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18.10.2021 – 15:23

DIE ERSTE österreichische Spar-Casse Privatstiftung

Gemeinnützig tätige Stiftungen: Europatagung in Wien eröffnet

Gemeinnützig tätige Stiftungen: Europatagung in Wien eröffnet
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Wien (ots)

400 Gäste diskutieren bis Mittwoch (20.10.) zum Generalthema „From crisis to opportunity – How can philanthropy accelerate sustainable change?”

Aktuell ist Wien für einige Tage Europas Hauptstadt der Philanthropie: Rund 400 Vertreter*innen von gemeinnützig tätigen Stiftungen und Verbänden aus ganz Europa diskutieren drei Tage lang über Trends und Lösungsansätze bei Klimakrise, Demokratieentwicklung, Philanthropie und Gesellschaft. Heute, Montag, (18.10.) startete die Konferenz im Gartenbaukino mit einem kurzen, eigens für die Konferenz produzierten Einladungsfilm von André Heller.

Andreas Treichl begrüßte als Präsident des Aufsichtsrats der ERSTE Stiftung die Gäste und stellte den Gästen den Studenten Kenan al Barede vor, der als Geflüchteter nach Wien gekommen war und von seinen Erlebnissen berichtete. EFC-Präsident Angel Font („la Caixa“ Foundation) betonte: „Die aktuellen riesigen Herausforderungen – Klimakrise, Demokratieentwicklung, globale Ungleichheit – können nur gemeinsam in und mit der Gesellschaft lösen. Die Coronakrise und die rasche Entwicklung von Impfstoffen haben uns das eindrucksvoll vor Augen geführt.“

Delphine Moralis, die seit 2020 CEO des europäischen Stiftungsverbandes ist, erklärte in der Anmoderation des Startpanels: „Jede/r ist mit jedem verbunden, und als gemeinnützig tätige Stiftungen können wir die Brücken für Lösungen bauen – from crisis to opportunity. Aktuell sollte jede Stiftung auch eine Klimastiftung sein, also ihre gesamte Tätigkeit auch mit einem Fokus auf die Klimakrise ausrichten.“

Treichl motivierte die Gäste: „Philanthropie und Unternehmen sollten auf der gleichen Linie sein und von der Politik entschlossenes Handeln einfordern – dieser Trend wird sich noch verstärken.“ Anne-Birgitte Albrectsen (LEGO Foundation) ging auf die junge Generation und die Verantwortung der Erwachsenen ein: „Kreativität ist nicht auf Kinder beschränkt; Erwachsene sollten sich von ihnen inspirieren lassen. Mit unseren Handlungen jetzt entscheiden wir darüber, wie die Welt für sie wird. Stiftungen können hier mehr Risiken eingehen, den Regierungen und Verwaltungen vorausgehen und sie mitnehmen.“ Und auch der Aktivist Kumi Naidoo appellierte: „Der philanthropische Sektor muss sich jetzt in die Lösung der vernetzten Krisen stärker einbringen. Wir können nicht die Symptome bekämpfen, sondern die Gründe der Krise, nun geht es um Systeminnovation, -redesign und -transformation.“ Dazu brauche es die Kreativität von Stiftungen und frische Perspektiven von jungen Menschen.

Nach der Runde der Expert*innen aus Zivilgesellschaft und Philanthropie kam die Politik zu Wort. Der Budapester Bürgermeister Gergely Karacsony, der erst kürzlich auf seine Kandidatur bei der Wahl zum ungarischen Parlament im nächsten Jahr verzichtet hatte, legte in seiner Rede dar, wie Bürgerräte in Budapest Umweltprojekte diskutiert und beschlussreif gemacht haben, die dann vom Stadtrat beschlossen und umgesetzt wurden. Die Kooperation von Philanthropie mit der Politik beweist das Bürgermeisterforum, das auch von der ERSTE Stiftung unterstützt wird. „Fortschritt und Reform kann nicht nur von oben kommen. Direkte Demokratie und repräsentative Demokratie müssen zusammenfinden“, ist Karacsony überzeugt.

Schließlich trat noch Martins Stakis, seit 2020 Bürgermeister der lettischen Hauptstadt Riga, auf. Er legte in seiner Rede dar, dass Städte nicht nur dafür da seien, die Bürgersteige zu reinigen. „Sie haben auch eine globale Verantwortung. Nur Städte, die dabei Bürgerengagement aktiv ermutigen und unterstützen, werden erfolgreich künftig sein“, erläuterte Stakis. Dafür wurde in Riga auch eine digitale Diskussionsplattform implementiert.

Die Aufzeichnung dieses Events kann https://streaming.ots.at/streaming/efc-conference-opening/ (ab 18.10./ca. 17.00 Uhr) abgerufen werden.

Weiteres Programm: Showcases, Diskussionen, Key Notes – Abschlusspanel am Mittwoch via Stream verfügbar

Das Kongressprogramm gliedert sich überwiegend in vier thematische Tracks. Am Dienstagnachmittag diskutieren überwiegend einheimische Stiftungen ihre Arbeit in Wiener Kaffeehäusern und an besonderen Orten wie dem magdas Hotel, dem Wiener Zentralfriedhof, dem Burgtheater, den Steinhof-Gründen, im Erste Financial Life Park oder der Türkis Rosa Lila Villa. Am Mittwoch, 20. Oktober, wird das Closing Panel von 11-13 Uhr übertragen. Dabei wird u.a. eine Key Note von Laurence Tubiana, CEO der European Climate Foundation erwartet. (Link: https://streaming.ots.at/streaming/efc-conference-closing/)

Generelle Informationen zur Veranstaltung in deutscher und englischer Sprache sind hier verfügbar: https://science.apa.at/medienkooperation/erste-stiftung/

Über die Konferenz: Die Jahreskonferenz des European Foundation Centre findet heuer erstmals in Wien statt (ursprünglich wäre Frühjahr 2020 geplant gewesen). Die Organisation in Wien übernimmt die ERSTE Stiftung und ein gastgebendes Komitee, in dem neben dem Verband für gemeinnütziges Stiften auch die Caritas Stiftung Österreich, die Central European University Budapest Foundation, die Essl Foundation, die Europäisches Forum Alpbach gemeinnützige Privatstiftung, die Katharina Turnauer Privatstiftung, Nadace České spořitelny, Nadácia Slovenskej sporiteľne, Porticus, die Robert Bosch Stiftung sowie die Stiftung Mercator vertreten sind. Die Gäste stammen aus dem gesamten Spektrum der europa- und weltweit tätigen Phlilanthropie, u.a. von folgenden Institutionen: Bertelsmann Stiftung, IKEA Foundation, LEGO Foundation, Porticus, Stiftung Mercator, Open Society Foundations, ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Fondation de France, sowie “la Caixa" Foundation.

Weitere Bilder in der APA-Fotogalerie

Pressekontakt:

Thomas Goiser
M: +43 664 2410268
thomas@goiser.at

ERSTE Stiftung – Kommunikation
Maribel Königer
M: +43 664 8385341
maribel.koeniger@erstestiftung.org

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