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Armenien: "Diaconia" kämpft gegen den Hunger - "Bei Feiern die notleidenden Kinder nicht vergessen"

Jerewan / Lörrach (ots)

Die bevorstehenden Feierlichkeiten "1700
Jahre Christliches Armenien" sollten Anlass sein, die Not im Land
aktiv zu bekämpfen. Dazu hat am Donnerstag der Geschäftsführer des
Hilfswerks "Diaconia", Benjamin Malgo, aufgerufen. Im vergangenen
Jahr habe seine Organisation über 114 000 Lebensmittelpakete an
Bedürftige verteilt. Bei allen Projekten sei "Diaconia" auf die
Unterstützung von Freunden und Spendern angewiesen. Armenien hatte im
Jahr 301 als erster Staat der Erde das Christentum zur Staatsreligion
erklärt. Das Jubiläum wird unter anderem mit einem Festakt in Berlin
am 20. Juni unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten begangen.
Die wirtschaftliche und soziale Lage der kleinen Kaukasus-Republik
ist nach Malgos Aussagen verheerend. "Viele Armenier haben ihre
Wohnungen verloren. Wer krank wird, kann den Arztbesuch oder dringend
benötigte Medikamente nicht bezahlen. Aber am schlimmsten ist der
Hunger." Der Einsatzleiter von "Diaconia" in der armenischen
Hauptstadt Jerewan, Baru Jambazian, habe von einer drastischen
Zunahme von Hungertoten berichtet. Die Armut habe sich mittlerweile
so stark ausgebreitet, dass sich viele Bewohner der Hauptstadt das
Brot und Gemüse auf dem Markt nicht mehr leisten können.
Angesichts der wachsenden Not hat das überkonfessionelle Hilfswerk
in den vergangenen Monaten verschiedene Ernährungsprogramme begonnen.
Der "Brotwagen" des Hilfswerks sei allmorgendlich unterwegs, um
Obdachlose zu versorgen, erläuterte Benjamin Malgo. Ausserdem habe
man 60 Getreidemühlen an Bergbauern ausgegeben, die damit Korn für
Dorfbäckereien mahlen. Durch die Projekte des Hilfswerks habe man
über 50 000 Familien helfen können. Doch die Lage habe sich
keineswegs entspannt. Malgo: "Wir sammeln Spenden für das Projekt
'Lebensmittelhilfe Armenien', um vor allem die Kinder mit dem
Nötigsten zu versorgen."
Armenien ist das Haupteinsatzgebiet von "Diaconia". Sie war nach
eigenen Angaben die erste Organisation, die Kinder-Patenschaften in
Armenien vermittelte. Vor vier Jahren ging sie aus dem Schweizer
Hilfswerk "Der Ostkurier" hervor. Heute beschäftigt "Diaconia"
weltweit 160 Mitarbeiter. Neben Armenien engagiert sich die
christliche Hilfsorganisation auch in Rumänien. Sitz des
eingetragenen Vereins in Deutschland ist Lörrach, in der Schweiz
Beinwil am See.
Spendenkonten:
   20 555 181 bei der Sparkasse Lörrach, BLZ 683 500 48
   In der Schweiz: Postcheck 50-9977-4

Kontakt:

Diaconia Internationale Hilfe
Feldstrasse 9
CH - 5712 Beinwil am See

oder

Postfach 1348
D-79503 Lörrach
Telefon: +49 76 27/97 08 02
Telefax: +49 76 27/97 24 20
E-Mail: info@diaconia.com
Internet: www.diaconia.com
[ 012 ]

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