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BFS: Der schweizerische Baupreisindex im Oktober 2002 Weiterhin sinkende Preise im Bausektor

Neuchâtel (ots)

Die Baupreise sind nach dem vom Bundesamt für
Statistik (BFS) berechneten Baupreisindex im Halb-jahr zwischen 
April 2002 und Oktober 2002 erneut gesunken (-0,9%). Die in den zwei 
vorangegange- nen Semestern registrierte negative Preisentwicklung 
(-0,1% resp. - 0,7%) setzte sich damit leicht ver-stärkt fort. 
Hochbau (-0,8%) und Tiefbau (-1,1%) waren in ähnlichem Ausmass vom 
Preisrückgang betroffen. Beim Hochbau setzte der Rückgang erst in 
diesem Jahr ein, während beim Tiefbau die sinkende Tendenz schon 
seit 2001 anhält, nachdem die Preise in den Jahren davor stärker als 
im Hochbau angestiegen waren. Innerhalb Jahresfrist (Oktober 2001 zu 
Oktober 2002) ist das Preisni-veau im gesamten Baugewerbe um 1,5 
Prozent gesunken (-1,1% im Hochbau und -3,0% im Tiefbau).
Die sinkenden Preise sind auf dem Hintergrund der schlechten 
Baukonjunktur zu sehen. Sowohl die Auftragsvorräte als auch die 
Auftragseingänge waren im letzten halben Jahr erneut rückläufig. 
Beim Wohnungsbau setzte sich der Rückgang fort, aber auch - und dies 
in verstärktem Masse - beim öffentlichen sowie beim gewerblich- 
industriellen Bau hielt der Abwärtstrend der Neuaufträge an.
Ausgeglichener Preisrückgang im Hochbau wie im Tiefbau
Im Hochbau (d.h. Neubau von Bürogebäuden und Mehrfamilienhäusern 
sowie Renovation von Mehrfami-lienhäusern) haben die Preise im 
Berichtshalbjahr im Vergleich zum Vorsemester weiterhin - jedoch 
etwas verstärkt - abgenommen (-0,8%). Die stärksten Preisrückgänge 
gehen auf das Konto der Räumungen und Terrainvorbereitungen 
(durchschnittlich -2,1%), Elektroanlagen (durchschnittlich -3,0%) 
sowie der Finan-zierung ab Beginn der Bauarbeiten (durchschnittlich 
- 4,5%). Zugenommen haben die Preise bei den Hono-raren der 
Architekten und Ingenieure, nämlich um durchschnittlich 0,8%.
Nachdem die Preise im Tiefbau (d.h. Neubau von Strassen, Neubau von 
Unterführungen) bereits in den zwei vorangegangenen Semestern 
relativ stark abnahmen, ist im Berichtshalbjahr erneut - jedoch in 
abgeschwäch-ter Form - ein Preisrückgang festzustellen (-1,1%). Die 
Abnahme des Indexes ist auf Preisrückgänge in fast allen Positionen 
zurückzuführen. Der stärkste Abwärtstrend zeigte sich bei den 
Räumungen und Terrainvor-bereitungen (-2,0%), bei den kleineren 
Trassenbauten (-1,4%) für den Neubau von Strassen, bei den Elektro- 
installationen (-3,3%) und bei den kleineren Kunstbauten (-1,9%) für 
den Neubau von Unterführungen. Leichte Zunahmen sind bei den 
Honoraren der Architekten und Ingenieure festzustellen (+0,2% beim 
Stras-senbau und +1,8% bei den Unterführungen).
Honorare von Architekten und Ingenieuren
Die Architekten- und Ingenieurhonorare wurden im April 2002 erstmals 
erhoben. Als Startwert dieses neuen Indexes wurde der Stand des 
Gesamtindexes des jeweiligen Bauobjektes im April 2002 eingesetzt 
(indexneutrale Integration). Somit können im Oktober 2002 zum ersten 
Mal spezifische Indizes für die Honorare mit den entsprechenden 
halbjährlichen Veränderungsraten veröffentlicht werden.
Preisentwicklung in den Grossregionen
Die Baupreisentwicklung in den einzelnen Grossregionen zeigte sich 
weiterhin unterschiedlich. Erneut sind dabei die Unterschiede im 
Hochbau weniger stark ausgefallen als im Tiefbau, der beträchtliche 
regionale Differenzen aufweist.
Im Hochbau wurden Preisentwicklungen zwischen -1,6% (Espace 
Mittelland) und +0,3% (Zentralschweiz) registriert. Die 
Zentralschweiz war auch die einzige Region, die eine 
Baupreissteigerung verzeichnen konnte. Im Jahresvergleich fällt die 
Region Zürich mit -2,9% besonders auf, während die Preise in den 
übrigen Grossregionen lediglich zwischen +0,9% in der 
Genferseeregion und -1,4% im Espace Mittelland schwank-ten. In der 
längerfristigen Entwicklung zeigt die Genferseeregion eine deutlich 
überdurchschnittliche Preis-steigerung.
Im vergangenen Halbjahr fiel die Preisentwicklung im Tiefbau in den 
einzelnen Grossregionen erneut sehr unterschiedlich aus. Während das 
Tessin (+4,6%), die Ostschweiz (+0,5%) und die Nordwestschweiz 
(+0,4%) eine positive Entwicklung aufwiesen, verzeichneten die 
übrigen Grossregionen zum Teil beträcht-liche Preisrückgänge. Hier 
ist die Genferseeregion mit -4,6% besonders zu erwähnen. In der 
längerfristigen Entwicklung zeigt die Nordwestschweiz eine stark 
unterdurchschnittliche Preisentwicklung, während das Tessin am 
höchsten liegt. Die Preisindizes der übrigen Regionen liegen recht 
nahe beieinander.
BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Informationsdienst Auskunft:
Yves-Alain Guillod, BFS, Sektion Preise und Verbrauch, Tel.: 032/713 
61 45
Eduard Schirach, BFS, Sektion Preise und Verbrauch, Tel. : 032/713 
61 71
Neuerscheinung:
Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Baupreisindex, Oktober 1998 
= 100. Ergebnisse vom Oktober 2002, Neuchâtel, Januar 2003.
Bezug: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-Mail:  
Ruedi.Jost@bfs.admin.ch
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS 
http://www.statistik.admin.ch.
16.12.02

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