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Internationale Stillwoche - Stillen und Familientisch - liebevoll, gesund und frisch

Luzern (ots)

Die internationale Stillwoche vom 3.-9. Oktober
2005 unter dem Motto «Stillen und Familientisch - liebevoll, gesund
und frisch» hat zwei Schwerpunkte: Sie macht zum einen 6 Monate
ausschliesslichen Stillens zum Thema. Zum anderen trägt sie dazu bei,
dass der Übergang zum Teilstillen und gemeinsamen Familienessen
liebevoll und fürsorglich geschieht. Die Neue Frauenklinik des
Kantonsspitals Luzern bietet dazu eine Reihe von Veranstaltungen an.
Das Einführen fester Nahrung ist für viele Familien ein
entscheidender Schritt in der Entwicklung des Babys. Wann und wie
feste Nahrung verabreicht wird, ist eine Frage, die sich alle Eltern
stellen. Beim Stillen müssen sie sich über die Qualität keine
Gedanken machen. Mit der Beikost eröffnen sich aber verschiedene
Ernährungsmöglichkeiten, und speziell bei allergiegefährdeten Kindern
stellt sich die Frage: Welche Nahrungsmittel können wann eingeführt
werden?
Stillen nach 6 Monaten
Bei gestillten Kindern bleibt die Muttermilch auch nach dem
sechsten Lebensmonat und trotz der Einführung anderer Speisen eine
wichtige Nahungsquelle. Sie versorgt das Kind mit wichtigen Immun-
und Abwehrstoffen. In Anlehnung an die WHO empfiehlt unter anderem
die «Schweizerische Stiftung zur Förderung des Stillens» die Kinder
während den ersten 6 Monaten ausschliesslich zu stillen und danach
weiter bis zu zwei Jahren mit sukzessiver Einführung von angemessener
Beikost.
Im Durchschnitt erhalten gestillte Kinder im Alter von 6-8 Monaten
etwa 70 Prozent ihres Energiebedarfs aus der Muttermilch, im Alter
von 9-11 Monaten 55 Prozent und im zweiten Lebensjahr 40 Prozent.
Muttermilch ist ausserdem eine Hauptquelle für Proteine, Vitamine,
Mineralien und essentiellen Fettsäuren. Sie enthält mehr Nährstoffe
und Kalorien pro Milliliter, als die meisten anderen Nahrungsmittel.
Die Herausforderung besteht darin, andere Kost so zuzufüttern, dass
sie die Muttermilch ergänzt und nicht ersetzt.
Ein liebevoller Übergang
Mit rund 6 Monaten zeigt das Baby, dass es bereit ist Breinahrung
zu sich zu nehmen. Es möchte häufiger gestillt werden, am
Familientisch öffnet es den Mund fordernd und versucht, Essen zu
erhaschen und in den Mund zu stecken. Die ersten Breimahlzeiten
dienen dazu, das Kind mit dem Löffel, dem Geschmack und den neuen
Empfindungen im Mund vertraut zu machen. Das Baby kann sowohl nach
als auch vor dem Füttern noch gestillt werden. Das Füttern bietet ihm
Gelegenheit zur Entwicklung von kommunikativen Fähigkeiten,
motorischer Geschicklichkeit und Hand-Augen-Koordination.
Die Bezugsperson soll dem Kind beim Essen helfen und es zum Essen
ermuntern, ohne dabei Zwang auszuüben. Durch langsames und geduldiges
Füttern wird die Essenszeit zu einer Zeit des Lernens und der
liebevollen Zuwendung. Feste Nahrung, Getränke und Stillen sind Teil
eines allmählichen Übergangs vom ausschliesslichen Stillen zum
selbständigen Essen am Familientisch.
Aktivitäten der Neuen Frauenklinik zur Internationalen Stillwoche
Zum Anlass der Internationalen Stillwoche finden in der Neuen
Frauenklinik auf der Mutter-Kind-Abteilung (2. Stock) folgende
Aktivitäten statt (die Angebote sind kostenlos) :
Tragen eines Babys mit dem Tragetuch
Dienstag, 04. und Donnerstag, 06. Oktober von 12.30 bis 15.00 Uhr
Demonstration und individuelle Instruktionen durch die
La-Leche-Liga-Stillberaterinnen
Einführung fester Nahrung
Mittwoch, 05. und Freitag, 07. Oktober um 12.00 und 14.00 Uhr
Interdisziplinäre Informationsveranstaltung: eine Stillberaterin
IBCLC, Mütter-Väter-Beraterinnen und Ernährungsberaterin geben
Auskunft.
Kontakt
Marliese Pepe-Truffer
Ansprechpersonen: 
Leitende Stillberaterin KSL
Tel.: +41/41/205'35'78
E-Mail:  marliese.pepe@ksl.ch
Dr. Markus Hodel
Leitender Arzt Geburtshilfe 
E-Mail:  markus.hodel@ksl.ch

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