben, sie würden den Erwerb von Produkten einer ausländischen Bank
zumindest in Betracht ziehen. Die Hälfte der befragten Konsumenten
meinte übereinstimmend, dass die Märkte für das Bankengeschäft einer
Öffnung bedürfen.
Aber diese allgemeinen Zahlen täuschen über einen quer durch
Europa verlaufenden Graben hinweg.  Bankkunden in Nord- und
Mitteleuropa lehnen Geschäfte mit ausländischen Banken im Allgemeinen
ab.  Dies trifft insbesondere auf Grossbritannien zu, wo nur 38
Prozent der Konsumenten die Gründung eines Binnenmarktes
unterstützten (verglichen mit einem Gesamtdurchschnitt von 68
Prozent), aber auch für die Niederlande, wo 71 Prozent der Ansicht
waren, sie würden lieber mit ihren eigenen Banken als mit solchen aus
dem Ausland Geschäfte tätigen.
Dagegen zeigten sich die Länder Süd- und Osteuropas bedeutend
empfänglicher.  In Spanien, Italien, Polen und Tschechien würden über
80 Prozent der Bankkunden die Gründung eines Binnenmarktes für
Finanzdienstleistungen begrüssen, zudem manifestierte sich dort ein
hohes Mass an Zustimmung für die Aussage: "Mit der zunehmenden
Öffnung der Märkte für ausländische Banken muss sich das Bankgeschäft
einem Wandel unterziehen."
Die Herausforderung für Banken, welche ihr grenzüberschreitendes
Geschäft erfolgreich ausbauen wollen, wurde zudem durch die Tatsache
unterstrichen, dass beinahe die Hälfte aller europäischen Konsumenten
nicht einmal den Namen einer einzigen ausländischen Bank nennen
konnte.  Nur 52 Prozent der Befragten konnten eine solche Bank
nennen.  Am häufigsten genannt wurde die Deutsche Bank (10 Prozent),
gefolgt von Citibank (4 Prozent) und Barclays (4 Prozent).
Brendan Nelson, Global Chairman der KPMG Financial Services
Practice, meinte dazu: "Viele Banken bekunden Mühe, in ausländischen
Märkten Fuss zu fassen, und es macht den Anschein, als bliebe dieser
Weg weiterhin steinig - auch nach der formellen Einrichtung eines
Binnenmarktes.  Obwohl viele Konsumenten den Kauf von Produkten einer
ausländischen Bank in Erwägung ziehen würden, dürfte ein breit
angelegter Vorstoss schwierig sein.  Die Markenstrategie wird dabei
wahrscheinlich von ausschlaggebender Bedeutung sein.  Angesichts des
geringen Bewusstseins für ausländische Marken werden die Banken
entweder beträchtliche Summen in die Bewusstmachung investieren oder
ein lokales Unternehmen übernehmen müssen. Süd- und Osteuropa
erscheinen als die Märkte, die den Banken derzeit die günstigsten
Aussichten bieten."
Der Euro wird im Allgemeinen skeptisch beurteilt, was sich für
eine erfolgreiche Ausdehnung des grenzüberschreitenden Bankgeschäfts
als weiteres Hindernis erweisen könnte. Auf die Frage, ob die
Einführung des Euro ihrem Land Vorteile gebracht hat, antworteten 54
Prozent der Konsumenten in den fünf Ländern, die ihn eingeführt haben
(Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Niederlande), mit Nein,
während nur 32 Prozent zustimmten. Am negativsten viel die Antwort in
den Niederlanden aus, wo 73 Prozent die Frage verneinten. Dennoch
würden 66 Prozent der Befragten die Einführung des Euro in ganz
Europa begrüssen.
In den fünf Ländern, die den Euro nicht eingeführt haben
(Tschechien, Polen Schweden, Schweiz und Grossbritannien) sprach sich
eine kleine Mehrheit für eine Einführung aus - 47 gegen über 35
