Die Uhr des Krieges – ein Ukrainische Fototagebuch
Die Uhr des Krieges - ein Ukrainisches Fototagebuch
Die Photobastei zeigt vom 15. Januar bis zum 22. Februar eine Gruppenausstellung rund um das Thema Krieg in der Ukraine. Die zentrale Ausstellung "Die Uhr des Krieges - ein Ukrainisches Fototagebuch" wird dabei ergänzt mit kleineren Positionen, die allesamt nicht dem Krieg als solchem, sondern einerseits dem Verlust in seinem generischen Sinne - wie auch dem Umgang damit, dort in der Ukraine wie auch hier in der Schweiz nachgeht.
Die Uhr des Krieges – ein Ukrainische Fototagebuch
Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 begann ein Krieg, der nicht nur Territorien, sondern auch das Zeitempfinden verändert hat. Mit jedem Tag, der vergeht, geht etwas verloren: Sicherheit, Gewissheit, Routinen, Beziehungen. Der Krieg greift tief in den Alltag der Zivilbevölkerung ein – oft fernab der Frontlinien, aber unaufhaltsam. Das schweizerisch-ukrainische Projekt Ukrainisches Fototagebuch hält diese fortschreitenden Verluste in einer visuellen Chronik fest.
Das Projekt wurde 2022 vom Schweizer Fotografen Patrick Lüthy (Olten) initiiert. Im Rahmen von Evakuierungen ukrainischer Kriegsflüchtlinge in die Schweiz, die er gemeinsam mit weiteren Fotografen und Helfenden begleitete, entwickelte sich aus den Begegnungen die Idee zu einem offenen fotografischen Tagebuch. Das Ukrainische Fototagebuch ist seither ein laufendes Online-Projekt, das für alle zugänglich ist und fortlaufend um neue Beiträge erweitert wird.
Auf der Plattform www.ukrainianphotodiary.org werden Fotografien von professionellen Fotografinnen und Fotografen ebenso präsentiert wie Aufnahmen von Kindern und Privatpersonen. Aus diesem Bildarchiv entstand die Ausstellung «Die Uhr des Krieges». Das Ausstellungskonzept folgt der Metapher einer Uhr. In zwölf Kapiteln – zwölf Gesichtern des Verlustes – wird sichtbar, wie der Krieg Zeit strukturiert, beschleunigt, anhält und wiederholt. Jede Station steht für einen Aspekt dessen, was mit fortschreitender Dauer des Krieges schwindet. Zusammengenommen machen sie deutlich, was die Menschen in der Ukraine Tag für Tag verlieren.
Vom 15. Januar bis 22. Februar 2026 zeigt die Photobastei Zürich eine kuratierte Auswahl aus diesem schweizerisch-ukrainischen Fotoprojekt. Die Ausstellung richtet den Blick auf zivile Lebensrealitäten im Krieg und auf das, was nicht auf einen Schlag verschwindet, sondern allmählich verloren geht.
Öffentliche Führung:
Jeden Samstag um 14.00 Uhr findet eine öffentliche Führung statt, in der Konzept, Inhalte und Hintergründe der Ausstellung erläutert werden.
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I send you an Angel
I send you an angel ist die Geschichte zweier Menschen, die sich in den ersten Monaten des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine kennenlernen.
Tatiana flüchtet im Frühjahr 2022 aus einem Dorf nahe Kyjiw, kehrt im Mai nach Hause zurück und findet einen kranken Welpen, sie nennt ihn Ray. Gemeinsam begleiten wir den kleinen Hund durch seine Behandlung und entdecken, dass wir beide Fotografinnen sind. Kurz darauf schickt mir Tatiana aus der Ukraine ihre alte analoge Kamera in die Schweiz. Hier entsteht eine Serie aus zwölf Bildern, die zugleich das Schöne und die Hoffnung, aber auch Trauer, Verletzlichkeit und Verzweiflung zeigen und zulassen. Die Bilder sind ein Geschenk an Tatiana.
Eine fotografische Arbeit von Simone Plüss - www.simpluessphoto.ch
Weitere Ausstellungsbeiträge sind in Arbeit.
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Vernissage
Donnerstag, 15. Janaur ab 18.00 Uhr in Anwesenheit des Künstlers
Öffnungszeiten
Mittwoch & Sonntag: 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Donnerstag bis Samstag: 12.00 bis 21.00 Uhr
Eintritt: Prix Libre
Medienkontakt:
Patrick Lüthy Fotograf, Gründer Ukrainisches Fototagebuch contact@ukrainianphotodiary.org +41 79 652 10 59 Romano Zerbini Verein PhotoCreatives / Photobastei Sihlquai 125 8005 Zürich email: romano.zerbini@photobastei.ch T +41 44 240 22 00 M +41 79 220 09 84

