CommuniPoweR Wolfgang Zöll

Vitamine fördern männliche Fortpflanzungsfähigkeit / Neue Studien zeigen positive Wirkungen von antioxitaiven Vitaminen, Karotinoiden und Zink auf die Samenqualität.

Friedrichsdorf (Taunus) (ots) - Die Hoffnungsträger in der Ernährung von Männern mit Kinderwunsch heißen: Vitamin C, Vitamin E, Karotinoide wie Beta-Karotin und Lycopin sowie Zink - alles so genannte Antioxidantien. Darauf weisen die Ergebnisse zweier unabhängig voneinander durchgeführter aktueller Studien hin. In einer US-amerikanischen Studie wurden 80 gesunde Männer im Alter von 22 bis 80 Jahren hinsichtlich ihrer Antioxidantien-Zufuhr und Sperma-DNS-Qualität untersucht, Männer, die das 44. Lebensjahr überschritten hatten, profitierten eindeutig von einer höheren Aufnahme der Vitamine C und E sowie Zink: Ihre Spermien wiesen deutlich weniger DNA-Schäden auf als die von Gleichaltrigen mit geringer Zufuhr. Diese Erkenntnisse könnten die Fortpflanzungsperspektiven der wachsenden Zahl von Männern über 35 verbessern.

Die andere Studie wurde an jüngeren gesunden Männern in Spanien durchgeführt und betraf Vitamin C sowie Beta-Carotin und andere Karotinoide. Die Auswertung der Ergebnisse ergab einen positiven Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Vitamin C, Lycopin, Beta-Carotin und Cryptoxanthin und der Gesamtspermienzahl. Zudem zeigte sich, dass bei erhöhter Vitamin-C-Aufnahme das Ejaku-latvolumen zunahm.

Das spanische Forscherteam unter Leitung von Lidia Mínguez-Alarcón, Universität Murcia, weist darauf hin, dass man sich in vorangegangenen Studien zu diesem Thema meist auf Männer konzentriert habe, die in einer Fertilitätsklinik in Behandlung waren. Ihre aktuelle Studie hingegen liefere verallgemeinerbare Daten für junge Männer mit unbekannter bzw. ungetesteter Fruchtbar-keit.

Andy Wyrobek von der U.S. Berkeley Lab's Life Sciences Division und seinem Wissenschaftsteam zufolge zufolge scheint eine ausreichende Zufuhr an antioxidativen Mikronährstoffen dabei zu helfen, die biologische Uhr älterer Männer zurückzudrehen.

Frühere Untersuchungen zeigten nämlich, dass mit fortschreitendem Alter die DNA-Fragmentierung des Spermas, die Veränderungen der Chromosomen und die Schäden an den DNA-Strängen zunehmen können. Die Spermien älterer Männer tragen auch häufiger Genmutationen, die zum Beispiel zu Kleinwuchs führen. Diese Ergebnisse sind eine mögliche Erklärung dafür, dass ältere Männer weniger fruchtbar sind und deren Sperma öfter zu Föten mit Chromosomendefekten und Kindern mit genetischen Störungen führt.

Die Ergebnisse der aktuellen Studie stimmen teilweise mit vorangegangenen Untersuchungen überein, in denen bereits nahe gelegt wurde, dass bestimmte Ernährungsfaktoren sich auf die Spermienqualität auswirken könnten, so die Forscher.

Quellen:

Schmid T.E. Micronutrients intake is associated with improved sperm DNA quality in older men. Fertility and Sterility published online 28 August 2012.

Mínguez-Alarcón L. et al. Dietary intake of antioxidant nutri-ents is associated with semen quality in young university stu-dents. Human Reproduction. 2012; 27(9):2807-2814.

Sloter E. et al. Effects of male age on the frequencies of ger-minal and heritable chromosomal abnormalities in humans and rodents. Fertility and Sterility. 2004; 81(4):925-943.

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