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CO2-Rechnung geht für Hauseigentümer*innen auf

Bern (ots)

Das revidierte CO2-Gesetz bringt insbesondere für den Immobilienbereich wesentliche Neuerungen. Wenig erstaunlich also, dass gerade Hauseigentümer*innen dieses Gesetz kritisch durchleuchten. Hier zeichnet sich jetzt ein unerwartetes Stimmungsbild ab: Die Eigentümer*innen sind deutlich prominenter in den Pro-Komitees zu finden als auf der Gegenseite.

Für Hauseigentümer*innen geht es bei der Abstimmung zum CO2-Gesetz nicht einzig um die Klimafrage, bei ihnen stehen auch finanzielle Überlegungen an. Die von der Gegnerschaft in den Raum gestellten Zahlen sind jedoch massiv übertrieben und halten einer gesamthaften Kostenbetrachtung in keiner Weise stand.

Finanzbetrachtungen

Zahlreiche Liegenschaften - insbesondere im ländlichen Raum - werden bereits klimafreundlich beheizt. Mit einem erneuerbaren Heizsystem muss keine CO2-Abgabe bezahlt werden, so dass Eigentümer*innen und Mieter*innen über die Rückerstattung dieser verursachergerechten Lenkungsabgabe sogar profitieren.

Spürbare Auswirkungen hat das Gesetz aber auf Liegenschaften, die noch mit fossilen Energieträgern heizen. Gebäude werden für rund 60 bis 100 Jahre gebaut, auch eine Sanierung ist auf die nächsten 20 Jahre ausgerichtet. Eigentümer*innen sind sich deshalb gewohnt, langfristig und zukunftsgerichtet zu rechnen, so auch beim nächsten Heizungsersatz. Werden die Vollkosten über die ganze Lebensdauer betrachtet, zeigt sich rasch, dass erneuerbare Heizsysteme im Betrieb und im Unterhalt deutlich kostengünstiger sind. Des Weiteren profitieren Eigentümer*innen bei energetischen Sanierungen von Fördergeldern und Steuerentlastungen.

Aber längst nicht alle Hauseigentümer*innen verfügen über eine ausreichende Liquidität, um sich ohne weiteres energetische Sanierungen und neue Heizsysteme leisten zu können. Insbesondere im Pensionsalter wird auch die Banken-Finanzierung schwieriger.

Solchen finanziellen Hürden hat das Parlament bei der Ausarbeitung des Gesetzes mit verschiedenen Massnahmen Rechnung getragen. Zum Beispiel ist vorgesehen, dass der Bund via Klimafonds Bürgschaften für Sanierungen übernehmen kann und damit die Finanzierung in Härtefällen ermöglicht wird.

Klare Ansage der Eigentümer*innen

Die veralteten Konzepte der Erdöllobby verfangen je länger je weniger. Eigentümer*innen setzen bei ihren Häusern gerade aus finanziellen Überlegungen heraus auf Zukunftsfähigkeit.

Das grosse Engagement von Casafair Schweiz zusammen mit allen Regionalkomitees für das CO2-Gesetz trifft denn auch auf breiten Zuspruch von Eigentümer*innenseite.

Pressekontakt:

Claudia Friedl, Präsidentin Casafair Schweiz, Nationalrätin SP/SG, 079 771 90 79, claudia.friedl@casafair.ch
Kathy Steiner, Geschäftsleiterin Casafair Schweiz, 079 703 73 77, kathy.steiner@casafair.ch
Nadim Chammas, Verantwortlicher Kommunikation Casafair Schweiz, 079 687 00 33, nadim.chammas@casafair.ch