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Potenzial Gymnasium 2012: Preisträger stehen fest

Luzern (ots)

«Denken in Modellen - Nacht der Philosophie», «Tanz mit dem Tod», «Mathematik zum Anfassen» - zum vierten Mal werden im Rahmen von Potenzial Gymnasium innovative Schulprojekte ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen und Preisträger stellen heute Montagabend ihre Projekte im Luzerner Südpol einem interessierten Publikum vor.

Mit dem Projekt «Potenzial Gymnasium» fördert der Kanton Luzern innovative Schulprojekte der Luzerner Gymnasien. Tagtäglich werden didaktisch und thematisch wertvolle Projekte durchgeführt, über deren Substanz jenseits der Schulhausmauern kaum je etwas zu vernehmen ist. Nur allzu oft wird die Arbeit der Lehrkräfte sozusagen im «stillen Kämmerlein» verrichtet.

Aus diesem Grund wurde eine Plattform für herausragende Schulprojekte auf der Gymnasialstufe im Kanton Luzern geschaffen. Seit 2007 können Schulprojekte eingereicht werden, die von einer unabhängigen Jury bewertet werden. Die herausragendsten Projekte werden ausgezeichnet und vom Kanton Luzern besonders gefördert. Solche Projekte können beispielsweise innovative Unterrichtsformen, neue Lehrgänge oder Schulentwicklungsprojekte sein. Auf der Plattform www.kantonsschulen.lu.ch/potenzial_gymnasium werden die Projekte vorgestellt.

Sieben Projekte aus einer Auswahl von 20 Eingaben haben den Sprung auf die Plattform geschafft und werden nun einem erweiterten Kreis von Interessierten bekannt gemacht. Die übrigen 13 Projekte gelangen an den Schulen ebenfalls zur Umsetzung. Eine Übersicht über alle eingegebenen Projekte findet sich im Anhang.

Preisträger 2012:

Zweisprachiger Lehrgang am Untergymnasium (Kantonsschule Alpenquai Luzern)

Der zweisprachige Lehrgang Deutsch-Englisch am Untergymnasium korrespondiert mit sozialen und ökonomischen Veränderungen und nimmt frühzeitig Bedürfnisse einer zunehmend international orientierten Gesellschaft auf. Er setzt den Englischunterricht an der Primarschule intensiviert fort und ergänzt den zweisprachigen Lehrgang am Obergymnasium.

Tanz mit dem Tod - Darf ich bitten? (Kantonsschule Beromünster)

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Musikforschung Zentralschweiz, dem Haus zum Dolder in Beromünster, der Tanzcompagnie des Luzerner Theaters sowie mit Ehemaligen der Kantonsschule Beromünster entsteht ein moderner Totentanz, der in der ersten Märzhälfte 2012 in der Pfarrkirche St. Stephan Beromünster aufgeführt wird. Ausführende sind ausschliesslich aktive und ehemalige Schülerinnen und Schüler der KSB sowie Lehrpersonen: Theatergruppe, Schwerpunktfach Musik 3./4. Klasse und Tanzgruppe. Ebenfalls involviert ist das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten 5./6. Klasse.

«Fokus Maturaarbeit» (Kantonsschulen Alpenquai, Reussbühl und Musegg Luzern)

«Fokus Maturaarbeit» steht für eine Ausstellung von sehr guten Maturaarbeiten aus den drei Kantonsschulen Alpenquai, Reussbühl und Musegg, die in Zusammenarbeit mit der Stiftung «Schweizer Jugend forscht» prämiert werden. Ziel dieser Zusammenarbeit ist, dass die besten Arbeiten im nachfolgenden nationalen Wettbewerb eingereicht werden. Die Ausstellung findet an der Universität Luzern und damit an einem Ort statt, der die Verbindung der Maturaarbeiten mit der Wissenschaft deutlich macht.

SchmaK - Schüler/-innen machen Klimaschutz (Kantonsschule Reussbühl Luzern)

Jede Klasse der KSR leistet während des Schuljahres einen «Klimaschutz-Einsatz». Nach dem Motto «Wenn alle einen kleinen Beitrag leisten, können wir viel erreichen» engagieren sich alle Schüler/-innen für diese Aktion. Die Klassen sind frei bei der Auswahl, der Umsetzung und der Zeitdauer ihres Beitrags. Möglich sind Projekte von wenigen Stunden bis mehreren Tagen. Der Einsatz kann einmalig an einem Tag erfolgen oder über längere Zeit bis übers ganze Schuljahr dauern; im Normalfall ist das Projekt in den Unterricht eingebettet. Es ist auch möglich, einen Projekttag oder eine nicht fixierte Sonderwoche zum Thema durchzuführen.

Mathematik zum Anfassen (Kantonsschule Sursee)

Mathematik ist bei vielen Jugendlichen unbeliebt. Die meisten Vorurteile lauten: Mathematik sei trocken, abstrakt und schwierig. In diesem Projekt wird gezeigt, dass Mathematik leicht begreifbar, konkret und sogar schön sein kann. Ziel dieses Projektes ist es, die Bedeutung der Mathematik im Alltag ins richtige Licht zu rücken.

Denken in Modellen. Die Nacht der Philosophie (Gymnasium St. Klemens)

In der Nacht der Philosophie steht das Erkennen mit Hilfe von Modellen im Zentrum. Dabei werden exemplarisch die Bedingungen menschlicher Erkenntnisse und der Einfluss verschiedener Vorgehensweisen auf die Untersuchungsergebnisse fokussiert. Das heisst: Welches sind die Voraussetzungen von Wissen und wie verändern unterschiedliche Systematisierungsmöglichkeiten die Erkenntnis?

Life Sciences Gymi (Kantonsschule Sursee)

Die Vernetzung der klassischen naturwissenschaftlichen Fächer untereinander und der gleichzeitige Einbezug von Bereichen der Bewegungswissenschaft (Ernährungslehre und Physiologie, Biomechanik, Robotik) kennzeichnen diesen Bildungsweg. Das Projekt geht vom berechtigten Anspruch aus, dass unsere Lernenden einerseits in den Bereichen Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften und Mathematik gefördert werden sollen, und zwar integriert und interdisziplinär. Andererseits sollen sie für die gesellschaftliche und Bedeutung von Bewegung sensibilisiert werden und von einem reichhaltigen Wahlangebot im Sport profitieren können.

Weitere Informationen: www.kantonsschulen.lu.ch/potenzial_gymnasium

Anhang: Informationen zu den eingegebenen Projekten (die Gewinnerprojekte sind markiert)

Anhänge:

http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/9711_20120206_dgym.pdf

Kontakt:

Dr. Urs Keller Bildungs- und Kulturdepartement Dienststelle
Gymnasialbildung
Tel.: +41/41/228'54'20
Mobile: +41/76/519'82'44

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