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Migros-Industrie: Exporte wachsen 2005 um 20 Prozent

Zürich (ots)

Die 16 Unternehmen der Migros-Industrie erzielten
trotz sinkendem Inland- und Export-Preisniveaus einen Nettoumsatz 
von CHF 4,526 Mrd. (Vorjahr CHF 4,397 Mrd.). Dies entspricht einem 
Wachstum von 2,9 Prozent. Erfreulicherweise stiegen die 
Exportumsätze im vergangenen Jahr um 20,1 Prozent auf CHF 291 Mio. 
Franken.
Das stärkste Umsatzwachstum verzeichneten 2005 die Unternehmen 
Migros-Betriebe Birsfelden AG (27,3%), Chocolat Frey AG (6,2%), 
Micarna SA (4,2%) und Estavayer Lait SA (3,1%). Zurückzuführen ist 
die enorme Steigerung der Migros Betriebe Birsfelden auf den Erfolg 
des Delizio-Kapsel-Systems für Kaffee und Tee sowie auf die neuen 
Export- und Industriegeschäfte. Bei Chocolat Frey resultiert das 
Wachstum fast ausschliesslich aus dem Export. Die Auswirkungen der 
sinkenden Preise sieht man besonders gut am Beispiel Seba Aproz SA: 
Während der Umsatz mit Getränken und Mineralwasser mit -0,5 Prozent 
leicht unter Vorjahr lag, stieg der Absatz in Tonnen um 5,6 Prozent 
im Vergleich zum Vorjahr.
85 Prozent des gesamten Nettoumsatzes erzielte die Migros-
Industrie mit den zehn regionalen Migros-Genossenschaften.
Exporte
Die Exporte (+20,1%) verliefen in den einzelnen Unternehmen 
unterschiedlich. Spitzenreiter mit einem Exportanteil von 46,2 
Prozent am Nettoumsatz ist Mibelle AG, gefolgt von Chocolat Frey AG 
(27,2%), Walter Leuenberger AG (20,6%) und Midor AG (14,7%). 
Grössere Wachstumsraten, jedoch auf tieferem Umsatzniveau, 
verzeichneten zudem Jowa (CHF 5,6 Mio.), Bischofszell Nahrungsmittel 
AG (CHF 5,1 Mio.) und Migros-Betriebe Birsfelden (CHF 4,9 Mio.). Mit 
Ausnahme der fleischverarbeitenden Betriebe Micarna und Optigal 
exportieren heute alle Unternehmen. Allerdings zum Teil auf tiefem 
Niveau, bedingt durch die hohen Schweizer Agrarpreise.
Die Unternehmen Micarna SA und Optigal SA fusionierten per 1.Januar 
2006. Bis die Synergiepotentiale die Leistungsfähigkeit der neuen 
Micarna mit dem Geschäftsbereich Geflügel spürbar beeinflussen, kann 
es ohne weiteres ein Jahr dauern. Weil seit 2005 die
Versteigerungen der Importkontingente laufen, fehlen heute 
wesentliche Mittel zur Verbilligung des Inlandgeflügels.
Das Grossverbrauchergeschäft inkl. Scana stagnierte im 
vergangenen Jahr (CHF 426 Mio. gegenüber CHF 427 Mio. im Vorjahr). 
Der Umsatz der Scana belief sich 2005 auf CHF 209 Mio. Die Umsätze 
mit der Migros-Gastronomie sind in diesen Zahlen nicht inbegriffen. 
Sie wurden bereits in den Genossenschafts- Umsätzen ausgewiesen.
Ende 2005 beschäftigten die 16 Unternehmen der M-Industrie im 
Inland 9’900 Mitarbeitende. Das sind 128 Mitarbeitende weniger als 
vor einem Jahr, dies als Folge gesteigerter Produktivität. Die 
produzierten Volumina haben in dieser Zeit gesamthaft um 2,7 Prozent 
zugenommen. Auch die Anzahl Lernende konnte von 272 auf 315 
gesteigert werden. Die M-Industrie bietet Lehren in 16 verschiedenen 
Berufen an.
2005 hat die Migros-Industrie wiederum gewichtige Investitionen 
in der Schweiz getätigt. Rund CHF 214 Mio. wurden in den 16 
Unternehmen für Erweiterungen, Rationalisierungen und Innovationen 
aufgewendet. Grössere Einzelprojekte wurden insbesondere durch die 
Jowa in Gränichen/SO, durch Chocolat Frey in Buchs/AG, durch Elsa in 
Estavayer und Scana in Regensdorf begonnen oder zum Abschluss 
gebracht. Die Migros-Industrie war wie immer in der Lage, diese 
Investitionen aus den erwirtschafteten Mitteln zu finanzieren.
Zur Migros-Industrie gehören neu folgende 15 Unternehmen (Stand 
1.1.2006):
Jowa AG, Volketswil	          Migros-Betriebe Birsfelden AG
Estavayer Lait SA	          Mibelle AG, Buchs
Micarna SA (Courtepin, Bazenheid) Mifa AG, Frenkendorf
Bischofszell Nahrungsmittel AG	  Seba Aproz SA
Chocolat Frey AG, Buchs	          Walter Leuenberger AG, Huttwil
Mifroma SA, Ursy	          Riseria Taverne SA
Midor AG, Meilen	          Scana Lebensmittel AG, Regensdorf
Mérat & Cie AG, Bern
Zürich, 8. Februar 2006
Information:
Urs Peter Naef; Mediensprecher MGB, Tel. 044-277 20 66, mailto:urs- 
peter.naef@mgb.ch
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