Alle Storys
Folgen
Keine Story von Kunstmuseum St.Gallen mehr verpassen.

Kunstmuseum St.Gallen

Emilija Škarnulytė mit neuer immersiver Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen

Emilija Škarnulytė mit neuer immersiver Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen
  • Bild-Infos
  • Download

Ein Dokument

Emilija Škarnulytė

Arrow of Time

22. August bis 8. November 2026, LOK by Kunstmuseum St.Gallen

Emilija Škarnulytė verwandelt die LOK by Kunstmuseum St.Gallen in eine immersive Landschaft aus Film, Licht und skulpturalen Interventionen. Die Ausstellung schafft einen Erfahrungsraum, in dem Wissenschaft, Fiktion und Kunst miteinander verschmelzen – zwischen kosmischer Weite, technologischer Gegenwart und einer Zukunft, die zugleich verheissungsvoll und beunruhigend erscheint.

Die Künstlerin richtet ihren Blick auf Orte, an denen technologische Utopien, politische Geschichte und planetarische Zeitdimensionen aufeinandertreffen. Ein zentraler Bezugspunkt der Ausstellung ist das stillgelegte Kernkraftwerk Ignalina in Litauen, ein «Schwesterkraftwerk» von Tschernobyl, in dem Škarnulytė filmte. Im verlassenen Kontrollraum gleitet eine Python über die Knöpfe und Schalter des Bedienpults – ein Bild von gespenstischer Schönheit, in dem Natur, Technologie und das gebrochene Erbe des Atomzeitalters zusammenfinden.

Das Werk führt in eine Welt, in der der Mensch nicht länger als Zentrum erscheint, sondern als kleiner Teil eines weit grösseren kosmischen und geologischen Systems. Es stellt Fragen nach Radioaktivität, Kontrolle, technologischen Versprechen und den langfristigen Spuren menschlicher Eingriffe in die Erde. Dabei entwirft die Ausstellung keine eindeutige Zukunftsvision. Vielmehr hält sie einen Schwebezustand offen: zwischen Staunen und Angst, Zuversicht und Kontrollverlust, Traum und präziser Diagnose der Gegenwart.

Pressekonferenz:

Donnerstag, 20. August 2026, 11 Uhr

LOK by Kunstmuseum St.Gallen

Grünbergstrasse 7, 9000 St.Gallen

Anmeldung unter: kommunikation@kunstmuseumsg.ch

Biografie

Emilija Škarnulytė (*1987) ist eine in Litauen geborene Künstlerin und Filmemacherin. Zwischen dokumentarischen und imaginären Sphären arbeitend, realisiert sie Filme, Installationen, Skulpturen, Zeichnungen und immersive zeitbasierte Medien, die die Verflechtungen des Menschlichen, des Ökologischen und des Kosmischen erkunden.

Škarnulytė hat ihre Arbeiten in bedeutenden Einzelausstellungen präsentiert, unter anderem in der Tate St Ives (UK), im Kunsthaus Graz (AT), in der Kunsthall Trondheim (NO) sowie bei Canal Projects (US). Sie war an zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen beteiligt, darunter im MoMA PS1 (US), im Louisiana Museum of Modern Art (DK), im Mori Art Museum (JP) sowie im Kiasma (FI), und nahm sie an der Gwangju Biennale (KR), der Helsinki Biennale (FI), der Vilnius Biennale (LT) sowie der Henie Onstad Triennial for Photography and New Media (NO) teil.Zudem vertrat sie Litauen bei der XXII Triennale di Milano (IT) sowie im Baltic Pavilion der Venice Architecture Biennale und erhielt sie den Future Generation Art Prize sowie den Ars Fennica Award.

Škarnulytė studierte Bildhauerei an der Brera Academy of Fine Arts (IT) und besitzt einen Masterabschluss der Tromsø Academy of Contemporary Art (NO). Sie gründete das Polar Film Lab, ein Kollektiv für analoge Filmpraxis mit Sitz in Tromsø (NO), das sie derzeit mitleitet. Ausserdem ist sie gemeinsam mit Tanya Busse Mitglied des Künstlerduos New Mineral Collective. Sie lebt und arbeitet nomadisch.

____________________________________________________________

Pressekontakt: kommunikation@kunstmuseumsg.ch

Nadine Sakotic
Kunstmuseum St.Gallen, Leitung Kommunikation, T +41 71 242 06 84

www.kunstmuseumsg.ch

Weitere Storys: Kunstmuseum St.Gallen
Weitere Storys: Kunstmuseum St.Gallen