Prozent, mit 18 Prozent Unentschiedenen. Am geringsten fiel die
Unterstützung in Grossbritannien aus, wo sich 51 Prozent dagegen und
35 Prozent dafür aussprachen, während 14 Prozent unsicher waren.
Erfreulich für die Banken der meisten Länder dürfte das hohe Mass
an Kundenzufriedenheit sein.  Und viele Beobachter wird es
überraschen, dass 78 Prozent der Bankkunden der folgenden Aussage
zustimmten: "Meine Bank bietet einen guten Service, und ich bin froh,
meine Bankgeschäfte dort abzuwickeln." Am höchsten war die
Zufriedenheit in den Niederlanden (86 Prozent), gefolgt von der
Schweiz, Deutschland und Schweden.  Am wenigsten zufrieden zeigten
sich die Konsumenten in Italien (56 Prozent). Es ist deshalb kein
Zufall, dass die Unterstützung für das Geschäft mit ausländischen
Banken in Italien besonders hoch ausfiel.
Auch die Kundentreue erwies sich in allen Ländern als hoch. 53
Prozent der Verbrauchen sind seit mindestens zehn Jahren bei ihrer
Hauptbank, 19 Prozent zwischen sechs und zehn Jahren.  Dagegen
erwogen 15 Prozent der Konsumenten im kommenden Jahr einen Wechsel
ihrer Bank, wobei dieser Anteil in Italien 29 Prozent erreichte,
gefolgt von Polen mit 25 und Frankreich mit 20 Prozent.
Brendan Nelson meint abschliessend: "In den meisten Ländern dürfen
sich die Banken über die hohe Zufriedenheit mit ihren
Dienstleistungen freuen.  Möglicherweise führen die Kunden negative
Erfahrungen auf individuelle Fehler zurück, welche das Verhältnis zu
ihrer Bank im Allgemeinen nicht beeinträchtigen. Das bedeutet jedoch,
dass es im Ausland noch schwieriger sein wird, der Konkurrenz Kunden
abzuwerben. Um erfolgreich zu sein, müssen die Banken hervorragende
Dienstleistungen, landesübliche Konditionen und hoch entwickelte
Internet-Dienste anbieten. Obwohl in Europa durchaus Appetit auf die
Produkte und Dienstleistungen ausländischer Banken besteht, wird es
daher schwierig sein, ein echtes Geschäft aufzubauen. In Bezug auf
das grenzüberschreitende Bankgeschäft gibt es heute keine einfachen
Antworten."
Die Studie wurde im Februar 2004 von YouGov im Auftrag von KPMG
durchgeführt.  Die  Umfrage erfolgte online anhand einer
repräsentativen Stichprobe von Erwachsenen in zehn Ländern:
Tschechien, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Polen,
Spanien, Schweden, Schweiz und Grossbritannien.  Insgesamt wurden
2'360 Konsumenten befragt.
Ein Exemplar der Studie Banking beyond borders: will European
consumers buy it? ist bei  nkluser@kpmg.com oder als Download unter
www.kpmg.ch erhältlich.
KPMG International ist ein weltweit führender Verbund von
Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften und beschäftigt rund
100'000 Mitarbeiter in 150 Länder. Die Tätigkeiten von KPMG Schweiz
sind in der KPMG Holding (dem Schweizer Mitglied von KPMG
International) zusammengefasst. Unter diesem Dach beschäftigt KPMG in
der Schweiz rund 1'500 Mitarbeitende an dreizehn Standorten. Im
Geschäftsjahr 2003 erzielte KPMG Schweiz einen Umsatz von 343.8
Millionen Franken, dies entspricht einem Wachstum von 4.1 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr. Weiterführende Informationen finden Sie unter
www.kpmg.ch.

Kontakt:

KPMG
Stefan Mathys
Corporate Communications
Tel. +41/1/249'27'74
Mobile: +41/79/227'98'31
E-Mail: kpmgmedia@kpmg.ch

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