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Digitale Vermögenswerte sind nicht zwangsläufig Cryptowährungen: eine kleine Tour durch den Dschungel

Digitale Vermögenswerte sind nicht zwangsläufig Cryptowährungen: eine kleine Tour durch den Dschungel
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Wir zeigen, warum Vermögenswerte nicht zwangsläufig Cryptowährungen sind.

Digitale Vermögenswerte sind nicht zwangsläufig Cryptowährungen: eine kleine Tour durch den Dschungel

Karen Wendt, SFTL President & expert in responsible, impact and sustainable investing

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Das kennen wir alle. wir haben schon über die BlockchainTechnologie gelesen und auch schon von E-Wertpaperen und Digitalen Vermögenswerten gehört, auch der Begriff Tokesn und Tokenisierung hat die Runde gemacht, aber inwiefern ist das für den Alltag relevant?

Wenn Vermögenswerte tokenisiert werden, heisst das, dass ihr Wert, die Eigentümerschaft und die Besitzrechte digital abgebildet werden in einem digitalen Register, das entweder, dezentral, verteilt oder zentral sein kann. Auf Grundlage der Blockchain-Technologie werden zunehmend Tokens generiert, die als kryptographisch abgesicherte elektronische Coupons oder digitale Wertmarken bestimmte Rechte und Pflichten verkörpern sollen. Tokenisierung beschreibt also den Prozess der digitalen Abbildung realer Vermögenswerte oder Ansprüche, zum Beispiel auf einer Blockchain. Darüber, dass ein solches Register auf der Blockchain zentral, dezentral oder verteilt sein kann, haben wir schon berichtet. So möchte zum Beispiel die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich gerne ein zentrales Register und die Tokenisierung aller Vermögenswerte, die dann auf diesem zentralen Register stehen und dem Besitzer zugeordnet sind mit ihrem aktuellen Wert. Bitcoin hingegen basiert hingegen auf verteilt dezentralen Netzwerken, das heisst es gibt kein zentrales Hauptbuch, keine zentrale Autoritatät, die die alleinige Kontrolleüber das Register hat.

Somit kann jeder Vermögenswert tokenisiert werden, das heisst in digitaler Form abgebildet werden, auch jede Uhre, jedes Auto, jede Aktie, jdeder bond, jede Beteiligung an Venture Kapital, einfach alles. Was neu ist, ist, dass dieses digitale Abbild programmierbar ist, es handelt sich also um programmierbare Vermögenswerte. so kann zum Beispiel geregelt werden, wer zu welcher Zeit auf diese Vermögenswerte zugreifen kann, durch sogenannte Smart Contract laässt sich das in das digitale Abbild, den digitalen Zwilling einprogrammieren.

Nun lässt ein Kapital im neuen BIZ-Jahresbericht aufhorchen. Darin wird nichts weniger als die neue Finanzmarktarchitektur entworfen. Die Rede ist von einem «Unified Ledger», wodurch digitale Zentralbankwährungen, tokenisierte Gelder und Wertschriften auf eine programmierbare Plattform gebracht werden. Auch Smart Contracts, bei denen die Bedingungen für Zahlungen direkt in den Code geschrieben sind, können integriert werden. Ein Ledger ist ein elektronisches Hauptbuch oder Register, schreibt Peter rohner von der Universität Basel.

Wenn sie mit digitalem Geld bezahlen wollen, also mit Tokens, brauchen sie auch eine digitale Geldbörse Wallet genannt. In dieser digitalen Geldbörse stecken nun ihre Tokens. Ein Wallet ist eine Art digitale Brieftasche, in der Sie ihre Vermögenswerte – sicher aufbewahren können.

Ein Vergleich mit der alten physischen Welt lohnt sich hier. Ihre Brieftasche können Sie verlieren, oder jemand kann mit einem Kreditkartenleser ihre Kreditkarte plündern. Das funktioniert bei Wallets schweiriger , aber unmöclihc ist es nciht. Daher wird das Geld das man in der Wallet hat auch als Hot storage bezeichnet, die Wallet ist über das Internet erreichbar, sonst könnten sie ja gar nicht bezahlen. Unter codl Storage versteht man hingegen, Vermögenswerte, die man nicht in der Wallet hat. Diese Unterscheidung ist bei einem dezentralen oder verteilten System sehr wichtig, denn was in Hot Storage ist, kann man natürlich - wegen der Zugänglichkeit über das Internet - schon verlieren, nicht jedoch so bei zentral organisierten Systemen.

Digitale Vermögenswer sind daher alle Vermögenswerte, die digital abgebildet sind, nicht nur sogenannte CryptoAssets. Digitale Vermögenswerte in englsich digitale Assets sind nicht zwingend Kryptowährungen, sondern können jegliche digitalisierte Vermögenswerte sein , zum Beispiel Dokumente, Bilder, die digital aufbewahrt, gehandelt und verwendet werden können, Wertpapieren, Rohstoffen, Immobilien oder andere Vermögenswerten – bis zu digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) und Kryptovermögenswerten. Digital Assets können verschiedene Rechte (z. B. Eigentums- oder Gebrauchsrechte) repräsentieren und deshalb auch verschiedene Charakteristika aufweisen. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA unterscheidet zwischen Utility Tokens, Payment Tokens und Asset oder Security Tokens.

Non-Native Digital Assets sind Vermögenswerte, die bereits ausserhalb der Blockchain existieren, wie Geld, Wertpapiere, Immobilien oder Sachwerte. Native Digital Assets hingegen gibt es nur auf der Blockchain selbst, sie sind dort entstanden.

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Karen Wendt

President of SwissFinTechLadies