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Bundesamt für Privatversicherungen

Wachstum der Privatassekuranz im letzten Jahr

Bern (ots)

Der Privat-Versicherungsmarkt der Schweiz ist im
letzten Jahr gewachsen: und zwar sowohl, was die Zahl der
Versicherungsgesellschaften betrifft, als auch in Bezug auf das
gesamte Prämienvolumen. Dies zeigen die Statistiken im Bericht über
den Versicherungsmarkt Schweiz 2000 des Bundesamtes für
Privatversicherungen (BPV). Der Bericht beschreibt ferner die
Entwicklung der Aufsicht von Finanzkonglomeraten, die im letzten Jahr
deutliche Konturen erhalten hat.
Der Versicherungsmarkt in der Schweiz bleibt in Bewegung: Standen
vor einem Jahr 173 Privatversicherer unter der Aufsicht des BPV, so
waren es am 30. September 2001 188 Unternehmen. 18 haben seit
September 2000 neu die Bewilligung zum Geschäftsbetrieb in der
Schweiz erhalten, 2 haben den Betrieb eingestellt, und 1 ist durch
Fusion mit anderen Gesellschaften vom Markt verschwunden.
Die Privatversicherer (ohne Rückversicherungen) wiesen für das
Geschäftsjahr 2000 Prämieneinnahmen (gebuchte Bruttoprämien des
direkten Schweizergeschäftes) von 47,3 Milliarden Franken aus - 3,61%
mehr als 1999. Dies, nachdem zwischen 1998 und 1999 ein Einbruch von
5% zu verzeichnen war. Pro Kopf der Bevölkerung wurden im Jahr 2000
rund 6565 Franken an Privatversicherungsprämien ausgegeben.
Zunahme der Zahl der Rückversicherer
In bezug auf die Branchen hat der Markt keine markanten
Verschiebungen erfahren: Die Zahl der Gesellschaften, die das
Lebengeschäft betreiben, hat im Jahr 2000 gegenüber 1999 um 2 auf 30
abgenommen und ist seither stabil geblieben. Ein kontinuierlicher
Anstieg ist demgegenüber bei der Zahl der Unfall- und
Schadenversicherer zu verzeichnen: Im Jahr 2001 boten 114
Gesellschaften Unfall- und Schadenversicherungen an (2000: 108; 1999:
106). Bemerkenswert ist die Zunahme bei den Rückversicherern: Hatten
1999 noch 32 Gesellschaften das Rückversicherungsgeschäft angeboten,
so waren es im letzten Jahr 35 und am 31. August 01 gar 44.
Die Prämien in der Krankenversicherung stiegen um knapp 2,5% von
6,9 auf 7 Milliarden Franken. Im gleichen Rahmen zugenommen haben in
diesem Zweig die Schadenzahlungen (2,3%). Der Schadensatz (Verhältnis
der Schadenzahlungen zu den Prämieneinnahmen) dieses
Versicherungszweiges ist mit 76% gegenüber dem Vorjahr stabil
geblieben. Anders als 1999 wies die Krankenversicherung damit im Jahr
2000 nicht den höchsten Schadensatz auf: In der Feuer- und
Elementarschadenversicherung betrug das Verhältnis zwischen
Schadenzahlungen und Prämieneinnahmen 81%. Zum Vergleich: In den
übrigen Versicherungszweigen lagen die Schadensätze zwischen 46% und
71%.
Mit einem Anteil von fast 9% am gesamten Prämienvolumen und über
14% an den Schadenzahlungen bleibt die Motorfahrzeugversicherung der
wichtigste Schadenversicherungszweig im direkten Schweizergeschäft.
Die Prämieneinnahmen stiegen um gut 3% an, die Schadenzahlungen um
5%.
Noch immer sind die Folgen der Unwetterschäden im Jahre 1999 zu
spüren. Hatten diese Ereignisse im Jahre 1999 zu einem Anstieg der
Schadenzahlungen von 47% geführt, so waren es im Berichtsjahr
nochmals 17%: Dementsprechend hat sich der Schadensatz in der Feuer-
und Elementarschadenversicherung weiter auf 81% verschlechtert
(Vorjahr: 70%). Dies hat erneuten Niederschlag in den Zahlen der
Rückversicherer gefunden: Die Schadenrückstellungen sind um 6% auf
28,6 Milliarden Franken angestiegen.
Besonderes Gewicht der Kapitalanlagen
Bei einer Gesamtbilanzsumme von 441 Milliarden Franken haben die
Kapitalanlagen mit Blick auf die Kapitalerträge besonderes Gewicht.
Zwar machen die festverzinslichen Wertpapiere den grössten Teil der
Kapitalanlagen aus, doch ist ihr Anteil erneut rückläufig: Betrug er
1997 noch 39%, so ist er im Jahre 2000 auf 33% gesunken. Mit 17%
stabil geblieben ist demgegenüber der Anteil der Aktien und
Anlagefondsanteile; stabil ist auch deren Durchschnittsrendite
geblieben: Sie ist geringfügig von 3,17% auf 2,95% gesunken. Mit 6.4%
liess sich im Berichtsjahr mit Grundstücken und Bauten nach wie vor
eine hohe Durchschnittsrendite erzielen; im Vorjahr betrug sie 6,5%.

Kontakt:

Patrick Jecklin, Bundesamt für Privatversicherungen,
Tel. +41 31 325 01 65
[ 013 ]

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