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09.12.2019 – 08:22

JobCloud AG

Nicht alle Stelleninserate glänzen durch sprachliche Gewandtheit - JobCloud Market Insights

Nicht alle Stelleninserate glänzen durch sprachliche Gewandtheit - JobCloud Market Insights
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Nicht alle Stelleninserate glänzen durch sprachliche Gewandtheit

Dritte Ausgabe der JobCloud Market Insights von JobCloud und ZHAW

Inserat ist nicht gleich Inserat: Stellenangebote unterscheiden sich stark in ihrer Tonalität und sprachlicher Gestaltung. Es lassen sich sogar branchenspezifische Eigenheiten bezüglich des Schreibstils, dem Einbezug des Geschlechts und der generellen Lesbarkeit ausmachen. Diese und weitere Insights zum Schweizer Stellenmarkt bieten die JobCloud Market Insights, eine Studie, die JobCloud gemeinsam mit der ZHAW herausgibt. In dieser Studie wurden mehrere hunderttausend Inserattexte auf jobs.ch und jobup.ch, den führenden Stellenportalen der Schweiz, analysiert.

Chemie- und Pharmaunternehmen fallen besonders durch positiv besetzte Ausdrücke in ihren Stelleninseraten auf. Auch die Energie- und Wasserwirtschaft vermittelt in ihren Ausschreibungen sprachlich eine gute Stimmung - obwohl die Texte eher kompliziert geschrieben sind. Unternehmensberatungen und Banken fallen ebenfalls durch eine positive Sprache auf. Umgekehrt gilt: Negativ konnotierte Ausdrücke finden sich vor allem in Stelleninseraten des Gesundheits- und Sozialwesens, bei der öffentlichen Verwaltung, Verbänden und im Bereich Transport/Logistik. Den grössten Anteil machen noch immer neutral formulierte Stelleninserate aus. Ausgeschriebene Stellen in den Branchen Maschinen- und Anlagebau, bei Versicherungen und in der IT sind hingegen meist neutral formuliert.

Genderneutrale Stelleninserate noch kein Standard

Noch haben nicht alle Branchen den Umgang mit gendergerechter Sprache gemeistert. Ausschreibungen aus den Bereichen Informatik und Telekommunikation, Land- und Forstwirtschaft sowie Rechts- und Unternehmensberatung verwenden kaum geschlechtsspezifsche Formulierungen. Eine geschlechtsspezifische Ansprache und der damit einhergehende sprachliche Miteinbezug von Frauen findet sich am häufigsten bei Stellen im Bildungswesen, der öffentlichen Verwaltung, dem Detail- und Grosshandel und im Dienstleistungsbereich. Davide Villa, CEO von JobCloud: "Die Vermutung liegt nahe, dass gewisse Branchen einen bewussteren Umgang mit Sprache pflegen, da beide Geschlechter im Alltag bereits ungefähr gleich stark vertreten sind".

Die Höflichkeitsform dominiert (noch)

Die Ansprache potentieller Mitarbeitenden verrät schon im Stelleninserat einiges über das Arbeitsumfeld. Medizinaltechnik und Personalberatung sind hier konservativ und siezen ihre Kandidaten auch vornehmlich. In der Medienbranche wird hingegen immer öfter im Stelleninserat geduzt. Auch Unternehmen aus den Bereichen IT und Telekommunikation, Detail- und Grosshandel, Energie- und Wasserwirtschaft sowie Transport und Logistik setzen teilweise auf das unkomplizierte Du in der Bewerberansprache.

Einfache Lesbarkeit bleibt Herausforderung

Prof. Dr. Frank Hannich, ZHAW: "Stelleninserate sind als 'Genre' eher komplex in ihren Formulierungen. Es lohnt sich also, bewusst möglichst einfach zu bleiben." Wichtige Parameter der Analyse sind die verwendete Anzahl an Fremdwörtern sowie die Satzlänge und Silbenzahl der Worte. Eine Vorreiterrolle für Verständlichkeit nehmen das Bildungswesen, die Land- und Forstwirtschaft sowie Transport und Logistik ein: Sie formulieren Stelleninserate verständlich und klar. Umgekehrt sind Inserate aus der Energie- und Wasserwirtschaft, von Banken und Finanzinstituten und aus der Industrie komplexer formuliert.

Über die JobCloud Market Insights

Die JobCloud Market Insights werden von JobCloud und der ZHAW lanciert. Für die verhaltensbasierte Studie wurden Angebot und Nachfrage im Schweizer Stellenmarkt des gesamten Jahres 2018 analysiert. Die Zusammenführung der Daten der beiden führenden Jobportale jobs.ch und jobup.ch in der Deutsch- bzw. Westschweiz deckt einen beachtlichen Teil des digitalen Schweizer Stellenmarktes ab - sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite. Die quantitativen Auswertungen wurden durch eine semantische Datenanalyse mit Hilfe von Natural Language Processing Methoden ergänzt, die eine automatisierte Auswertung der Textinhalte bis hin zur Emotionalität mit hoher Genauigkeit ermöglicht. Ausgewertet wurden mehrere hunderttausend Inserate und Millionen Klicks, die auf Daten von jobs.ch und jobup.ch basieren.

Über JobCloud AG

JobCloud ist das führende digitale Unternehmen im Schweizer Stellenmarkt und bietet verschiedene Rekrutierungslösungen an. Neben den führenden Jobportalen wie jobs.ch, JobScout24.ch und jobup.ch gehören auch zukunftsträchtige Technologien zum Portfolio. So besitzt JobCloud 100% an JoinVision EServices in Wien, dem führenden Anbieter mehrsprachiger semantischer Recruiting-Technologien. JobCloud wurde im Jahr 2013 gegründet und gehört den beiden Medienhäusern Ringier und Tamedia. JobCloud beschäftigt heute 200 Mitarbeitende in Zürich und Genf.

Über ZHAW School of Management and Law (SML)

Die ZHAW SML ist eines der acht Departemente der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Die international anerkannten Bachelor- und Masterstudiengänge sowie zahlreichen Weiterbildungsangebote sind wissenschaftlich fundiert, interdisziplinär und praxisorientiert. Forschung und Beratung sind theoretisch fundiert und praxisnah, mit Fokus auf unmittelbare und effiziente Umsetzbarkeit. Aktuell zählt die SML rund 5'000 Studierende, knapp 3'000 Weiterbildungsteilnehmende und über 500 Mitarbeitende.

Kontakt Studiendesign

Rebekka Hänggi
Marketing Manager
JobCloud
Tel. 044 560 70 12
rebekka.haenggi@jobcloud.ch
www.jobcloud.ch 

Kontakt Studienresultate

Prof. Dr. Frank Hannich
Stv. Leiter IMM
Leiter Fachstelle Strategic CRM
Tel. 058 934 6865
frank.hannich@zhaw.ch
www.zhaw.ch 
Dr. Nicoline Scheidegger
Dozentin Human Capital Management
Tel. 058 934 68 57
nicoline.scheidegger@zhaw.ch
www.zhaw.ch