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KLM führt Passagierflug nach Deutschland mit Beimischung von synthetischem Kerosin durch

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KLM führt Passagierflug nach Deutschland mit Beimischung von synthetischem Kerosin durch

Am 8. Juni führte KLM Cityhopper in Zusammenarbeit mit INERATEC, MB Energy und dem Flughafen Hamburg einen Passagierflug zwischen Amsterdam und Hamburg durch, bei dem eine fünfprozentige Beimischung von synthetischem Kerosin (e-SAF) verwendet wurde. Dies ist der erste Passagierflug nach Deutschland, bei dem dieser Treibstoff zum Einsatz kam. Damit zeigt KLM erneut, dass Flüge mit e-SAF trotz der derzeitigen Herausforderungen hinsichtlich Skalierbarkeit und Verfügbarkeit technisch machbar sind.

Das synthetische Kerosin wurde von INERATEC hergestellt, von MB Energy mit fossilem Kerosin gemischt und am Flughafen Schiphol in das Flugzeug getankt. Synthetischer, nachhaltiger Flugkraftstoff wird aus erneuerbarem Strom, CO₂ und Wasser hergestellt. Im Vergleich zu fossilem Kerosin können die Lebenszyklusemissionen damit um mehr als 90 Prozent gesenkt werden.

Bereits 2021 leistete KLM Pionierarbeit, als sie den ersten kommerziellen Flug mit synthetischem Kerosin nach Madrid durchführte. Während damals 500 Liter e-SAF beigemischt werden konnten, sind es derzeit nur 200 Liter. Dies zeigt, wie gross die Herausforderung ist: Die Verfügbarkeit von e-SAF hinkt den Ambitionen noch weit hinterher. Heute wird nur ein Bruchteil der von Europa für 2030 vorgeschriebenen e-SAF-Menge tatsächlich produziert. Eine grosse Herausforderung bleibt es, e-SAF in grossem Massstab flächendeckend verfügbar zu machen und es neben SAF erschwinglich zu halten.

Alternative Treibstoffe als Priorität

KLM unterstützt die europäischen Vorgaben für den Einsatz alternativer Treibstoffe und wird weiterhin in die Nachhaltigkeit der Luftfahrt investieren. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Produktionszahlen für e-SAF, dass das europäische Teilziel einer e-SAF-Beimischung von 1.2 Prozent bis 2030 eine grosse Herausforderung darstellt. Abgesehen davon, dass e-SAF derzeit viermal so teuer ist wie SAF (und etwa achtmal so teuer wie herkömmliches Kerosin), gibt es bislang noch keine e-SAF-Produktion in grossem Massstab. Auch der Prozess der Einholung von Bau- und Umweltgenehmigungen in Europa spielt eine Rolle, ebenso wie die Unsicherheit über mögliche Änderungen der ReFuelEU-Gesetzgebung. Daher ist es nach wie vor von entscheidender Bedeutung, dass sich die Regierungen in ganz Europa dazu verpflichten und in die Beschleunigung und den Ausbau alternativer Flugkraftstoffe, sowohl SAF als auch e-SAF, investieren.

Marjan Rintel, CEO von KLM, sieht in e-SAF einen wichtigen Hebel für eine nachhaltigere Luftfahrt: „Als CEO von KLM und Vorsitzende von Project SkyPower bin ich davon überzeugt, dass e-SAF einen entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Luftfahrt leisten kann. KLM hat bereits 2021 mit einem Passagierflug von Amsterdam nach Madrid Pionierarbeit bezüglich der Nutzung von e-SAF geleistet. Der Flug nach Hamburg zeigt erneut, dass das Fliegen mit synthetischem Kerosin technisch möglich ist. Die Realität sieht jedoch so aus, dass die Verfügbarkeit von e-SAF weit hinter den Ambitionen zurückbleibt. Um wirklich etwas zu bewirken, müssen wir gemeinsam mit Regierungen, der Industrie sowie Partnerinnen und Partnern an der Skalierung und der Erschwinglichkeit arbeiten, um die Nachhaltigkeit der Luftfahrt voranzutreiben.“

Christian Kunsch, Vorstandsvorsitzender des Flughafens Hamburg, betont die Rolle nachhaltiger Flugkraftstoffe bei der Dekarbonisierung: „Nachhaltig hergestellte Flugkraftstoffe werden in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle bei der Dekarbonisierung des Luftverkehrs spielen. Unsere Infrastruktur ist vollständig darauf vorbereitet, und wir unterstützen die Fluggesellschaften aktiv bei der Nutzung lokal produzierter Kraftstoffmischungen, unter anderem durch gezielte Anreize. Der heutige e-SAF-Flug markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu geringeren CO₂-Emissionen durch den Einsatz alternativer Kraftstoffe.“

Tim Boeltken, Mitgründer und CEO von INERATEC, sieht den Flug als Beleg für die Praxistauglichkeit: „Wir sind bereit für den Einsatz. Der heutige Flug, bei dem unser Chief Commercial Officer Maximilian Backhaus an Bord eines regulären Passagierflugs war, zeigt deutlich, dass Power-to-Liquid-Kraftstoffe sicher, verfügbar und bereits heute einsatzfähig sind. Dies ist erst der Anfang vieler Anwendungen, die wir in diesem Jahr in verschiedenen Branchen erleben werden.“

Jonathan Perkins, CEO von MB Energy, ordnet das Projekt als konkreten Schritt zur Skalierung kohlenstoffärmerer Treibstoffe ein: „Die Luftfahrt steht seit jeher an der Spitze der technologischen Innovation. Mit diesem Projekt zeigen wir gemeinsam mit KLM und INERATEC, wie kohlenstoffärmere Treibstoffe in die bestehende Infrastruktur und den laufenden Betrieb integriert werden können. Bei MB Energy legen wir heute den Grundstein – indem wir Vermarktungswege erschliessen, unsere Infrastruktur anpassen und eine zuverlässige Versorgung aufbauen, damit wir liefern können, sobald unsere Kundinnen und Kunden bereit sind.“

Über KLM Royal Dutch Airlines

Seit 106 Jahren verbindet KLM Menschen miteinander und mit der Welt. Jedes Jahr entscheiden sich Millionen von Kundinnen und Kunden für KLM – sei es für Geschäftsreisen, Ferienreisen, Besuche bei Freundinnen und Freunden oder der Familie, ein Auslandsstudium und vieles mehr. Die über 160 Ziele im KLM-Streckennetz verbinden die Niederlande mit allen wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt und sind ein starker Wirtschaftsmotor. Gleichzeitig will KLM sauberer, leiser und effizienter fliegen. Jeden Tag unternimmt die Airline grosse und kleine Schritte, um dieses Ziel zu erreichen und auch in den kommenden Jahrhunderten eine grossartige Fluggesellschaft für die Kundschaft zu bleiben.

KLM Royal Dutch Airlines ist Teil der Air France-KLM-Gruppe und Mitglied der globalen SkyTeam-Allianz. Weitere Informationen über KLM finden Sie unter klm.ch, KLM Newsroom, Facebook, Instagram oder LinkedIn.

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