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Freikirchen lancieren Leitfaden für Migrationskirchen

Freikirchen lancieren Leitfaden für Migrationskirchen
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Freikirchen lancieren Leitfaden für Migrationskirchen

19. August 2026

Die starke kulturelle Durchmischung durch weltweite Migration stellt Freikirchen in der Schweiz vor neue Chancen, jedoch auch vor neue Fragen: Wie soll damit umgegangen werden, wenn internationale Gemeinden Räumlichkeiten mieten möchten? Und wie kann ein gutes Miteinander in der Raumvermietung gelingen? Der Dachverband Freikirchen.ch hat zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft «interkulturell» der Schweizerischen Evangelischen Allianz dafür nun einen Leitfaden erarbeitet.

Internationale Gemeinden gibt es in der Schweiz als verschiedene Formen wie Migrationskirchen, ethnische Gemeinden, fremdsprachige Gemeinden, Diasporakirchen und Internationale Gemeinden. «Schweizer Freikirchen haben viele Anfragen von internationalen Gemeinden. Gerade im Grossraum Zürich suchen viele internationale Kirchen nach Räumlichkeiten. Dabei sind auch zunehmend Schwierigkeiten in Vermietungsfragen aufgetreten», erklärt Peter Schneeberger, Präsident des Dachverbandes Freikirchen.ch. Das hat dazu geführt, dass der Dachverband Freikirchen und christliche Gemeinschaften Schweiz (Freikirchen.ch) zusammen mit interkulturell, einer Arbeitsgemeinschaft der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA), einen Leitfaden herausgegeben haben.

«Gottes Hausgenossen»

Für diesen Leitfaden besteht ein Grundsatz, erläutert Peter Schneeberger: «Als Vermieter von Gemeinderäumlichkeiten verstehen wir uns nicht einfach als Besitzer oder klassische Vermieter, sondern als Verwalter dessen, was Gott uns anvertraut hat. Auf der Grundlage dieser Haltung leben wir – unabhängig davon, ob wir einer Schweizer oder einer internationalen Gemeinde angehören – als Gottes Hausgenossen. Gemeinsam gestalten wir unser Zusammenleben in seinem Haus respekt- und verantwortungsvoll.»

Ziel des Leitfadens

Der Leitfaden hilft Kirchenleitungen Chancen und Risiken einer Vermietung systematisch zu prüfen. Egzon Shala, interkultureller Beauftragter der SEA, erklärt: «Wichtig ist das Gespräch miteinander. Wir wünschen uns eine Zusammenarbeit, die von Freiwilligkeit, gegenseitigem Respekt, Transparenz, verantwortlicher Leiterschaft und der Einheit der weltweiten Kirche von Jesus Christus geprägt ist.» Der Leitfaden soll dazu beitragen, dass Menschen in Freiheit wachsen und Gemeinden in gegenseitiger Wertschätzung miteinander leben können.

Davchverband Freikirchen.ch

Freikirchen.ch ist der Dachverband der Freikirchen und christlicher Gemeinschaften in der Schweiz. Er ist ein nationaler Kirchenverband mit 20 freikirchlichen Bewegungen aus der Deutschschweiz, zu denen über 750 örtliche Kirchen mit ihren diakonischen Werken gehören. Zusammen mit dem Réseau évangélique suisse (RES) vertreten die Freikirchen in der Schweiz rund 1000 Kirchen. Neben der Schweizer Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche Schweiz versteht sich der Dachverband Freikirchen.ch als dritte Kraft der christlichen Kirchen in der Schweiz und als Sprachrohr für die gemeinsamen Anliegen der Freikirchen. Gemäss der Studie «Social Change» (https://www.socialchangeswitzerland.ch/?p=4176) der Universität Lausanne nehmen an einem normalen Wochenende in der Schweiz 690'000 Personen an einem religiösen Ritual teil. Davon entfallen 261'510 (37,9%) auf katholische Gemeinden, 200’790 Personen (29,1%) gehen in einen freikirchlichen Gottesdienst, 96'600 Personen (14%) sind in reformierten Kirchen und 72'450 Personen (10,5%) in muslimischen Versammlungen. Weitere Informationen auf www.freikirchen.ch.

Weitere Informationen:
- Peter Schneeberger, Präsident Freikirchen.ch, Dachverband der Freikirchen und christlichen Gemeinschaften,
Büro: +41 43 288 62 17 Mobil: +41 79 272 96 46 E-Mail:  peter.schneeberger@feg.ch
- Markus Baumgartner, Mediensprecher Dachverband Freikirchen.ch,
Mobil +41 79 707 89 21  mba@b-public.ch 
Weiteres Material zum Download

Dokument:  2026_07_14 Vermietun~Freikirchen fV.docx