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Migros: Versuch am untauglichen Objekt

Zürich (ots)

Mehr als durchsichtige Strategie der Unia
Die Gewerkschaft Unia lädt zu einer Medienkonferenz ein und 
tituliert: Migros als Vorreiterin für schlechte Arbeitsbedingungen. 
Doch das ist ein Versuch am untauglichen Objekt.
Zwei von drei Gesamtarbeitsverträgen im Detailhandel hat die 
Migros abgeschlossen (Migros-L-GAV und Globus GAV, Coop GAV). Sie 
lässt sich allein ihren Landes-Gesamtarbeitsvertrag jährlich 600 Mio.
kosten. Mit einem umfassenden familienpolitischen Konzept, das vom 
Schwangerschafts-, Mutterschafts-, Vaterschafts- bis hin zum 
Elternschaftsurlaub reicht, ist sie eine familienpolitische 
Vorreiterin. Mit 2'900 Lernenden ist sie zudem die grösste private 
Lehrstellenanbieterin in der Schweiz. Und mit Lohnanpassungen von 
nominell 17.5 Prozent bzw. Reallohnerhöhung von 10.5 Prozent seit dem
Jahr 2001 muss sie auch in der Lohnpolitik keinen Vergleich scheuen.
Hätte die Gewerkschaft Unia in der Migros nicht eine so schmale 
Mitgliederbasis - sie vertritt nach ihren eigenen Angaben nur 2.5 
Prozent der Migros-Mitarbeitenden und knapp 3 Prozent im gesamten 
schweizerischen Detailhandel - wüsste sie auch, dass der Mindestlohn 
in der Migros (ein Mindestanfangslohn für zwanzigjährige ohne 
Berufsausbildung) bei weniger als 0.3 Prozent der Mitarbeitenden 
überhaupt Anwendung findet. Eine Gewerkschaft, die selbst in der 
hochproduktiven Uhrenindustrie einen Mindestlohn von CHF 2'400.- 
vereinbart hat und diese - wie in der Schweiz üblich - regional 
abgestuft, sollte sie mit Kritik an anderen vorsichtig sein. Das gilt
auch in der Arbeitszeitfrage. Schliesslich kann dank der Unia in der 
Maschinenindustrie - und davon wurde schon vielfach Gebrauch gemacht 
- die Arbeitszeit ohne jeden Lohnausgleich bis zu 45 Stunden erhöht 
werden. In der Migros wurde die Arbeitszeit für knapp 10 Prozent der 
Mitarbeitenden auf 43 Stunden erhöht - für 90 Prozent der 
Beschäftigten bleibt sie also bei 41 Stunden und liegt damit klar 
unter der durchschnittlichen Arbeitszeit in der Schweiz. Die 
betroffenen Mitarbeitenden erhalten dafür innerhalb eines Jahres bis 
zu 6 Prozent mehr Lohn.
Die unter www.migros.ch/medien hinterlegte Pressemappe zu diesem 
Thema zeigt solche und viele andere Hintergründe und Zusammenhänge 
auf, über die sie von der Gewerkschaft Unia nichts erfahren werden. 
Es ist Zeit, dass die Fakten auf den Tisch gelegt werden und sich die
Unia daran messen lassen muss.
Zürich, 29. Mai 2008
Migros-Genossenschafts-Bund
Corporate Communications
Limmatstrasse 152
Postfach 1766
CH-8031 Zürich
Zentrale	+41 (0)44 277 21 11
Fax	+41 (0)44 277 23 33 
media@migros.ch
www.migros.ch

Kontakt:

Urs Peter Naef, Mediensprecher MGB, Tel. 044 277 20 66, Email:
urs-peter.naef@mgb.ch

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