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Kunstmuseum St.Gallen

Raumgreifende Installation der kolumbianischen Künstlerin Delcy Morelos

Raumgreifende Installation der kolumbianischen Künstlerin Delcy Morelos
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Delcy Morelos

Las formas de la sombra (Formen des Schattens)

21. März bis 12. Juli 2026, LOK by Kunstmuseum St.Gallen

Delcy Morelos verwandelt die Lokremise in einen Ort, den man nicht nur betrachtet, sondern körperlich erlebt: eine raumgreifende, ephemere Installation aus recycelter Erde, gebrauchtem Naturholz und Duftessenz. Mit wenigen Materialien und einer nahezu schwarzen, monochromen Farbigkeit schafft sie ein intensives Environment, in dem Sehen, Riechen und Bewegen zu gleichwertigen Formen der Wahrnehmung zusammenwirken.

Morelos’ Praxis ist radikal auf Material, Raum und Präsenz fokussiert. Aus einer Weltanschauung der Andenregion heraus – im Dialog mit Minimal Art und Konzeptkunst – entwickelt sie eine eigenständige Sprache zwischen Zeichnung, Malerei, Skulptur und Installation. Erde, Lehm, Gewürze und Pflanzenfasern sind dabei Träger von Zeit, Prozess und Vergänglichkeit.

Im Zentrum der Ausstellung entfaltet sich ein weitläufiges Feld aus Erdhügeln und bemalten Holzlatten: gestapelt, geschichtet, lose gehäuft – wie Ackerland, Topografie oder archäologische Spuren. Wände und Säulen sind mit Erdschichten überzogen; schmale Wege führen durch eine verdichtete Atmosphäre, in der Naturverbundenheit, indigene Spiritualität und koloniales Erbe ineinandergreifen. So wird unser entfremdetes Verhältnis zur Natur sinnlich erfahrbar – still, konzentriert und zugleich zutiefst politisch.

Das Kunstmuseum St.Gallen freut sich, während der gesamten Ausstellungsdauer erneut freien Eintritt anbieten zu können. Ermöglicht wird dies durch das grosszügige Sponsoring der SENN Resources AG.

Am Samstag, den 21. März 2026, um 13 Uhr findet die Vernissage der Ausstellung in Anwesenheit der Künstlerin statt. Nach den offiziellen Eröffnungsreden folgt ein Kunstgespräch, das Einblicke in ihr Werk und ihre künstlerische Praxis bietet.

Delcy Morelos wurde 1967 in Tierralta in der Region Córdoba in Kolumbien geboren und studierte an der Cartagena School of Fine Arts. Sie lebt und arbeitet in Bogotá.

Ihre Werke wurden in zahlreichen, internationalen Einzelausstellungen gezeigt: El espacio vientre, MUAC Museo Universitario Arte Contemporáneo, Mexico City (2025); Madre, Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin (2025); Profundis, CAAC Centro Andaluz de Arte Contemporáneo, Sevilla (2024); Interwoven, Pulitzer Arts Foundation, St. Louis, Missouri (2024); El abrazo, Dia Chelsea, New York (2023); El lugar del alma, Museo Moderno, Buenos Aires; Between Rivers, Astrup Fearnley Museet, Oslo (2024); Enie, Fundación NC-Arte, Bogotá (2018); Inner Earth, Röda Sten Konsthall, Göteborg (2018). 2022 nahm sie mit der Installation Earthly Paradise an der 59. Biennale von Venedig in der Ausstellung The Milk of Dreams teil.

Morelos wurde mit dem Pérez Prize in Public Art & Civic Design (2024) und dem ARTnews Awards Established Artist of the Year (2024) ausgezeichnet.

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Pressekonferenz:

Die Pressekonferenz findet am Donnerstag, 19. März 2026, um 11 Uhr in der LOK by Kunstmuseum St.Gallen in Anwesenheit der Künstlerin statt. Wir bitten Sie um eine Anmeldung unter kommunikation@kunstmuseumsg.ch.

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Pressekontakt: kommunikation@kunstmuseumsg.ch

Nadine Sakotic
Kunstmuseum St.Gallen, Leitung Kommunikation, T +41 71 242 06 84

www.kunstmuseumsg.ch

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