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SFA: Wasserpfeife: orientalisch - modisch - gesundheitsgefährdend

Lausanne (ots)

Wasserpfeiferauchen ist im Trend: Eine wachsende
Anzahl Bars und Restaurants bieten ihrer vorwiegend jungen Kundschaft
den orientalischen Tabakgenuss an. Doch der aus langen Schläuchen
inhalierte Rauch ist nicht so harmlos wie meist angenommen. Ein
Überblick der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere
Drogenprobleme (SFA) über den aktuellen Wissensstand zeigt: Die weit
verbreitete Annahme, dass die Schadstoffe durch das Wasser
herausgefiltert würden, ist ein Irrtum.
Das Wasserpfeiferauchen ist in der arabischen Welt und in Teilen
Asiens eine alte Tradition. Weltweit rauchen etwa 100 Millionen
Menschen Wasserpfeife, vor allem in Nordafrika, Ägypten und im
Südwesten Asiens. In der Schweiz ist diese Form des Tabakrauchens
erst seit kurzem in Mode. In einer zunehmenden Anzahl Bars und
Restaurants können die Gäste in orientalisch gestylter Ambiance
Wasserpfeifen mit Tabak aller Geschmacksrichtungen rauchen oder sich
in Tabakläden, Shisha-Shops oder via Internet selbst mit den nötigen
Utensilien versorgen.
Beim Wasserpfeiferauchen wird mittels Holzkohle eine Mischung aus
Tabak und aromatischen Essenzen mit Frucht-, Honig- oder Minzaroma
erhitzt. Der Tabakrauch passiert nach kräftigem Ansaugen blubbernd
das Wassergefäss und wird dann durch den langen Schlauch inhaliert.
Das charakteristische Blubbern hat der Wasserpfeife den Namen
Hubble-Bubble eingetragen; sie ist aber auch unter den Bezeichnungen
Hookah, Shisha oder Nargileh bekannt. Das Wasserpfeiferauchen ist
meist ein Gruppenritual, das eine Stunde oder länger dauern kann.
Sehr viele Wasserpfeifenraucher sind der Überzeugung, dass das Wasser
die Schadstoffe aus dem Rauch herausfiltert. Ein Überblick über den
aktuellen Forschungsstand zeigt jedoch, dass dies ein Irrtum ist.
Nikotinabhängigkeit, Krebsgefahr und Herzerkrankungen
Auch wenn das Wasserpfeiferauchen erst seit kurzem Gegenstand der
Forschung ist, lässt sich aufgrund heutiger Erkenntnisse sagen, dass
die Gesundheitsrisiken mit jenen des Zigarettenrauchens vergleichbar
sind. Der Rauch der Wasserpfeife enthält nicht nur das abhängig
machende Nikotin, sondern auch Teer und andere Schadstoffe wie zum
Beispiel Arsen, Chrom und Nickel, die zu Krebserkrankungen der Lunge,
Mundhöhle und Blase sowie zu Tumoren an den Lippen führen können.
Wegen der Verwendung von glühender Kohle enthält der Rauch der
Wasserpfeife zudem grosse Mengen Kohlenmonoxyd. Dieses führt zu
Sauerstoffmangel im Blut und belastet dadurch Herz und Kreislauf.
Wird die Wasserpfeife von mehreren Personen gemeinsam geraucht,
besteht die Gefahr, dass Krankheiten wie Herpes, Hepatitis oder in
seltenen Fällen auch Tuberkulose übertragen werden. Ist die
Wasserpfeife mangelhaft gereinigt, kann das zu Pilzinfektionen
führen. Weil die Stiftung SFA zunehmend Anfragen zu den
Gesundheitsrisiken des Wasserpfeiferauchens erhält, hat sie für die
Interessierten ein Factsheet mit den wichtigsten Informationen
erstellt, das vom Internet heruntergeladen werden kann.
Link zum Factsheet:
http://www.sfa-ispa.ch/DocUpload/wasserpfeife.pdf
Diese Medienmitteilung finden Sie auch auf der Internetseite der
SFA:
http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDtheme=64&IDarticle=1183&IDcat24vis
ible=1&langue=D

Kontakt:

Janine Messerli
Tel. +41/21/321'29'74
E-Mail: jmesserli@sfa-ispa.ch

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